Warum ich mich für ein Auslandsjahr in den USA entschieden habe? Das ist ziemlich einfach zu beantworten: die Offenheit und positive Ausstrahlung der Amerikaner, die vielfältige Kultur, die vielen Traditionen, das High School-Leben. Und noch vieles mehr!  

In den USA hatte ich die Möglichkeit, Erinnerungen fürs Leben zu machen, mit wundervollen Menschen, die ich ohne mein Auslandsjahr nie kennengelernt hätte. 

Anders, aber toll 

In den USA zu leben war schon immer mein größter Traum. Natürlich hatte ich deswegen auch schon gewisse Vorstellungen und Erwartungen, vor allem, weil ich davor noch nie die Möglichkeit hatte, die USA zu besuchen. 

Als ich dann in den USA ankam und es nicht zu 100% meinen Vorstellungen entsprach, war es erstmal schwer für mich, damit umzugehen. Oft stellte sich mir die Frage: »Bin ich hier überhaupt richtig?«. 

Auch wenn das Auslandsjahr in den USA mein größter Traum war, war das Eingewöhnen erstmal schwierig.

Diese Frage kann ich mittlerweile zu 100% mit JA beantworten. Das amerikanische Leben ist anders als das deutsche und für manche Austauschschüler dauert es etwas länger, sich an das Leben im Gastland zu gewöhnen. 

Ich persönlich habe sehr lange gebraucht, um zu verstehen, dass sowohl mein deutsches Leben als auch mein amerikanisches auf ihre eigene Art toll sind. 

Wenn fremde Menschen zu deiner zweiten Familie werden 

Meine Gastfamilie war ein sehr wichtiger Teil meines Auslandsjahres, wenn nicht sogar der wichtigste. Doch bis ich meine Gastfamilie dann endlich treffen konnte, ist gefühlt eine halbe Ewigkeit vergangen. Beim ersten Treffen war die Freude dafür umso größer und ich habe mich direkt willkommen gefühlt. 

In den ersten Wochen mussten sich alle erstmal an die neue Situation gewöhnen, aber ich habe mich sehr schnell in das Familienleben eingefunden und meine Gastfamilie hat mich von Anfang an wie ein richtiges Familienmitglied behandelt. 

Meine Gastfamilie bestand aus meinen beiden Gasteltern, meiner 18-jährigen Gastschwester und noch zwei weiteren Gastschwestern, die aber schon ausgezogen waren. 

Zum Vorteil für mich war, dass meine 18-jährige Gastschwester dieselbe High School wie ich besuchte. Vor allem am Anfang war das sehr praktisch, denn sie konnte mir alles an meiner High School zeigen und erklären. 

Viele Dinge, die für die Amerikaner ganz alltäglich waren, fand ich total außergewöhnlich.

Das »driving age« in den USA ist 16, deswegen bin ich mit meiner Gastschwester sehr oft einfach nur rumgefahren und wir haben Musik gehört oder haben uns Iced Coffee geholt. 

Solche kleinen und – für Amerikaner – normalen und alltäglichen Dinge haben mich immer sehr glücklich gemacht, da es einfach komplett anders war als das, was ich mit meinen deutschen Freunden unternommen habe. 

Meine Gastfamilie hat einfach perfekt zu mir gepasst, wir haben viele Hobbies und Interessen geteilt. Natürlich war meine Gastfamilie nicht eins zu eins identisch zu meiner richtigen Familie und ich musste mich an viele Familientraditionen und -regeln erstmal gewöhnen. 

Als Austauschschüler gibt es viele Situationen, die erstmal neu und überfordernd sind. Aus diesen Situationen lernt man. Nach einer Zeit wird das Neue zur Gewohnheit und man kann es sich gar nicht mehr anders vorstellen. Und das Zusammenleben mit Menschen, die mit der Zeit von Fremden zu den wichtigsten Menschen deines Auslandsjahres werden, ist definitiv so eine Situation. 

Das neue, alte Leben in Deutschland 

Für mich ging es im März durch Corona ziemlich unerwartet und plötzlich wieder zurück nach Deutschland. Zum einen hatte ich mich unglaublich gefreut, meine Familie nach sieben Monaten wiederzusehen. Doch mein zweites Zuhause zu verlassen war schwerer als gedacht. Eigentlich hatte ich noch drei Monate und so viele Erfahrungen vor mir. Die Prom, einen Trip nach Chicago, die Graduation. 

Ende März trat ich dann also meinen Heimweg an. Als ich nach langem Flug dann endlich in Frankfurt landete und meine Familie wieder in die Arme schließen konnte, war Amerika für einen kurzen Moment vergessen. Doch kaum als ich zu Hause war und meinen Koffer ausgepackt habe, habe ich mich unwohl gefühlt. Unwohl in meinem eigenen Zuhause. 

Die Zeit im Ausland hat mich persönlich sehr verändert. Ich bin reifer geworden, habe mehr Erfahrungen gesammelt und ein anderes Leben am anderen Ende der Welt aufgebaut. 

Meine Zeit in den USA hat mich sehr geprägt.

Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern als ich das erste Mal wieder in einem deutschen Supermarkt war. Die Menschen, die Sprache und eigentlich alles war auf einmal wieder so anders als in den USA. Ich war komplett überfordert mit der Situation und habe erstmal angefangen zu weinen. Das klingt dramatischer als es eigentlich war, denn es ist völlig normal, sich erstmal falsch im eigenen Zuhause zu fühlen.  

Doch auch wie in den ersten paar Wochen im Gastland gewöhnt man sich an alles wieder. Mittlerweile bin ich schon seit über 5 Monaten wieder zurück in Deutschland und alles ist wieder »normal«. Zumindest habe ich mich hier wieder eingelebt und bin glücklich. 

Ich und mein Leben in Deutschland wird nie wieder so sein, wie es vor meinem Auslandsjahr war. Die Zeit verändert Menschen und die Zeit im Ausland tut dies definitiv ins Positive. 

Meine sieben Monate in den USA waren auf jeden Fall eine sehr aufregende und unvergessliche Zeit. Ich bin so dankbar, dass meine Eltern und Großeltern es mir ermöglicht haben, meinen größten Traum zu leben. Diese Zeit war auf jeden Fall eine Erfahrung fürs Leben! 

Eure Lisa


Wie fandest du unseren Artikel?


Vorheriger ArtikelMein Schuljahr in Irland
Nächster ArtikelDas aufregendste Abenteuer meines Lebens
Wir von Stepin haben seit unserer Gründung tausenden jungen Menschen den Traum vom Auslandsaufenthalt erfüllt. Als erfahrener Reisespezialist sorgen wir dafür, dass du mit einem sicheren Gefühl in deine High School-Zeit starten kannst.

HINTERLASSE EINEN KOMMENTAR

Please enter your comment!
Please enter your name here