Mein Name ist Christina. Als ich mich entschieden habe, ein Auslandsjahr zu machen, wusste ich zunächst noch nicht, wo ich hinwollte. Ich habe mit verschiedenen Organisationen geredet und auch erzählt, dass ich Hockey spiele und wurde dann schließlich auf Irland hingewiesen, da dies eine Hockeynation ist und die Iren außerdem unheimlich herzliche Menschen sind. So entschied ich mich schließlich für ein Auslandsjahr in Irland und habe diesen Entschluss auch nie bereut.

Als ich den Vertrag schließlich bei Stepin unterschrieben hatte, hatte man es noch nicht richtig realisiert, dass es schon in ein paar Monaten ins Ausland gehen würde. Aber die Zeit verflog wie im Flug und als ich schließlich in Irland ankam, war es ein unbeschreiblich tolles Gefühl. Ich wusste, dass ich eine richtig tolle Zeit erleben würde.

Meine Gastfamilie lebte im County Galway in einer kleinen Stadt namens Tuam mit 8700 Einwohnern, aber auch da nochmal außerhalb, in einem noch kleineren Ort namens Belclare. Ich war mitten auf dem Land und man konnte nur ab und zu ein Haus sehen. Es gab mehr Schafe und Kühe als Menschen. Es war eine Veränderung, nicht in der Stadt zu leben und überall in ein paar Minuten zu sein, aber es war eine schöne Erfahrung und ich würde auch immer wieder gerne auf dem Land leben. Meine Gastfamilie war super nett und ich habe mich sehr gut mit ihnen verstanden. Das einzige Problem war, dass meine Gastmutter sehr viel arbeiten musste und wir deshalb nicht so viel gemeinsam unternommen haben und ich sie so nicht sehr oft sehen konnte. Es aber war trotzdem super, da wir uns viel unterhalten haben und sie immer für mich da waren.

Meine Gastfamilie bestand aus meiner Gastmutter und meinem Gastvater, zwei irischen Gastbrüdern und einer italienischen Gastschwester, mit der ich mich super verstanden habe, welche aber nur 4 Monate geblieben ist. Nach den Winterferien ist aber eine neue italienische Gastschwester gekommen.

In der Schule haben wir viele verschiedene Workshops gemacht.


Meine Schule war eine reine Mädchenschule, was erstmal komisch war, aber man hatte sich schnell daran gewöhnt. Ich war in einem speziellen Jahr, was Transition Year (TY) genannt wird. Es ist die vierte Klasse in der weiterführenden Schule und alle Schülerinnen sind 16 und 17, nur ich war die einzige 14-Jährige, was keiner glauben konnte. Es war ein Übergangsjahr, welches man freiwillig machen konnte. Es hieß, dass wir für die Leaving Certs (die irischen Abschlussprüfungen) vorbereitet wurden, was aber eher nicht so war. Wir haben viel mehr praktische Sachen gemacht, die viel Spaß gemacht haben; es war kein richtiger Unterricht außer in Mathe, Englisch, Deutsch/Französisch und für die Iren Irisch. Wir haben zum Beispiel an vielen Wettbewerben teilgenommen. Außerdem hatten wir nur montags bis donnerstags Schule, denn freitags ist jemand zu uns in die Schule gekommen und hat einen Vortag gehalten oder einen Workshop mit uns gemacht. Wir hatten aber auch drei Mal im Jahr für vier bis sechs Wochen jeden Freitag ein Praktikum. Ich habe keine Freizeitangebote belegt, da nicht so viele zur Auswahl standen. Ein paar habe ich ausprobiert, wie zum Beispiel Rugby, was dann aber doch nicht so das richtige für mich war. Das wurde aber auch durch die vielen Aktivitäten, die ich im TY gemacht habe, wettgemacht.

Mein Schulweg war länger, da ich mit dem Schulbus fahren musste. Er holte mich und meine Gastschwester jeden Morgen um halb acht ab und wir kamen dann an der Schule um viertel nach acht an. Wir hatten dann noch eine dreiviertel Stunde Zeit bis Unterrichtsbeginn, was aber nicht so schlimm war, da auch schon andere aus meiner Klasse da waren und man sich viel unterhalten konnte. Nachmittags war ich dann wieder gegen fünf zu Hause.

Ich hatte viele Iren aber auch Austauschschüler als Freunde und hab auch immer noch Kontakt mit ihnen. Eine Austauschschülerin lebte in einer Kleinstadt in der Nähe von Dublin, die ich bei der Dublin-Orientation kennengelernt habe. Diese habe ich dann immer in den Ferien besucht und sie mich. Es ist gut, sich mit anderen Austauschschülern bei der Orientation anzufreunden, da du sie dann besuchen kannst und mehr vom Land siehst.

Hier bin ich in meiner Schuluniform.

Viele haben gesagt, dass die Iren einen sehr starken Akzent hätten, welchen ich aber gar nicht so schlimm zu verstehen fand und nur manchmal nachfragen musste, was sie gerade gesagt hatten.

Mein schönstes Erlebnis in Irland war Silvester, da ganz kurzfristig ein paar Austauschschüler zu uns rübergekommen sind und wir dann alle zusammen feiern konnten. Mein schwierigster Moment war, als die Schulen wegen Corona geschlossen wurden und wir nur noch zuhause sitzen konnten. Man wollte dann in dieser Situation nur noch nach Hause, weswegen ich auch meinen Aufenthalt leider früher beendet habe.
Ich habe mich in Irland sehr verändert, ich bin sehr viel selbstbewusster und noch offener geworden, wenn es heißt, neue Leute kennenzulernen.

Ich rate dir, dass du, wenn du die Möglichkeit hast, Ausflüge zu machen oder in eine AG oder einem Sportclub beizutreten, diese Möglichkeiten ergreifen solltest. Dadurch lernst du nochmal richtig tolle Leute kennen und erlebst auch noch viel mehr.

Wenn ich jetzt zurückblicke, denke ich mir, dass es mein bestes Jahr war und ich viele der schönsten Erinnerungen dort gesammelt habe.


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