Miriam in Neuseeland #11: Abschiednehmen, Halloween und Insider Tipps

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High School-Stipendiatin Miriam aus Königswinter ist seit vier Monaten zum Schüleraustausch in Neuseeland. In ihrem letzten Blog Post hat sie uns unter anderem von ihrem Trip zum »Herr der Ringe«-Drehort berichtet. Heute lässt sie den Oktober Revue passieren und gibt uns spannende Insidertipps über ihre High School.

Wie sehr mich eine Erfahrung prägen kann und mir zeigen kann, wie wertvoll das Leben eigentlich ist, überrascht mich jeden Tag aufs Neue.

Abschiednehmen

Da ich in wenigen Wochen meine Heimreise antreten muss, nutze ich jeden Tag so gut ich kann und versuche jede Möglichkeit, die mir zur Verfügung gestellt wird, zu ergreifen, um möglichst viel zu erleben.

Alle Neuseeländer – oder »Kiwis«, wie man sie hier nennt – haben im Moment ihre wichtigen Abschlussexamen, weshalb wir Internationals keinen Unterricht haben, sondern uns gemeinsam aufmachen, um Neuseeland ein bisschen besser kennenzulernen. Unter anderem fahren wir bald nach Rotarua und nach Waiheke Island. Mehr darüber erfahrt ihr in meinem nächsten Post.

Dabei ist der einzige Nachteil, dass ich mich vor knapp einer Woche von meinen Kiwi-Freunden verabschieden musste, da ich mir nicht sicher sein kann, ob und wann ich sie wiedersehe. Es war grausam, das kann ich euch sagen. All diesen wunderbaren Menschen ein letztes Mal in die Arme zu fallen und ihnen zu sagen, wie wichtig sie mir in den letzten Monaten geworden sind, hat mir das Herz zerrissen. Glücklicherweise hatte ich die Möglichkeit, mich noch einmal mit vielen meiner Freunde im Café zu treffen und ich bin mir 100 % sicher, dass es nicht das letzte Mal sein wird, bevor ich fliege.

Halloween in Down Under

Stepin-Stipendiatin Miriam und ihr Gastbruder im Halloween-KostümAuch am anderen Ende der Welt, 18.623 Kilometer von meinem kleinen Heimatdorf in NRW entfernt, feiert man Halloween. Zusammen mit meiner Gastfamilie, habe ich ein Last-Minute-Kostüm aus allen möglichen Klamotten gezaubert und bin mit meinen Freunden zu einem Gig (einem Konzert) gegangen.

An diesem Abend habe ich Kostüme gesehen, die mich wirklich umgehauen haben: Von Horror-Ballerinas bis zum Hasen aus Alice im Wunderland war alles dabei.

Die Band eines Freundes ist auf der Halloween Party aufgetreten und wir haben alle bis in die Nacht hinein getanzt. Vor allem, weil ich hier in meinen Freunden eine Familie gefunden habe, war es bis jetzt das lauteste, beste und kreativste Halloween, das ich bis jetzt erlebt habe.

Rugby-Highlight

Stepin-Stipendiatin Miriam mit Neuseeland-FlaggeDas Highlight des Monats war auf jeden Fall, dass die »ALL BLACKS«, das neuseeländische Rugby-Team, die Weltmeisterschaft gewonnen und den Pokal nach Hause gebracht haben. 1.000 begeisterte Kiwis versammelten sich im Viktoria Park, um die Mannschaft zuhause willkommen zu heißen. Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Menschen hinter einem Team stehen können und sich eine komplette Nation so über den Sieg freuen kann.

Es war eine einmalige Erfahrung, alle Spieler zu sehen und die große Ehre zu haben, einen live-performten Haka (traditioneller Maori-Tanz) anzuschauen. Meine Freundin aus New York und ich liefen mit unseren – von Freunden unterschriebenen – Neuseelandflaggen herum und wir fühlten uns wie waschechte Kiwis.

Die neuen Internationals

Stepin-Stipendiatin bekommt Küsschen von zwei Freundinnen in NeuseelandDes Weiteren kamen vor knapp einem Monat 15 neue Internationals an und natürlich waren wir alle unheimlich neugierig auf die neuen Gesichter und wollten alles über sie wissen. Es ist wunderbar zu sehen, wie offen hier alle sind und wie einfach es für die Neuen ist, Freunde zu finden, da alle interessiert sind und sich freuen, neue Bekanntschaften zu machen.

Schon nach drei Tagen sind die verschieden Austauschschüler aus Belgien, Mexiko oder Italien mir ans Herz gewachsen. Einer von ihnen sagte mir während des Lunch Breaks, wie schön er es findet, dass ich in meinem Herzen so viel Liebe für alle habe und dass er das wirklich an mir schätzt. Ich war lange nicht mehr sooo glücklich über ein Kompliment.

Endlich wieder Surfen

High School-Stipendiatin Miriam unterwegs zum Muriwai Beach in NeuseelandAußerdem habe ich diesen Monat nach einer gefühlten Ewigkeit endlich Matthew (meinen Surflehrer) und den Muriwai Beach wiedergesehen. Da Matthew Ende November für drei Monate nach Südafrika und dann den Rest des Jahres nach Europa geht und dafür ein Visum und alles andere besorgen musste, hatte er in den letzten Wochen kaum Zeit und es hat wirklich gut getan, all die Geschichten auszutauschen, die passiert sind.

Zudem war ich endlich wieder Surfen und habe das Salzwasser auf meiner Haut trocknen lassen. Ich liebe den Ozean, die Wellen, die steilen Klippen des Muriwai Beaches und vor allem die wunderschönen Sonnenuntergänge, die man dort sieht. Alles ist im Moment so wunderbar und mit dem Gefühl aufzuwachen, gerade meinen Traum zu leben, gibt mir die Motivation, den Tag mit einem Lächeln zu starten.

Insiderinfos: Avondale College

Da ich meinen letzten Schultag leider schon hatte, habe ich mir einige Gedanken über meine Schulzeit am Avondale College (AC) gemacht und da es dort draußen bestimmt 1 oder 2 Menschen gibt, die sich überlegen, die gleiche Schule zu besuchen, werde ich euch nun die Insider Infos über das College geben:

  1. Die Schule ist riesig
    Wirklich riesig! Es gibt 6 Gebäudekomplexe, dazu ein Theater, 2 Dance Rooms und ein riesiges Sportfeld, wo man sich während der Lunch Time entspannen kann. In den ersten zwei Wochen habe ich mich andauernd verlaufen, bin zu spät zum Unterricht gekommen, weil ich gefühlte Kilometer weit weg von meiner eigentlichen Klasse war. Darüber macht euch aber keine Sorgen, auch die Person, die wohlmöglich den schlimmsten Orientierungssinn hat (Ich), hat es geschafft sich in dem Dschungel von Klassenräumen zu Recht zu finden.
  2. Freunde aus aller Welt
    Da die Schule 2.750 Schüler hat, sieht man jeden Tag ein Gesicht, was man noch nie zuvor gesehen hat. Dies gibt einem die Möglichkeit, neue Freundschaften zu schließen – jeden Tag. Allein 250 von diesen 2.750 sind Internationals, eine wunderbare Chance, Freunde aus der ganzen Welt kennenzulernen. In jeder Klasse sind mindestens zwei Schüler aus einem anderen Land, genau das vermisse ich in Deutschland so sehr. Diese multikulturelle Atmosphäre macht die Kiwis so offen und neugierig und macht es Austauschschülern so einfach, sich einzubringen.
  3. Tolle Unterstützung
    Das International Department des AC kümmert sich wunderbar um seine Austauschschüler und organisiert Trips. Man hat wirklich immer einen Ansprechpartner. Chris und Clare (die Chefleiter) haben mir so wunderbar bei meiner Verlängerung geholfen und egal, wie oft ich eine Frage hatte, ich habe immer ein »No worries love, have a wonderful day!« hinterhergerufen bekommen.
  4. Der International Spot
    Das AC besitzt sogar einen eigenen International Spot, wo sich alle Schüler aus verschiedenen Ländern treffen. In diesem Jahr haben sich sogar Kiwis unter gemischt und nun sind wir zu einer großen Familie geworden, die sich immer an dieser einen Stelle auf dem Campus trifft.
  5. Ein Tipp an neue Schüler
    Internationale Freunde zu haben ist ein riesiges Geschenk. Man lernt nicht nur sein eigenes Land besser kennen, sondern zugleich taucht man in viele verschiedene Kulturen ein. Gemeinsam verbessert man sein Englisch und lacht über die anderen Akzente. Doch um Neuseeland kennenzulernen, ist es selbstverständlich eine gute Idee, sich mit Kiwis anzufreunden. Ich habe es so gemacht: Setzt euch nicht das Ziel »Ich werde nichts mit Internationals machen«. Lasst die Freundschaften einfach passieren und wartet ab, was passiert. Ich habe hier viele Menschen kennengelernt und darunter sind auch viele Kiwis aber am Ende sind wir doch alle nur Menschen und ob man jetzt mehr Kiwi- oder International-Freunde hat, macht keinen Unterschied. Ich liebe alle meine Freunde hier und für mich zählt die Nationalität überhaupt nicht.
  6. Die Maori-Kultur
    Ich war am Anfang der einzige International, der Maori als Unterrichtsfach gewählt hat und es war die beste Entscheidung meines Auslandsjahres. Es ist ziemlich schwer, wirklich in die Maori-Kultur einzutauchen, da es hier nur sehr wenige traditionelle Familien gibt, die Austauschschüler aufnehmen, doch durch meine täglichen Maori-Stunden habe ich nicht nur die Kultur, sondern auch das Essen, die Sprache, die Traditionen und die Werte dieser Kultur kennengelernt. Falls ihr die Chance bekommt, nutzt sie und nehmt Teil an dieser wunderbaren Kultur – es lohnt sich!
  7. Die Schuluniform
    Eine Schuluniform zu tragen ist ungewohnt, aber ich liebe es. Man spart so viel Zeit am Morgen und ist innerhalb von 10 Minuten fertig für die Schule. Auch wenn man Strumpfhosen tragen darf, ist es im Winter sehr kalt und im Sommer ist die Uniform viel zu heiß – aber ganz ehrlich, es gibt Schlimmeres.

Mein Fazit

Avondale ist eine wunderbare Schule! Vor allem die Unterstützung, die ich persönlich bekommen habe, ist unbeschreiblich. Eine weitere Sache, die NUR das Avondale College anbietet: Das Taurewa Camp. Allein für diese Erfahrung lohnt es sich an diese Schule zu gehen und dieses Abenteuer selbst zu erleben.

It isn’t by getting out of the world that we become enlightened, but by getting into the world… by getting so tuned in that we can ride the waves of our existence and never get tossed because we become the waves. (Ken Kesey)

Eure Miri

>>Miriams nächster Artikel: Ein Monat voller Action<<

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About Miriam

Miriam

Miriam aus Königswinter gehörte zu unseren Stipendiaten der Saison 2015/16. In Avondale bei Auckland besuchte die 16-Jährige für 3 Monate eine neuseeländische High School. Hier auf der Weltneugier berichtete sie regelmäßig von ihren Erlebnissen.

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