Meine Zeit in Minnesota

Stepin RedaktionGeschätzte Lesezeit 4 min.
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Meine Zeit in Minnesota

Hallo, ich bin Lisa und habe ein Schuljahr in den USA, genauer gesagt Minnesota, verbracht.

Hallo, ich bin Lisa und habe ein Schuljahr in den USA, genauer gesagt Minnesota, verbracht. In zehn Monaten durfte ich die Kultur meines Gastlandes und die meiner Gastfamilie kennenlernen und meinen persönlichen amerikanischen Traum verwirklichen.

Gastfamilie

Meine Gastfamilie, die aus meinen Gasteltern, Christian und Jen, und meinen Gastbrüdern, Kai (9) und Noah (14), bestand, holte mich vom Flughafen in Minneapolis ab und wir verbrachten den Rest des Tages in der Mall of America, aßen (typisch amerikanisch) Pancakes zum Mittag und fuhren erst spät abends zu ihnen nach Hause. Der Empfang war sehr herzlich und ich habe mich direkt wie ein Familienmitglied gefühlt. Auch die Hunde, die Zuhause warteten, sprangen uns entgegen als wir zur Tür hereinkamen und empfingen uns. Meine Gastfamilie ist sehr engagiert und involviert in unserer Community, sodass ich vor Schulbeginn schon ein paar Leute kannte und mich so auch schnell integrieren konnte.

Schule

Meine Schule war mit ungefähr 400 Schülern sehr überschaubar und ich konnte mich schon nach dem zweiten Schultag ziemlich gut zurechtfinden. Den Schoolspirit, von dem man immer wieder hört, gibt es definitiv auch, wenn nicht sogar noch verstärkter, an kleineren Schulen, denn der Teamgeist und der Zusammenhalt meiner Highschool war unglaublich und besonders an den Football Events zu spüren. Meine Gastmutter, Jen, war auch meine Spanischlehrerin und mein Soccer Coach, sodass ich immer zu ihr gehen konnte, wenn es irgendwas zu besprechen gab, und auch durch sie lernte ich viele Leute in der Schule kennen. Über das Jahr hinweg konnte ich bei verschiedenen Aktivitäten in der Schule mitwirken (Soccer, Track and Field, Theatre, Culture Club etc.) und kam auch so mit vielen Leuten in Kontakt.

Meine Highlights

Das Reisen hat in meinem Auslandsjahr eine sehr große Rolle gespielt, denn ich hatte super Glück, dass meine Gastfamilie und meine Eltern, von Zuhause aus, mir diese Möglichkeiten geben konnten. Im Herbst sind wir nach Florida geflogen um die Universal Studios zu besuchen und noch drei Tage zusätzlich am Strand zu verbringen. Dann bin ich mit der Schule und verschiedenen Clubs nach Chicago, Wolf Ridge und in verschiedene andere Städte und meine Gastfamilie und ich sind oft nach Duluth, MN, gefahren, denn dort haben meine Gastgroßeltern gewohnt. Ein Highlight war auch die Kreuzschifffahrt in die Karibik, die meine Gasteltern mir und meinen Gastbrüdern zu Weihnachten geschenkt haben. Also bin ich während des Jahres ziemlich viel herumgekommen und habe viel von den USA sehen können, wofür ich echt sehr dankbar bin und dies nicht für selbstverständlich nehme.

Der Winter in Minnesota war ein weiteres Highlight meines Auslandsjahres. In den Monaten Januar bis April sind über 10 Schultage ausgefallen, sogenannte »Snow Days« an denen man online Schulaufgaben aufbekommt, aufgrund von Eis und Schnee und es gab Tage mit teilweisen Temperaturen von -30 und -40 Grad Celsius, bei denen man natürlich nicht das Haus verlassen sollte. Diese Tage habe ich dann drinnen mit meiner Gastfamilie verbracht und wir haben Filme und Serien geguckt, verschiedene Spiele gespielt und zusammen gekocht, was noch einmal eine gute Möglichkeit ist mit seiner Gastfamilie Zeit zu verbringen, denn wie gesagt war es schon Januar und so auch Halbzeit meines Auslandsjahres.

Mein Fazit

Ein Auslandsjahr zu machen, war definitiv die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe: ich habe mir ein neues Leben in nur zehn Monaten in einem fremden Land aufgebaut und dabei so viele tolle Menschen kennengelernt. Zwar gab es schwierige Situationen, wie Heimweh, aber auch die konnte ich meistern und bin nun umso stolzer auf mich. Wir, meine Familie und ich, planen nun schon meine Gastfamilie bald zu besuchen und mit ihnen rumzureisen, worauf ich mich unglaublich freue.