Wenn Jugendliche träumen und Eltern sich auf den Traum einlassen, dann muss was Gutes dabei herauskommen… Lea konnte ihre Eltern mit ihren Träumen begeistern und hat somit die Chance auf einen Schüleraustausch in Spanien genutzt. Wo genau sie die beste Zeit ihres Lebens verbracht und hat und wie es sich anfühlt wenn Träume wahr werden, kannst du hier lesen.

¡Hola! Ich heiße Lea, bin 15 Jahre alt und bin das erste Halbjahr der 10. Klasse auf ein Gymnasium in Bayern gegangen. Das 2. Halbjahr verbringe ich gerade im Süden Spaniens, genauer gesagt in Málaga.

Der Beginn meines Traums

Seit ich 12 war hatte ich den Traum für einige Zeit eine Schule im Ausland zu besuchen. Zuerst hatte ich Angst dass meine Eltern davon nicht so begeistern sein könnten, doch sie waren sofort Feuer und Flamme. So war ich dann natürlich von Sekunde eins an voller Vorfreude, auf das was vor mir lag… auch wenn die Ausreise noch in weiter Ferne lag.

Die Frage nach dem »Wohin?«

Bevor ich aber in das Abenteuer starten konnte, stand die Länderwahl an. Während für meine Eltern schon klar war, dass ich nach Spanien gehen würde, war ich noch unentschlossen und überlegte monatelang, wohin ich denn eigentlich gehen wollte. Anfangs stand für mich fest, dass ich in ein englischsprachiges Land gehen möchte. Ich schwankte zwischen Australien und Kanada. Irgendwann merkte ich aber, dass auch andere Länder ihren Reiz haben und so kam ich dann schlussendlich auch auf Spanien. Nicht zuletzt, weil ich Spanisch liebe und es zu den vier bedeutendsten Sprachen der Welt zählt.

Nach Spanien. Mit wem?

Ich habe mich ganz schnell aus einer Vielzahl von Organisationen für Stepin entschieden und mich für das Spanien Select Programm beworben. Denn somit konnte ich wählen, dass ich auf jeden Fall nach Andalusien komme.
Meine Ausreise war für Mitte Januar geplant und mit jedem Tag wuchs die Vorfreude und natürlich auch die Nervosität. Besonders spannend wurde es, als es bis kurz vor Weihnachten noch keine Gastfamilie für mich gab. Am 22. Dezember kam dann die freudige Nachricht, dass eine, zu meinen Kriterien passende, Gastfamilie gefunden wurde. Ein besseres Weihnachtsgeschenk hätte es gar nicht geben können, denn es sollte nach Málaga gehen. Ich würde nur ein paar Minuten von Strand und Meer entfernt leben . Traumhaft! Denn wer wünscht sich nicht am Meer zu wohnen?

Mädchen von hinten, die auf einem Stein sitzt und in die tiefer liegende Stadt mit dem Meer dahinter blickt
Málaga: mein zu Hause auf Zeit

Mi familia española

Und jetzt bin ich hier in Málaga… und das Leben in meiner spanischen Familie ist total anders als das in Deutschland. Zuerst war es natürlich ungewohnt und auch etwas seltsam mit einer fremden Familie zusammen zu wohnen. Aber meine Gastfamilie hat mich sehr herzlich aufgenommen, weswegen ich mich sehr schnell heimisch fühlte. Hier ist immer etwas los und ehrlich gesagt gibt es so gut wie nie freie Nachmittage die ich auf dem Sofa verbringe – ganz im Gegensatz zu Deutschland. Jeden Tag wird etwas unternommen; und wenn es nur ein Spaziergang am Strand ist. An den Wochenenden stehen dann größere Ausflüge an, wie zum Beispiel der Besuch eines typisch andalusischen Dorfes oder aber die Fußballspiele meines Gastbruders.

Unterwegs in Spanien

Da ich im Januar in das Abenteuer Ausland gestartet bin, hatte ich im Vergleich zu den im Sommer startenden Schülern, kein Vorbereitungsseminar in Barcelona. Dennoch konnte ich einiges von Spanien sehen. Mit meinen Koordinatoren vor Ort und den anderen Austauschschülern in Málaga fuhren wir für ein Wochenende nach Madrid. So konnten wir uns die doch ein ganz schönes Stückchen entfernte Hauptstadt Spaniens anschauen. Außerdem konnte ich durch die vielen Ausflüge mit meiner Gastfamilie viele Städte und Dörfer in Andalusien besuchen. Darüber hinaus hatte ich das Glück, dass meine Klasse während meiner Zeit in Spanien zwei Exkursionen gemacht hat. Es war also wirklich immer etwas los.

Mädchenvon hinten, dass auf ein Schloss mir See davor schaut
Lea on tour

Meine spanische Schule

In meiner spanischen Klasse habe ich durch die Offenheit der Spanier schnell Anschluss und viele neue Freunde gefunden. Auch mit meinen Lehrern verstehe ich mich gut und einige können sogar ein bisschen deutsch. Anfangs war es ungewohnt für mich, dass eigentlich kein Lehrer pünktlich zum Unterricht kommt und sie geduzt werden, doch irgendwie habe mich auch daran sehr schnell gewöhnt.

Gruppe von 7 Jugendlichen. Im Hintergrund ist Jahrmarkt
Lea mit ihren spanischen Freunden: auch in Spanien ist es im Winter mal kalt

Schüleraustausch Spanien: meine Empfehlung!

Für mich ist mein Auslandsaufenthalt zum Glück noch nicht vorbei. Ich habe noch zwei Monate, in denen ich jeden Augenblick genießen werde. Am Ende werden meine Eltern mich abholen kommen und wir werden noch ein paar Tage am Strand verbringen. Doch eins kann ich jetzt schon sagen: es war die beste Entscheidung meines Lebens. Ich habe nicht nur viele neue Freunde gefunden und sehr viele neue Erfahrungen gesammelt, sondern bin ich durch meinen Aufenthalt hier in Spanien viel selbstständiger und selbstbewusster geworden. Ich persönlich kann jedem, der die Möglichkeit hat ins Ausland zu gehen, nur empfehlen diese Chance zu nutzen.


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