Auslandsaufenthalt in China – Willkommen im Reich der Mitte

Auslandsaufenthalt in China – Willkommen im Reich der Mitte

„Ein guter Anfang ist die Hälfte des Erfolgs“, lautet eine chinesische Weisheit, die auf so ziemlich alle Situationen übertragbar ist. Und neue, aufregende Situationen gibt es für Nicht-Chinesen im sogenannten Reich der Mitte mehr als genug: fremdartiges Essen, bei dem man nie ganz sicher sein kann, ob  man gerade einen Hund oder doch etwa ein Eichhörnchen verspeist; oder ungewöhnliche Sitten und Bräuche, wie das laute Schmatzen zu Tisch oder das strikte Tabu, mit den Füßen auf etwas zu zeigen, eine Geste, die als grobe Unhöflichkeit verpönt ist.

Auslandsaufenthalt in China: Die chinesische Mauer

Damit der Start in den Auslandsaufenthalt in China ohne größere Turbulenzen gelingt, muss vor allem auch die sprachliche Barriere durchbrochen werden. Denn Englisch und selbst ausgezeichnete Pantomime-Fähigkeiten helfen oft nicht weiter, Grundkenntnisse in Mandarin sind daher unverzichtbar!
Um sich langsam an die ungewohnte Struktur der hochchinesischen Sprache heranzutasten und die natürlichen Hemmungen, die mit der anfänglichen Unsicherheit einhergehen, ablegen zu können, bieten sich Sprachkurse oder Sprachreisen nach China an. Dabei werden auch die kulturellen Gepflogenheiten, die uns westlich sozialisierte Menschen von den Asiaten unterscheiden, vermittelt. Bei einer Sprachreise nach China werden diese beiden Lerninhalte dann miteinander verknüpft, praktisch angewandt und  auch das fernöstliche Leben erkundet.

Neben den Unterrichtseinheiten können regionale Sehenswürdigkeiten wie die Chinesische Mauer, die Verbotene Stadt oder der Yuyuan-Garten besucht und so die Kultur intensiv erlebt werden. Das Lernen vor Ort hat außerdem noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: die Wirklichkeit bleibt immer im Blick, denn zwischen Theorie und Praxis besteht ein himmelweiter Unterschied. Kaum ein Chinese wird sich für die deutschen Ausländer extra langsam oder extra deutlich artikulieren wollen, es fehlt wie überall die Zeit und oft auch die Geduld für solche Anstrengungen. Demzufolge können eigentlich bekannte Worte oder Ausdrücke in der umgangssprachlichen Redeweise schnell unverständlich werden und zu Frustration bei den Lernenden führen. Wer jedoch vor Ort ist und ständig auch im Alltag von der neuen Sprache umgeben ist, gewöhnt sich an die Melodik, das Tempo, die Schrift, den Dialekt – all die Dinge, die einem im natürlichen Umfeld, im ganz normalen Leben eben so begegnen.

Doch assoziiert man mit dem Reich der Mitte natürlich zuallererst die unzähligen Sehenswürdigkeiten, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Neben einer Bildungsreise klingt also beispielsweise auch das Reisen nach China mit Chinatours verlockend, um die kulturellen und landschaftlichen Highlights zusammen mit anderen Neugierigen auf sich wirken zu lassen. Dabei achtet die Reisegesellschaft besonders auf kleine Gruppen, deutschsprachige Reiseführer, die vor Ort jederzeit ansprechbar sind und – ganz wichtig – auf den Mehrwert der Reise: Routen, die abseits der Touristen-Pfade verlaufen, oder eine Besichtigung der Chinesischen Mauer bei Sonnenuntergang, um der Masse der Schaulustigen zu entgehen. Vor allem für junge Menschen hat sich Chinatours einiges einfallen lassen, um die von ihnen angebotene zweiwöchige China Rundreise auf jugendliche Ansprüche abzustimmen. So wird zum Beispiel eine Schnitzeljagd durch die Hutongs in Peking organisiert, um die Stadt aus einem ganz anderen Blickwinkel kennenzulernen, danach vielleicht ein erster Abstecher ins geheimnisvolle Nachtleben? Auch die gut sortierten Bücherläden im Künstlerviertel 798 oder der Insektenmarkt locken Abenteurer jeder Altersklasse in die Hauptstadt. Weiter geht es zum heiligen Berg Huashan, zur malerischen Hügellandschaft entlang des Li-Flusses, zu den Reisterrassen bei Longsheng, und schließlich direkt hinein ins pulsierende Treiben Shanghais. Dabei stehen sowohl Gruppenaktivitäten als auch genug Zeit für individuelle Erkundungstouren zur Verfügung. Ein Paradies für junge Reisende, die das Land hautnah erleben und ihren Auslandsaufenthalt in China mitgestalten wollen.

Auslandsaufenthalt in China: Zhuhai bei Nacht

Wer jedoch nicht nur die touristische Sicht auf die asiatische Kultur erfahren, sondern auch einen Blick hinter die Kulissen, auf das, was sonst verborgen bleibt, wagen möchte, der kann ein Auslandspraktikum in China absolvieren. Egal ob im Mode-Business, der (Automobil-)Wirtschaft oder in der IT-Branche, es ist alles möglich. Das Land strebt nach oben, wird immer schneller, immer erfinderischer als die westliche Konkurrenz. Ein Praktikum, beispielsweise im Einzelhandel oder in der Buchhaltung, sorgt für wertvolle Kontakte, profunde Erkenntnisse über die Zusammenhänge und Hintergründe des Wirtschaftswesens und natürlich für den Ausbau der interkulturellen Kompetenz. Schulabgänger, Studenten oder Absolventen im Alter von mindestens 18 Jahren können sich für eine Stelle in Beijing, Shanghai oder Qingdao bewerben und erste Berufserfahrungen sammeln. Hinsichtlich der enormen Welle an technischen Neuheiten, die aus dem asiatischen Raum zu uns herüberschwappt, sind das Vertrautwerden mit der chinesischen Kultur und besonders die im Praktikum etablierten Kontakte für junge Menschen, die gerade in die Arbeitswelt starten, von großem Vorteil.

Da die Auslandspraktika in China jedoch nicht vergütet werden, was allerdings die Qualität und die Vorzüge dieser Praktika keineswegs mindert, ziehen viele Jugendliche auch ein Teach and Travel an chinesischen Schulen in Betracht. Dabei durchläuft jeder Teilnehmer ein 4-wöchiges Englisch-Training, bei dem einerseits Landeskunde unterrichtet und andererseits didaktisches Handwerk vermittelt wird, um den chinesischen Kindern die englische Sprache beibringen zu können. Nebenbei lernen die angehenden Teacher auch Mandarin, um nicht unvorbereitet ins kalte Wasser geworfen zu werden. Von der Jugendlichkeit und Frische der Lehrer, die aus aller Welt nach China kommen, profitieren vor allem die Schüler. Sie lernen in jungen Jahren Englisch und gewinnen so an internationaler Kompetenz.

Auslandsaufenthalt in China: fernöstliche Architektur

Hanna Dreßen hat auf diese Weise eine wundervolle, wenn auch sehr anstrengende Zeit in China verbracht, wie sie in einem Interview schildert. Sie erzählt von der teilweise dürftigen Organisation an ihrer Schule, ihrem Exoten-Status als blonde Europäerin unter all den Asiaten und von dem wichtigsten Grundsatz, an den sich jeder Ausländer halten sollte:

„In China werdet ihr sicher nicht mit jeder Einstellung, Sitte oder Reaktion klar kommen und euch manchmal ärgern, dass euch niemand versteht und es noch nicht einmal probiert. Trotzdem sind es nicht die Chinesen, sondern IHR, die komisch und anders sind. Denn ihr seid nur zu Gast in diesem Land und müsst das akzeptieren. Es passiert ganz schnell, dass man das mal vergisst.“

Hanna hat während ihres Auslandsaufenthalt in China das gelernt, was man als Leitfaden für jede Auslandsreise immer im Kopf behalten sollte. Als Gast in einem fremden Land muss man sich nach den Einheimischen richten, ihre Sitten und Bräuche respektieren und – wie überall im Leben – ohne Vorurteile durch die Welt gehen. Wie heißt es doch so schön in einer chinesischen Weisheit: „Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln“.

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