Auch in einem Auslandsjahr läuft nicht immer alles wie geplant. Das hat Meike vor allem während des Urlaubs mit ihrer Gastfamilie in Cape Breton, Kanada, gemerkt. Warum sie so beeindruckt davon war, wie ihre Gasteltern mit unerwarteten Herausforderungen umgegangen ist, das erzählt sie uns in unserer Jubiläumsreihe »25 Auslandsmomente«.

Ich bin Meike, 21 Jahre alt, und habe 2017/18 ein Auslandjahr in Nova Scotia / Kanada verbracht. Ich möchte euch einen kleinen Einblick in einen meiner absoluten Lieblingsmomente geben.

Im Mai 2018 bin ich mit meiner Gastfamilie (Gastmutter und Gastvater) und meiner türkischen Gastschwester für fünf Tage nach Cape Breton gefahren. Wir haben das Auto mit unseren Sachen vollgepackt und haben in den Anhänger die ATVs (Quads) meiner Gasteltern gestaut. Dann ging es auch schon auf große Fahrt zu den Ferienhäusern. Als wir nach circa sechs Stunden Fahrt angekommen sind, haben wir die Freunde unserer Gastfamilie gesehen, mit denen wir den Urlaub im Voraus geplant hatten. Somit waren wir tatsächlich eine kleine Reisegruppe mit neun Quads.

Meine Gastschwester und ich haben schnell angefangen, alles auszupacken, weil wir unbedingt die Gegend erkunden wollten. Wir haben uns dick angezogen, weil es abends in den Bergen noch sehr kalt geworden ist. Vereinzelt lag auch noch etwas Schnee in den Bergen. Als alle dick angezogen waren und abfahrbereit waren, habe ich mich hinter meiner Gastmutter auf das ATV geschwungen und dann ging es auch schon los. Zur späten Abendsonne haben wir es noch zu einem kleinen Aussichtspunkt geschafft. Man konnte kilometerweit in die Ferne blicken. Das war echt eine unglaubliche Stimmung, wofür ich keine Worte gefunden habe.

Am nächsten Tag sind wir früh aufgestanden, damit wir unseren Proviant für den Tag vorbereiten konnten. Einen kleinen Grill haben wir vorne auf die Gepäckbox geschnürt, für ein leckeres Mittagessen im Wald. An dem Tag waren wir 11 Stunden unterwegs und der Guide hat uns durch die Tiefen der Wälder geführt. Bergauf, bergab, über Straßen oder mitten durch den Wald durch. Zum Mittagessen gab es dann Bratwurst vom Grill und ein paar Snacks für Zwischendurch. Einfach, aber sehr lecker!

Die anderen Tage verliefen ähnlich. Einen Tag hatten wir Regen und 14°C und an einem anderen Tag hatten wir strahlenden Sonnenschein und 21°C. Aber das Wetter konnte uns nicht aufhalten und Klamotten für jedes Wetter hatten wir auch immer mit dabei. Wir waren für alle Eventualitäten ausgerüstet. Sogar, als uns ein umgestürzter Baum im Wald den Weg versperrt hat. Einer der Freunde hatte eine kleine Elektrosäge mit dabei und konnte damit den Baum kurzerhand halbieren und aus dem Weg schaffen. Fand ich sehr faszinierend!

Aber nicht nur für den Fall waren wir gut ausgestattet. Eines der ATV hatte ein elektronisches Problem mit der Batterie und wollte nach unseren Pausen nicht mehr anspringen. Auch das konnte uns den Trip nicht kaputt machen, denn auch dafür ist uns immer wieder eine Lösung eingefallen.

Diese 5 Tage sind unfassbar schnell vorbeigegangen und ich bin wirklich sehr dankbar, dass meine Gastfamilie diesen Ausflug mit uns gemacht hat. Abschließend und natürlich auch rückblickend möchte ich einmal sagen, dass mich dieser Ausflug sehr beeindruckt hat, aber auch hat lernen lassen. Jeder Tag war ein neues Abenteuer und nichts konnte uns daran hindern, es zu genießen. Dieser offene Lebensstil hat mich über die zehn Monate, die ich da war, sehr beeindruckt. Hätte man mich im Vorfeld gefragt, was man für so einen Urlaub mitnehmen muss, wäre mir wahrscheinlich die Säge als letztes eingefallen.

Ich möchte jedem empfehlen, ins Ausland zu gehen, der die Möglichkeit hat. Es ist eine unvergessliche Erfahrung und man findet Freunde fürs Leben. Ich habe nur einen kleinen Teil hier mit euch geteilt, aber das ist der Moment gewesen, an dem ich gemerkt habe, dass Kanada mein zweites Zuhause geworden ist.

Ich hoffe, dass ihr auch ein zweites Zuhause finden werdet, wo auch immer das sein mag.

Eure Meike


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