Mein Sommerurlaub im November

Mein Sommerurlaub im November

Einen paradiesischen Sommerurlaub durfte Maja während ihres Auslandsjahrs in Neuseeland im Jahr 2017 erleben. Davon erzählt sie in ihrem Bericht.

Einen paradiesischen Sommerurlaub durfte Maja während ihres Auslandsjahrs in Neuseeland im Jahr 2017 erleben. Warum ihr die Zeit in Fiji so im Gedächtnis geblieben ist und wie sie auf dem Trip Freunde fürs Leben gefunden hat, das erzählt Maja in ihrem Bericht in unserer Jubiläumsreihe »25 Auslandsmomente«.

Es ist Mitte November in Neuseeland und was macht man da? Richtig, man bereitet sich auf eine der besten Sommerferien vor, die man je haben wird. In meinen Fall hieß es außerdem, am Anfang »alte Bekannte« neu kennenzulernen. Zwar bin ich mit den anderen Schülern, die mit mir reisen würden, ein halbes Jahr zuvor nach Neuseeland geflogen, aber irgendwie kam man doch mit Jetlag und allem nicht immer ins Gespräch. Deswegen war die Aufregung am Flughafen in Wellington erstmal groß, als ich mit meiner Gastmutter dastand, um Lena, ein Mädchen, welches auch aus Deutschland kam und ihr Auslandsjahr in Auckland verbrachte, abzuholen.

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Anfangs noch etwas auf Abstand merkten wir Mädels aber schnell, dass wir ähnlich tickten, und aus zaghaften Gesprächen wurden ein paar Tage, in denen wir auf der Veranda saßen, »High School Musical«-Songs sangen und ich ihr »meine Stadt« Wellington im Süden der Insel zeigen konnte, bevor wir mit dem Panoramazug die gesamte Nordinsel hoch zu »ihrer Stadt« Auckland fuhren.

Aber wieso das ganze? Weil wir keine sieben Tage, nachdem wir uns wiedergesehen haben, mit einer etwas größeren Gruppe einen Kurzurlaub auf Fiji antraten. Teil dieser Gruppe waren auch viele, mit denen ich auch nach Neuseeland geflogen bin, aber auch vielen anderen Internationals aus diversen Ländern. Da man wie bei jedem internationalen Flug zwei Stunden vor Abflug da sein muss und wir um 8.00 Uhr morgens losfliegen würden, musste ich mindestens die Nacht vorher schon in Auckland verbringen. Deswegen hat unsere wundervolle Betreuerin Michelle, welche sich um alle Steppies in Neuseeland kümmert, vorgeschlagen, dass Lena und ich vorher unseren eigenen kleinen Austausch miteinander machen, dann sei alles etwas entspannter.

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Aber zurück zu Fiji. Im Flugzeug summte es förmlich vor unserer Aufregung, weil viele von uns, genau wie ich, noch nie auf einer so kleinen, tropischen Insel wie Fiji waren. Nachdem uns nach der Landung zunächst das tropische Klima den Atem geraubt hatte, war es Zeit für den Transfer zu unserer ersten Bleibe per Boot. Da wollten wir natürlich alle vorne im Bug sitzen, um ja nichts zu verpassen. Dann eröffnete sich uns die ganz, neue Welt dieses Inselstaates.

Die ersten drei Tage verbrachten wir auf Treasure Island. Die gesamte Insel bestand aus dem Resort. Der Tagesablauf war einfach: aufstehen, sich in einer der vielen Hängematten, die es überall auf der Insel gibt, setzen, dann leicht überfordert / sehr interessiert den Skandinavischen Mädchen zuschauen, wie sie ihre morgendlichen Runden über die Insel joggten, bevor man sich mit allen beim Frühstück traf. Danach war Entspannung angesagt, man konnte schnorcheln, sich Stand-up-Paddles ausleihen oder einfach nur am Strand liegen. Dann ging‘s zum Mittagessen und am Nachmittag das Gleiche wieder von vorne.

Langsam wurde aus vielen einzelnen Internationals eine Gruppe. Man begann, sich mehr zu unterhalten, mit manchen auf Englisch, weil die Spanisch- und Norwegisch-Kenntnisse nicht ausreichten, um sich in der jeweiligen Muttersprache zu unterhalten, oder mit großer Diskussion, ob man sich jetzt auf Deutsch mit den Deutschen und Schweizern unterhalten kann, oder, ob das gemein wäre gegenüber den anderen. Schlussendlich wurde dann meistens doch Englisch gesprochen. Anfangs hatten wir noch Hemmungen, ob das Englisch auch zu hundert Prozent richtig war, welches wir sprachen, aber nach und nach wurde auch das egal. Man verstand sich.

Nach drei wundervollen Tagen war die Aufregung wieder groß. Der Wechsel in das Resort in Kuata stand vor der Tür. Erst wateten wir durch das seichte Wasser, wo wir noch – wie in Fiji üblich – mit »bula« verabschiedet wurden, bevor wir in kleine Boote stiegen, die uns zur Fähre brachten. Als es dann hieß wir müssen raus, war, wie gewohnt, das Chaos groß. Sind alle da? Alle Taschen da? Wo ist die Sonnebrille?

Während Treasure Island als Resort doch eher europäisch angehaucht war, war Kuata das volle Gegenteil. Nur ein kleiner Teil der Insel bestand aus dem Resort, der Rest war einfach nur Natur. In Kuata fühlte es sich nach und nach immer mehr wie ein Schultrip an. Nun waren alle doch irgendwie befreundet und man nährte sich einander an. Am Abend spielten wir immer Spiele oder Michelles Sohn, der als Betreuer auf den Trip mitgekommen war, stellte uns Denkrätsel, die die ganze Gruppe zum Verzweifeln brachten.

Für mich war Kuata nochmal besonders schön, weil ich, während die anderen am Strand lagen oder auf den Berg der Insel wanderten, meinen Tauchschein machen durfte. Wir sind vorne am Strand getaucht mit kleinen Reef Sharks oder direkt am Riff, wo beim ersten Mal gleich eine Schildkröte friedlich an mir vorbeischwamm. Die anderen waren bei ihrem Probetauchgang auch vollkommen hin und weg von der Unterwasserwelt in Fiji.

Als der Trip nach sieben Tagen zu Ende ging, stiegen wir alle fröhlich, braungebrannt und als Freunde ins Flugzeug. Und aus manchen der Freundschaften aus Fiji wurden welche fürs Leben und somit ist mit einigen Mitreisenden von immer noch Kontakt da, wenn auch in größeren Zeitabständen. Mal treffen wir uns zu mehreren in der Stadt, die für alle am nächsten ist, mal mit nur Einzelnen, wenn man auf Durchreise ist. Oder wenn das Leben so will, zieht man in eine neue Stadt und findet heraus, dass nur 15 Minuten entfernt ein alter Freund aus Neuseeland wohnt.

Deswegen kann ich nur den Tipp geben, macht so viel ihr könnt im Ausland. Ihr müsst die Leute nicht immer kennen, mit denen ihr etwas unternehmt, auch wenn neue Gruppen am Anfang verunsichernd sind, könnt ihr euch sicher sein, dass die anderen ein ähnliches Gefühlt haben. So, don’t worry and just do it!

Eure Maja

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