6 Monate Neuseeland. 6 Monate ein neues zu Hause. 6 Monate eine neue Schule. 6 Monate Abenteuer. Alexandra hat sich getraut und ist im Sommer 2018 für ein halbes Jahr auf eine High School in Neuseeland gegangen. Wie es ihr in der Zeit ergangen ist, was sie erlebt hat und was sie rückblickend sagt, könnt ihr hier lesen:

Seit fast drei Monaten bin ich nun schon wieder in Deutschland; doch es kommt mir alles immer noch ein wenig fremd vor. Die wunderbare Zeit in Neuseeland ging viel zu schnell vorbei. Ich habe so viel erlebt, so viele tolle Menschen kennengelernt und so viel neues gelernt, dass ich einfach unfassbar dankbar bin, dass ich diesen Schüleraustausch machen durfte. Es waren sechs atemberaubende Monate in einem so wunderbaren Land mit so herzlichen Menschen.

Der Start ins Abenteuer

Nachdem ich mich über ein halbes Jahr so auf Neuseeland gefreut hatte, ging es im Juli 2018 dann endlich los. Mit rund 60 anderen Steppies bin ich von Frankfurt aus Richtung Auckland gestartet und obwohl der Flug wirklich lang war, verging die Zeit total schnell. Wir waren alle aufgeregt: auf das was uns am anderen Ende der Welt erwarten würde, wie unsere Familien sind und ob wir schnell Anschluss finden würden?! Doch schon mit der Ankunft in Auckland und den drei Tagen Orientation waren zumindest die Freundschafts-Bedenken abgelegt: ich habe bereits hier tolle Menschen kennengelernt, die mich mit Sicherheit noch viele Jahre begleiten werden.

Aufbruch in ein neues Leben

Zwei Austauschschülerinnen sitzen mit der Familie und den drei Kids auf dem Sofa
Meine Gastfamilie

Nach den Orientation Days in Auckland, in denen wir viel von der Stadt entdeckt und noch mehr über Land und Leute gelernt haben, ging es endlich in die Gastfamilie. Ich war super aufgeregt und auch überglücklich als ich endlich in Wellington aus dem Flugzeug gestiegen bin. Es war herrlich: Ich bin mit offenen Armen von meiner Gastfamilie empfangen worden und wir haben uns direkt richtig gut verstanden. Es war für meine drei kleinen Gastbrüder natürlich toll, dass sie neben meiner Süd-Koreanischen Gastschwester, nun auch noch eine Deutsche Austauschschülerin hatten. Es war klasse, denn nicht nur ich musste ihnen in den ersten Wochen alle möglichen Fragen über Deutschland beantworten, sondern sie konnten mir auch viele spannende Dinge über Neuseeland erzählen.

Neuseeländische Schule

Schnell kam der erste Schultag… schon wieder aufregend. Und da ich leider noch keine Schuluniform hatte, habe ich mich an diesem ersten Tag sehr unwohl gefühlt. Doch schon am zweiten Tag waren alle Sorgen vorbei. Mit Uniform ging es in den Unterricht und ich habe mich das erste Mal mit »Kiwis« unterhalten. In Fächern wie Fotografie, Textil-Design und Sport im schuleigenen Fitnessstudio, die für uns Deutsche eher exotisch sind, bin ich schnell mit den gastfreundlichen Neuseeländern ins Gespräch gekommen. Außerdem habe ich in der Hockey-Mannschaft der Schule gespielt und einige Turniere bestritten. Diese Mädels sind mir bei allen Trainings, Spielen und Treffen sehr ans Herz gewachsen.

Versammlung der Hockey-Mannschaft auf dem Spielfeld
Meine Hockey-Mannschaft

Reisen durch das neuseeländische Outback

Im September stand die erste Reise an. Die Südinsel-Tour mit dem Schulleiter als Busfahrer und den anderen Internationals aus allen möglichen Ländern. Ich habe jetzt Freunde aus der ganzen Welt, wie Italien, China und Japan. Wir sind bis nach Queenstown gefahren, wo ein Highlight auf mich wartete. Einer meiner größten Träume ging in Erfüllung: aus 4,5 km Höhe aus einem Flugzeug springen. Es war einfach unglaublich. Dieses Gefühl von Freiheit in der einzigartigen Landschaft von Neuseeland. Der Hammer und leider ging es viel zu schnell vorbei!

Tandemsprung mit Blick von unten nach oben in das Gesicht des Sprunglehrers inkl. Flugzeug
Mein Fallschirmsprung: Traumerfüllung

Im Oktober ging es weiter mit einem Nordinsel-Road-Trip. Eine neuseeländische Freundin und ihre Tante haben mich mitgenommen und mir die traumhafte Nordinsel gezeigt. Wir hatten so viel Spaß und haben jeden Tag unseren nächsten Weg geplant. Wir haben alles von Vulkanen, Geysiren und heißen Schwefel-Quellen bis zu Wüsten und Küsten gesehen. Es war eine sehr aufregende Zeit, die ich gegen nichts in der Welt eintauschen möchte. Ein Highlight von diesem Trip war der Sonnenaufgang am East Cape Lighthouse. Wir mussten schon um 4 Uhr aus dem Bett aber es hat sich gelohnt. Ich habe einen der schönsten Sonnenaufgänge am östlichsten Punkt von Neuseeland gesehen. Es war einfach traumhaft.

Sonnenaufgang hinter dem East Cape Leuchtturm an der neuseeländischen Ostküste (Nordinsel)
Sonnenaufgang am East Cape Lighthouse

Time to say Goodbye

In den sechs Monaten sind mir meine Gastfamilie und Freunde unglaublich ans Herz gewachsen. Kurz vor meiner Abreise durfte ich aber noch ein typisch neuseeländisches Weihnachten miterleben. Auch Regen hindert die Kiwis nicht, ihren Grill anzuwerfen und eine Wasserschlacht im Garten zu machen. Es war echt aufregend Weihnachten mal nicht im kalten Deutschland zu verbringen.
Nachdem aber alle Geschenke im Koffer verstaut waren, hieß es Abschied nehmen: mein Rückflug nach Deutschland stand kurz bevor. Neben meiner Familie kamen auch meine besten Freunde mit zum Flughafen. Ich musste einfach weinen, weil ich mein neues Leben in »Down Under« nicht verlassen wollte…

Und jetzt bin ich wie gesagt wieder zurück und blicke nach wie vor mit strahlenden Augen zurück. Ich bin Stepin sehr dankbar, dass sie mich auf meinem Weg ins Ausland begleitet und so vieles möglich gemacht haben.

Daher mein Tipp an euch: Nehmt alle Chancen die ihr bekommt, denn manche Dinge passieren nur ein mal! Und ein Schüleraustausch gehört auf jeden Fall dazu.

Schüleraustausch Neuseland: Mädchen von hinten mit ausgebreiteten Armen und dem Blick auf den endlosen Ozean
Weitblick – über den Pazifik

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