Hello and welcome back zu meinem finalen Bericht, bei dem ich euch ein allerletztes Mal vom Jahr meines Lebens berichten darf, also lasst uns mit einer kleinen Zeitreise zurück in mein Auslandsjahr in den USA beginnen…

Das letzte Mal, als ihr von mir gehört habt, hatte ich noch circa fünf Wochen meines Auslandsjahres vor mir und ich kann wirklich sagen, dass ich diese Zeit in vollen Zügen genossen habe.

Ich war an meiner Schule zwar offiziell ein 11.-Klässler, allerdings durfte ich der Erfahrung wegen alle Vorzüge des Lebens eines 12.-Klässlers, wie den »Senior Trip« und natürlich die »Graduation« miterleben. Beim »Senior Trip« ist der gesamte Jahrgang auf einen Ausflug gegangen, der in unserem Fall aus Shopping und einem Escape Room bestand. Dieses Erlebnis hat uns als Jahrgang nochmal enger zusammengebracht und da die meisten meiner Freunde sowieso Seniors waren, habe ich mich super »mitgenommen« gefühlt.

Das war unsere Gruppe im Escape Room, bei dem wir bei unserem letzten Ausflug als Seniors waren.

Ein weiteres aufregendes Erlebnis war der »Pride Day«, an dem wir keine richtige Schule hatten, sondern in unserer Sporthalle versammelt Gruppenspiele gespielt und Reden angehört haben. An diesem Tag wurde ich gebeten, eine Präsentation über Deutschland zu halten, und so stand ich dann schließlich vor Aufregung zitternd vor ungefähr 200 Leuten, aber im Endeffekt ist alles gut gegangen.

Der letzte Stopp meiner Laufbahn an einer amerikanischen High School war dann »Graduation«, also die Abschlusszeremonie. Dafür haben wir unsere typisch amerikanischen Caps verziert und sind dann alle in langen schwarzen Gewändern in die Sporthalle gegangen, wo unsere Eltern darauf gewartet haben, uns beim Abschluss dieses Lebensabschnitts zu begleiten. Als alle ihr Diplom hatten, haben wir uns draußen aufgereiht, um Mitschüler und Lehrer noch ein letztes Mal zu umarmen und Glückwünsche entgegenzunehmen.

Graduation war ein absolutes Highlight, denn was gibt es, das mehr an amerikanische High Schools erinnert als die typischen Kappen?

Anschließend ging es für mich zu den »Graduation Parties« meiner Freunde, hinein in eine lange, unvergessliche Nacht. Nachdem auch dieser Punkt auf meiner »Bucket List« abgehakt war, stand der Abschied vor der Tür und ich habe wirklich jede Minute mit Freunden und meiner Familie genutzt. Für meinen letzten Abend in meinem zweiten Zuhause habe ich dann eine Abschiedsfeier organisiert, um all die Menschen, die ich so liebgewonnen hatte, noch ein letztes Mal zu sehen. Obwohl es ein super schöner Abend war, war es irgendwann so weit, und ich musste mich verabschieden.

Hätte mir vor 10 Monaten jemand gesagt, dass Wisconsin für mich zu einem Ort werden wird, an dem Fremde zu Familie und ein Haus zu einem Zuhause wird, das ich nicht mehr verlassen wollen würde, hätte ich mir das wahre Ausmaß nicht vorstellen können. So gut ich auch auf mein Auslandsjahr vorbereitet war, für diesen Moment war ich absolut nicht bereit. Nachdem ich mich von meinen Lieblingsamerikanern verabschiedet hatte, ist am nächsten Abend meine Mutter in Wisconsin angekommen, was die Situation wirklich leichter gemacht hat. Nachdem sie meine engsten Freunde und meine Gastfamilie kennengelernt hatte, stand mir der schwerste Abschied bevor: der von meiner Familie und der von den Freunden, die zu Familie geworden sind. Nachdem auch das geschafft war, haben meine Mutter und ich noch für drei Wochen die USA bereist, bevor es endgültig nach Hause ging.

Mein allerletztes High School Game, bei dem ich war.

Zu  Hause in Deutschland angekommen, wurde ich von meiner Familie mit einer »Welcome Back Party« überrascht und es war wirklich schön, alle wieder umarmen zu können.

Und nun? Nun ist das Jahr meines Lebens endgültig vorbei und ich versuche, mich wieder in Deutschland einzugewöhnen. Es ist doch ein ganz anderes Leben und ich vermisse meine Gastfamilie, meine Freunde und all die kleinen Momente mehr als erwartet. Natürlich kann man immer zurück, aber im Endeffekt werde ich nie wieder das Leben zurückbekommen, das ich so lieben gelernt habe.

Auf meiner Abschiedsfeier wurden nochmal ganz ganz viele Erinnerungsfotos gemacht.

Da dies nun mein letzter Bericht war, möchte ich mich bedanken — bei Stepin, die mir dieses wundervolle Abenteuer ermöglicht haben, und bei allen, die meine Berichte gelesen haben. Ich hoffe, ich konnte vielleicht die ein oder andere Person bei der Auslands-Entscheidung unterstützen und wünsche allen, die dieses Jahr die Reise antreten, die Zeit eures Lebens.

Eure Emmy


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