Ein High School Stipendium für Nova Scotia

Stepin RedaktionGeschätzte Lesezeit 6 min.
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Ein High School Stipendium für Nova Scotia

Lara hat das fünfmonatige Stepin Stipendium für einen High School Aufenthalt gewonnen.

Lara hat sich für unser fünfmonatiges Kanada Stipendium beworben und sich unter zahlreichen Bewerber:innen durchgesetzt. In ihrem ersten Bericht über ihr High School Erlebnis erzählt sie dir, wie ihr Traum Wirklichkeit wurde.

Hallo, ich bin Lara

Ich bin 16 Jahre alt und lebe in einem kleinem Ort in der Nähe von Würzburg. In den letzten Jahren ist mein Wunsch, eine Zeit lang im Ausland zu verbringen, immer größer geworden, sodass ich letztes Jahr im Sommer begonnen habe, mich näher damit zu beschäftigen. Sehr schnell bin ich auf Stepin und das Stipendium für ein Auslandhalbjahr in Nova Scotia aufmerksam geworden. Mich hat der Gedanke nach Kanada zu fliegen und fünf Monate auf der wunderschönen Halbinsel zu verbringen, sofort begeistert.

Vollstipendium? Vollstipendium!

Doch die Kosten für solch ein Abenteuer sind sehr hoch. Also habe ich mich mit wenig Hoffnung auf das Vollstipendium beworben. Dazu zählte unter anderem, ein Video zu drehen, ein Motivationsschreiben zu verfassen und viele andere Dokumente auszufüllen. Es hat mir sogar Spaß gemacht, die Unterlagen zu bearbeiten, obwohl ich wusste, wie gering die Chance auf das Stipendium war. Ich kann dich nur ermutigen, es einfach zu versuchen!

Nach langem Warten erhielt ich dann einen Anruf, dass ich es unter die letzten drei Kandidat:innen geschafft hatte und durfte im November zum Stipendiatentreffen nach Bonn fahren. Ich habe mich unglaublich über diese Einladung gefreut, da mein Traum vom Auslandshalbjahr so viel näher schien.

In Bonn habe ich dann die anderen Bewerber:innen getroffen. Alle waren natürlich nervös. Doch die Stimmung und das Stepin Team haben uns schnell die größte Aufregung genommen, sodass sich alle super verstanden haben und der Druck ein wenig gesunken ist. Der Auswahltag hat mir gut gefallen, doch ich konnte gar nicht einschätzen, ob ich oder jemand anderes das Stipendium bekommen wird.

Yippieh

Also hieß es abwarten… …bis ich ein paar Tage später, am 22. November, als ich von der Schule nach Hause lief, einen Anruf bekam. Ich habe das Stipendium erhalten! Ich freue mich bis heute so sehr darüber und bin unendlich dankbar, dass Stepin mir meinen Traum ermöglicht. Ich bin natürlich überglücklich und mit Tränen in den Augen zu meiner Familie gestürmt, um ihnen die Neuigkeiten zu erzählen. Wieder war ich Kanada einen Schritt näher.

Der Vertragsabschluss, die Bewerbung für eine kanadische Gastfamilie bei der Partnerorganisation NSISP, die Beantragung meines Visums und noch viele andere organisatorische Sachen folgten. Auch an einem Online Vorbereitungsseminar und einem Vorbereitungsprogramm von NSISP habe ich teilgenommen.

Meine Gastfamilie(n)

Am 19. April bekam ich dann meine Gastfamilie. Ich hatte mich sehr gut mit ihnen verstanden und habe mich sehr über mein Placement gefreut. Leider hat mir meine Gastfamilie aus privaten Gründen am 12. Juni abgesagt. Ich war natürlich ein wenig traurig, doch zum Glück wurde mir sofort eine neue Gastfamilie zugeteilt. Meine Gastfamilie besteht nun aus meiner Gastmutter Liane, Gastvater Mike und dem erwachsenen Gastsohn Storm. Zusammen leben sie auf einer Farm in Saulnierville, einem kleinen Ort eine Stunde von Yarmouth entfernt, wo ich auf die Yarmouth Consolidated Memorial High School gehen werde. Yarmouth zählt zu den größeren Städten auf Nova Scotia. Liane ist Busfahrerin und Mike arbeitet im Supermarkt. Nebenbei kümmern sie sich um ihre Pferde, Hühner, Hunde und eine Katze. Besonders schön finde ich auch, dass das Haus in der Nähe vom Meer steht. Ich habe natürlich sofort Kontakt aufgenommen und regelmäßig mit meiner Gastmutter geschrieben. Bisher hat sie sich in unserem E-Mail Kontakt eher kurz gehalten. Deshalb freue ich mich darauf, meine Gastfamilie in wenigen Wochen tatsächlich kennenzulernen.

Zwei sind besser als eine

Seit kurzem weiß ich, dass ich meine Zeit in Kanada zusammen mit Adriana, meiner italienischen Gastschwester, verbringen werde. Ich freue mich sehr darüber, dass ich so viele verschiedenen Erfahrungen mit jemandem in meinem Alter teilen darf. Wir verstehen uns schon sehr gut und schreiben fast täglich miteinander.

Aber warum überhaupt Kanada, Nova Scotia?

Kanada hat mich schon immer fasziniert. Egal ob die Natur mit wunderschönen Landschaften, die interessante Kultur, die verschiedenen Nationalitäten, die freundlichen Menschen, Sport und vieles mehr. Es gibt so viele Sachen zu entdecken. Doch besonders Nova Scotia hat es mir angetan. Die Inselbewohner leben nie mehr als 50 Kilometer vom Meer entfernt und genießen täglich die atemberaubenden Landschaften. Die Provinz ist eher ländlich, bis auf wenige große Städte, wie Halifax, die Hauptstadt. Deshalb werde ich mit dem Bus eine Stunde zur Schule fahren. Das wird neu für mich sein, doch ich bin gespannt darauf, mich an das Leben dort anzupassen.

Ende August geht es los

Letztendlich kann ich es kaum glauben, dass ich bald schon im Flugzeug sitzen werde und mein Auslandhalbjahr beginnen wird. Ich denke jeden Tag daran. An dieser Stelle möchte ich mich auch bei meiner Familie (vor allem bei meiner Schwester) für die Unterstützung, Ermutigung und Hilfe rund um das Auslandshalbjahr bedanken.

Jetzt geht es daran, die Abreise zu planen. Die Vorfreude ist natürlich riesig, aber auch die Nervosität steigt.

Ich melde mich bald wieder!
Deine Lara