Seit ich klein bin, wollte ich immer ein amerikanisches Weihnachten erleben und irgendwas hat mich immer an den Staaten gereizt. Mir war schon sehr lange klar, dass ich in irgendeiner Art und Weise ein Jahr nach Amerika gehen möchte und als mein Papa dann mit der Idee von einem Auslandsjahr in den USA kam, war ich sofort dabei. Ich habe mich dann auch relativ schnell für Stepin entschieden, da ich mich sofort super wohl gefühlt habe, wie in einer ganz großen Familie.

Nach vielen Überlegungen und Pro & Contra-Listen habe ich dann endlich den Vertrag unterschrieben und im Januar habe ich meine kompletten Unterlagen abgegeben und die Suche nach einer Gastfamilie konnte beginnen. Die folgenden Monate waren pure Vorfreude auf das, was kommen wird, und da ich das USA Classic-Programm hatte, konnte wirklich alles passieren. Die Monate sind vergangen und auf einmal war auch schon August und ich wusste noch nicht, wo genau ich hinkommen würde. Aber während des ganzen Wartens war Stepin immer sehr unterstützend und hat mir die Angst genommen. Und dann, am 16. August, habe ich die großartigen Neuigkeiten bekommen, dass eine Gastfamilie gefunden wurde! Also wurde alles innerhalb von zwei Tagen gepackt und am 19. August ging für mich das Abenteuer in ein komplett neues Leben los.

Mein Staat und meine Gastfamilie

Ich habe in einem Suburb in Oklahoma gelebt, der zu der Hauptstadt Oklahoma City gehörte. Das Stadtzentrum war daher auch nur 15 Minuten von meinem Haus entfernt. Das war natürlich immer super praktisch, da es dadurch eigentlich immer was zu tun gab mit Freunden. Trotz all der Skyscraper, die man Downtown sehen konnte, war das District, in dem ich gelebt habe, sehr familienfreundlich und man hat nichts von der Großstadt mitbekommen, was eigentlich ein perfekter Ausgleich meiner Meinung nach war.

Meine Gastfamilie bestand ganz klassisch aus Mom und Dad, die Mitte 30 waren, und vier kleinen Kindern. Meine älteste Gastschwester war zehn zu dem Zeitpunkt und meine kleinste Gastschwester war drei. Dann gab es noch einen kleinen sechsjährigen Jungen und noch eine fünfjährige Gastschwester. Direkt bei meiner Ankunft hatte jedes der Gastgeschwister ein Plakat für mich gemacht und die Kinder hatten sich so sehr gefreut, da sie schon immer eine große Schwester wollten. Von Tag eins haben wir angefangen »Mensch ärgere dich nicht« zu spielen, was ich aus Deutschland für die Familie mitgebracht hatte. Wir haben teilweise Stunden auf dem Boden im Wohnzimmer verbracht und einfach nur dieses Spiel gespielt.

Meine Gastgeschwister und ich haben viel Zeit miteinander gebracht.

Es war aber auch nie ein Problem für die Familie, wenn ich mich mal zurückgezogen habe. Die Familie und ich haben relativ schnell gemerkt, dass es eigentlich ein »perfect match« war und über die Monate haben mich meine Gasteltern immer mehr an meine Eltern erinnert, da es einfach so viele Ähnlichkeiten gab, dass mein Gastvater gemeint hat, sie wären die amerikanischen Zwillinge von meinen Eltern. Auch als wir über Weihnachten nach Minnesota gereist sind, dem Geburtsort von meinen Gasteltern, hat mich die ganze restliche Familie von beiden Seiten so herzlich aufgenommen und es war eine richtig schöne Weihnachtsstimmung wie daheim. Ich hatte nicht einmal Heimweh, da es einfach keinen Grund dazu gab und ich mir das so lang gewünscht hatte, dass ich einfach nur glücklich sein konnte.

Eine Tradition, die ich mit meiner Gastfamilie hatte, war es jedes Wochenende einen Film aus einer Filmreihe zu schauen. Den neusten Teil dieser Filmreihe haben wir dann immer zusammen im Kino geschaut. Außerdem habe ich den Kindern das Deutsche Nikolaus vorgestellt und am Morgen vom sechsten Dezember hatten alle etwas in ihren geputzten Schuhen. Ich habe es auch sehr geliebt, meiner Gastfamilie traditionelle deutsche Rezepte zu zeigen und dafür haben sie mich zum Beispiel in ein deutsches Restaurant ausgeführt oder zu Aldi gebracht, damit ich etwas von der deutschen Kultur zurückbekomme. Es war eigentlich immer was los bei mir daheim und mir wurde selten mal langweilig oder wenn ich mal traurig war, wusste ich mit wem ich reden kann und die Kinder haben mich auch direkt wieder happy gemacht.

Besonders dadurch, dass meine Gastmama eine selbstständige Fotografin ist, war ich eigentlich fast jedes Wochenende mit auf Photoshoots und habe mega viele coole Erfahrungen gesammelt. Natürlich hatte ich selbst einige Photoshoots alleine oder mit meiner Gastfamilie zusammen, was eine super schöne Erinnerung ist.

Zu Weihnachten haben wir einen Photoshoot mit dem Weihnachtsmann gemacht.

Außerdem hatten wir drei Hunde und eine Katze, was auch immer für Action im Haus gesorgt hat. Die Welpen zum Beispiel haben wir in der Zeit adoptiert, als ich da war und somit hatte ich das Glück, sie aufwachsen zu sehen und habe sie so ins Herz geschlossen. Wenn ich ehrlich bin, war ich vor meinem Auslandsjahr absolut kein Katzenmensch und am Anfang war ich etwas skeptisch der Katze gegenüber. Aber über die Monate habe ich sie richtig ins Herz geschlossen, bis zu dem Punkt, wo ich dann jeden Abend mit ihr im Bett gekuschelt habe. Ich hatte so ein riesiges Glück, was meine Familie anging und ich glaube, eine bessere hätte ich nicht bekommen können. Sie haben wirklich versucht, mir die bestmögliche Erfahrung zu geben, die ich nur hätte haben können. Sie haben mir so viele Traditionen wie möglich gezeigt und wir haben auch einige Staaten zusammen bereist, was uns als Familie nochmal mehr zusammengeschweißt hat.

Meine High School, Freunde und Alltag

Innerhalb des Districts in dem ich gelebt hab, gab es vier High Schools. Ich war auf der Putnam City North High School mit knapp 2.500 Schülern. Das war erstmals sehr überwältigend, da auf meiner Schule in Deutschland nur knapp 300 Schüler sind. Aber meine Beratungslehrerin war sehr unterstützend und ich konnte mich bei allem an sie wenden. Insgesamt musste ich sieben Fächer wählen, davon waren Mathe, US History und Englisch Pflicht. Zusätzlich habe ich mich dann noch für Anatomy, Spanisch, Marketing und Tennis entschieden.

An vielen Schulen ist es so, dass die Sportarten zusätzlich nach der Schule stattgefunden haben, aber an meiner Schule hat es als siebte Stunde gezählt und man konnte dann noch länger bleiben, wenn man wollte. Mir war von Anfang an klar, dass ich Tennis wählen will, da ich es schon seit Jahren in Deutschland spiele und ich dachte, es ist nicht schlecht, etwas Interaktives zu machen, um mehr Leute kennen zu lernen. Das war die absolut beste Entscheidung, die ich hätte machen können, denn ich wurde direkt super herzlich in das Team aufgenommen und dort habe ich auch meine besten Freunde kennengelernt.

Die Schule hat bei mir um 8 Uhr begonnen und ging immer bis 15:10 Uhr. Da mein Schulweg nur 10 Minuten zu Fuß war, bin ich im Sommer viel gelaufen, aber meine Gastmutter hat mir auch angeboten, mich zu fahren, da sie wegen der Kinder immer früh wach war. Ich bin öfters länger als 15:10 geblieben, um noch länger Tennis zu spielen und da das Wetter eigentlich immer gut war in Oklahoma, hat sich das sehr gelohnt. Danach haben mich immer Freunde nach Hause gefahren, wenn meine Gastmutter beschäftigt war, oder wir haben gleich im Anschluss etwas unternommen. Wenn ich dann meistens zwischen 16 und 17 Uhr daheim war, habe ich oft etwas mit den Hunden und den Kindern gespielt und ab und an mit meinen Lieben in Deutschland telefoniert. Meistens habe ich das immer schon auf dem Heimweg von der Schule gemacht, sodass ich dann den Nachmittag noch dort nutzen konnte. 

An meiner High School hatte ich plötzlich viel mehr Mitschüler als auf meiner Schule in Deutschland.

Ich hatte zusätzlich eine Fitnessstudio-Mitgliedschaft und bin dort zwei- bis dreimal die Woche hingegangen, bevor es Abendessen gab. Das gute war, dass ich relativ viel auch zu Fuß erreichen konnte, was nicht gerade typisch für die USA ist, aber für mich super geschickt war und ich dadurch nicht so angewiesen auf meine Gastfamilie war. Während meine Gastmutter immer Dinner gemacht hat, saß ich mit ihr in der Küche und hab mich mit ihr unterhalten, Hausaufgaben gemacht oder mitgeholfen. Wir hatten ein sehr enges und schönes Verhältnis und in meinen Augen ist sie wie eine richtig gute Freundin. Nach dem Dinner haben wir dann alle zusammen aufgeräumt und meistens bin ich dann noch bis um 22 Uhr unterwegs gewesen mit Freunden. Wenn dies aber nicht der Fall war, haben wir als Familie einen Film geschaut oder ich war in meinem Zimmer. Als meine Gastgeschwister dann gegen 21 Uhr ins Bett mussten, haben wir jeden Abend zusammen gebetet. Dadurch dass die Schule auch immer später angefangen hat als in Deutschland, konnte ich auch länger wach bleiben und habe öfters mal mit Freunden gefacetimed, wenn sie gerade aufgestanden sind für die Schule und es bei mir gerade einmal Abend war. Oder ich habe mich mit meinen zwei anderen Freundinnen ausgetauscht, die auch beide ein Auslandsjahr zu diesem Zeitpunkt gemacht haben.

Dadurch, dass an meiner Schule nur zwei weitere Gastschülerinnen waren, hatte ich eigentlich nur einheimische Freunde, was so seine Vor- und Nachteile hatte. Auf der einen Seite hätte ich mir oft gewünscht, mehr Gastschüler an meiner Schule zu haben, da sie einen einfach besser verstehen können und es besonders in der ersten Schulwoche etwas einsam war. Allerdings bin ich auf der anderen Seite sehr froh, dass es nicht so viele gab, da ich dadurch viel eigenständiger war und ich mir selbst etwas aufbauen musste. Zudem hat es viele Vorteile, einheimische Freunde zu haben, da diese meist schon Autos haben, wodurch es viel einfacher ist, etwas gemeinsam zu unternehmen. Vor allem glaube ich, dass ich nie so viel über die Kultur und das Land gelernt hätte, wenn ich nur mit Gastschülern befreundet gewesen wäre. Was ich aber trotzdem toll fand, war das Austauschschüler-Treffen mit allen, die meine Koordinatorin vor Ort betreut hat. Ich wusste nicht einmal, dass es noch so viele andere Austauschschüler in meiner Umgebung gab, bis meine Koordinatorin auf einmal einen Gruppenchat gemacht hat für ein Treffen.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich den Tag sehr genossen haben. Wir waren insgesamt knapp 15 Austauschschüler aus ganz vielen Ländern, darunter auch eine Deutsche. Es gab so viel zu erzählen und zu reden an dem Tag, dass uns gleich klar war, dass das nicht reichen wird und wir uns nochmal wann anders treffen müssen. Die andern haben alle nicht direkt in Oklahoma City gewohnt, sondern meist eine halbe Stunde bis zu einer Stunde entfernt. Daher war es nicht so oft möglich, sich zu treffen, aber trotzdem haben wir uns jedes Mal so gefreut, wenn es wieder soweit war. Ich fand, dass das der perfekt Ausgleich war, denn in meinem normalen Alltag war ich eigentlich nur mit Einheimischen unterwegs. Deswegen war es schön, sich ab und an mit Schülern auszutauschen, die genau in der gleichen Situation waren.

Sprache & Kultur

Für mich persönlich war die Sprache nie ein Thema oder ein Grund, weshalb ich das Auslandsjahr machen wollte. Ich bin bilingual aufgewachsen und dadurch war es keine Herausforderung oder eine meiner Sorgen, mich nicht verständigen zu können. Das heißt aber nicht, dass man nur ein Auslandsjahr machen kann, wenn man schon super Englisch sprechen kann. An meiner Highschool waren zwei andere Austauschschüler, die auch kein perfektes Englisch konnten, aber genau dadurch lernt man und wächst man nur mehr. Und auch für mich war es nicht immer ein Zuckerschlecken, denn am Anfang war es gar nicht so einfach wie gedacht, sich einfach im Unterricht zu melden, aus Angst etwas falsch auszusprechen.

Aber im Endeffekt ist das überhaupt nicht schlimm, denn meine Lehrer wussten zum Beispiel alle, dass ich eine Austauschschülerin bin und sie haben mir von vorne rein gesagt, dass ich mich bei Verständnisproblemen immer an sie wenden kann. Außerdem fanden es die meisten eher cool, dass ich aus Deutschland kam und haben nicht wirklich darauf geachtet, wie genau ich spreche, sondern mich viel mehr mit Fragen bombardiert. Natürlich haben auch manche ab und an aus Spaß etwas lachen müssen, wenn ich etwas falsch ausgesprochen habe, aber dann habe ich mir einfach immer gedacht, dass sie lachen können so viel sie wollen, denn wenigstens kann ich eine zweite Sprache sprechen. Es ist dort nämlich nicht gerade typisch, eine zweite Sprache fließend zu beherrschen, wenn man nicht gerade andere Wurzeln hat. 

Meine Gastfamilie und ich waren ein »perfect match«.

Und glaubt es mir, mit der Zeit wird alles einfacher, man wird selbstbewusster und man fängt an sich immer mehr und öfter zu melden und besonders im »Slang« hat sich bei mir von Beginn bis zum Ende des Auslandjahres viel getan. Dadurch dass man viel Zeit mit Leuten in seinem Alter verbringt, eignet man sich nach einiger Zeit die Redeweise an und bei mir war es der Fall, dass ich irgendwann akzentfrei gesprochen habe und zum Beispiel gar nicht mehr an der Kasse darauf angesprochen wurde, woher ich denn kommen würde. Ich persönlich hatte einen viel größeren Schock, mich wieder an die deutsche Kultur zu gewöhnen, als an die amerikanische. Durch die ganzen Filme und Serien wusste ich bereits, was mich grob erwartet und dadurch war die Eingewöhnung nicht allzu schwer. Aber trotzdem gab es immer wieder neue Aspekte, die mir von meiner Gastfamilie gezeigt wurden und mir wurden so viele neue Dinge ermöglicht, wie z.B. Schneemobil fahren oder ein Wochenend-Trip mit meiner Gastmom nach Washington DC. Aber auch meine Freunde waren super toll und wir haben irgendwann die Tradition entwickelt, jeden Freitag eine neue amerikanische Tradition gemeinsam auszuprobieren. Wir waren zum Beispiel Bowlen, Rollerskaten, wir haben ein gemeinsames Friendsgiving gefeiert, wir sind in Diners gegangen, waren Topgolf spielen und vieles mehr. 

Natürlich war dort nicht alles besser und schöner, zum Beispiel fand ich es am Anfang sehr schockierend, wie wenig frisches Obst und Gemüse dort gegessen wird und allgemein, wie viel fettiger dort alles ist. Aber auch darüber kann man reden und da ich sowie so immer von meinen Gasteltern gefragt wurde, was ich gerne aus dem Supermarkt hätte, habe ich mir dann immer etwas mehr Frisches gewünscht. Mir war aber klar, dass ich auch nicht komplett auf alles verzichten kann und will, denn immerhin mache ich nur ein Auslandsjahr und das wollte ich dann auch genießen und einfach so viel wie möglich mitnehmen. Daher habe ich dann die etwas ungesündere Ernährung mit Sport kompensiert. Allgemein sollte man sich darüber nicht zu viele Gedanken machen, denn als ich wieder nach Deutschland kam, haben sich nach einigen Woche die übrigen Kilos schon wieder abgebaut, da man in Deutschland ganz anders isst als in den Staaten.

Schlusswort

Ein Auslandsjahr ist etwas so wertvolles und faszinierendes. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man das erst wirklich verstehen kann, wenn man den Schritt gewagt hat. Ich könnte noch zehn weitere Seiten schreiben, denn jedes Mal, wenn ich anfange, davon zu erzählen, werde ich so begeistert, dass ich gar nicht mehr aufhören kann. Und ich wünsche jedem, der die Chance hat, ein Auslandsjahr zu machen, es auch zu tun und es in vollen Zügen zu genießen. Ich habe über mich selbst so viel gelernt, ohne es wirklich zu merken und erst jetzt, wo ich zurück gekommen bin, fällt mir auf, wie und in welchen Aspekten ich mich verändert habe. Ich bin gewachsen, eigenständig geworden, selbstbewusst geworden, ich weiß, was ich im Leben erreichen will. Außerdem hat das Auslandsjahr in mir nur noch mehr die Reiselust erweckt. Wenn ich könnte, würde ich sofort die Zeit zurückdrehen und wieder dort sein oder direkt noch ein Jahr hintendran hängen.

Ich habe wirklich alles gemacht, was ich nur hätte machen können, und das ist auch das, was ich jedem einzelnen von euch ans Herz lege. Sagt »ja«, wenn eure Freunde euch fragen, ob ihr etwas unternehmen möchtet, sagt »ja« zum Schulball, sagt »ja« dazu, mal die Kirche mit eurer Gastfamilie zu besuchen, sagt »ja« dazu, einem Sportclub beizutreten, traut euch, auf Leute zu zugehen und sie anzusprechen, traut euch Neues auszuprobieren, denn dort ist jeder Tag auf seine eigene Art und Weise neu.

In den USA habe ich ein zweites Zuhause gefunden.

Es wird nicht immer das perfekte Auslandsjahr sein, wie es vielleicht bei anderen scheint, aber ich kann euch garantieren, dass es bei ihnen auch nicht immer perfekt ist. Denn jeder muss mit etwas anderem kämpfen, was für die einen schwieriger ist als für die anderen, aber genau an den unschönen Dingen werdet ihr auch wachsen. Lebt dort im hier und jetzt, kümmert euch nicht zu sehr um den Streit, der gerade in Deutschland abgeht mit einer Freundin von euch, denn damit könnt ihr euch beschäftigen, wenn ihr wieder dort seid. 

Aber jetzt habt ihr diese unglaubliche Chance vor euch, die ihr auch nutzen solltet und auf keinen Fall etwas verpassen und später bereuen solltet. Denn eigentlich kann man dort nur das bereuen, was man nicht getan hat. Diese Denkweise hat mich so viel weiter gebracht, denn ich hab für mich selbst gelebt und jede Sekunde in vollen Zügen genossen, sogar den Alltag, denn glaubt mir, den werdet ihr auch vermissen, wenn ihr zurück in Deutschland seid. Da ich jeden Tag genutzt habe und so dankbar für diese Gelegenheit war, hatte ich ungelogen nie Heimweh. Klar, ich musste mal weinen, wenn was nicht so schön war und es gab Tage, da wollte ich einfach mit meiner Mama sein, aber Heimweh hatte ich nicht. Mein Auslandsjahr war einfach zu schön, um es mir davon kaputt machen zu lassen. Heimweh hatte ich dann eigentlich erst, als ich nach Hause kam, was eigentlich sehr ironisch ist. Aber ich habe eben in den USA ein zweites Zuhause gefunden und eine zweite Familie und eine zweite beste Freundin. Und da ich wusste, dass ich dieses Leben dort nicht mehr so schnell haben werde, wie mein Leben hier in Deutschland, war das um einiges schwerer für mich. 

Aber natürlich war ich auch happy wieder hier bei meinen Lieben zu sein und irgendwann habe ich realisiert, dass nur weil ich gerade nicht in Oklahoma bin, das nicht heißen muss, dass es nicht mehr mein Zuhause ist. Denn Oklahoma City wird immer der Ort für mich sein, wo ich eine zweite Familie gefunden habe, wo ich neue Menschen von überall auf der Welt kennenlernen durfte und unglaublich viele neue Dinge erleben durfte.

Eure Antonia


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