Top 10 der ausgefallensten Gastro-Tipps für London

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Unsere ehemalige Teilnehmerin Malina ist ein echter »Foodie« und probiert sich mit Leidenschaft durch das Angebot aller möglichen Gastrokonzepte. Von ausgefallenen High-End Restaurants bis hin zum Low-Budget-Straßenstand ist erstmal alles interessant – und zwar weltweit. Nach Manhattan und Brooklyn nimmt sie dieses Mal die hippen Viertel und kulinarischen Highlights einer anderen Metropole genauer unter die Lupe – es geht nach London!

Das Auge isst mit

Essen macht mir einfach Spaß. Das muss ich ganz ehrlich zugeben. Und am besten schmeckt nicht nur das Essen extrem gut, sondern die Umgebung ist auch noch ästhetisch – das Auge isst schließlich mit. Da zählt bei mir nicht nur die Kreation, die mir serviert wird, sondern auch das Ambiente des Lokals. Das mag nun klingen, als würde ich nur in die teuersten Restaurants gehen. Tatsächlich stimmt das aber nicht.

Abgesehen davon, dass ich mein Reisebudget meistens klein halte, mag ich einfach interessante Gastrokonzepte, die mit viel Charme und Freude umgesetzt werden. London strotzt nur so von solchen Ess-Erlebnissen und hat meine Erwartungen teilweise sogar übertroffen. Ein paar Enttäuschungen waren auch dabei, aber einige Lokale haben sich ganz klar als meine Favoriten herauskristallisiert. Langweilig wird das Schlemmen hier auf jeden Fall nie!

Preiskategorien: € = günstig // €€ = noch im Rahmen // €€€ = sprengt das Budget

1. Cereal Killer – Das hippe Cornflakes Paradies

www.cerealkillercafe.co.uk (€€)

Ich liebe Müsli! Cornflakes, nur her damit. Somit besitzt diese Frühstücksbar natürlich schon mal die perfekten Voraussetzungen.

Große Müsli-Auswahl im Cereal Killer CaféTatsächlich kann man sein Müsli aus dreißig verschiedenen Arten Milch und zwanzig verschiedenen Einlagen selbst zusammenstellen. Für den Konsum Zuhause kann man aus 120 Sorten Cornflakes auswählen.

Das kleine Lokal ist zugepflastert mit Müslipackungs-Sammlerstücken aus den 80ern und 90ern. Als Müsli-Liebhaberin bin ich hier also in bester Gesellschaft. Die Keery Zwillinge haben sich diesen Traum erfüllt und vermarkten ihn ebenso brilliant. Im Untergeschoss kann man seine Schüssel auf einem Bett sitzend leer futtern und dabei alte Serien schauen. 1998 ich komme.

2. Behesht

www.behesht.co.uk (€)

Das Behesht ist nicht gerade um die Ecke, denn das persische Restaurant befindet sich außerhalb der Innenstadt im Osten Londons. Ich hatte von dem Lokal gehört und beschloss, auf meinem Weg zum indischen Tempel »Shri Swaminarayan Mandir« dort mal vorbeizuschauen. Die Gegend ist nicht unbedingt aufregend, gerade deswegen wirkt das Behesht wie eine verrückte Überraschung. Die Einrichtung ist eine überladene Hymne an träumerische, persische Ästhetik. Teppiche, hölzerne Instrumente, Papageien. Und das war nur der Vorraum. Es folgen Skulpturen, Töpfereien, Springbrunnen und Malereien. Reichlich kitschig. Auch die Kellner passen perfekt ins Konzept.

Dies alles kann man nun mögen oder nicht. Das Essen steht dem Lokal in Üppigkeit und Vielfalt an nichts nach. Die Portionen sind groß und überzeugen mit einer tollen Geschmacksvielfalt. Besonders das »Fesenjan Chicken« hat es mir angetan. Nicht zu vergessen die Vorspeise »Kashk-e Bademjan«, eine warme Auberginenpaste mit Walnüssen und frittierten Zwiebeln, dazu Fladenbrot. Das Behesht befindet sich in der unteren Preisklasse, wenn man die Fülle an Essen und Geschmack bedenkt, die einem serviert wird. Ein großes Minus für mich ist lediglich die Lage. Am Kitsch kann ich mich sogar erfreuen, sobald ich das leckere Essen rieche.

3. The Boiler House Food Hall 

www.boilerhouse-foodhall.co.uk (€)

Auf dem Weg zum Brick-Lane-Market genieße ich am Wochenende die Essensvielfalt im Boiler House.

Gratis-Verkostung in der Boiler House Food HallEine leere Fabrikhalle in der mehrere Dutzend kleiner Stände mit Spezialitäten aus aller Welt aufgebaut sind. Und das Ganze auch noch ziemlich preiswert. Nett ist auch, dass man die Angebote gratis verkosten darf, bevor man sich endgültig entscheidet. Ein Spaziergang durch das Viertel ist ein Highlight für sich – neben den Märkten säumen hier Vintage-Läden, hippe Cafés und Spezialitätengeschäfte die Straßen. Die Hausmauern sind mit kunstvollen Graffitis geschmückt. Achtung: Findet nur am Wochenende statt!

4. Lola’s Cupcakes & Ben’s Cookies

www.lolascupcakes.co.uk // www.benscookies.com (€€)

Nicht zu ausgefallen, aber trotzdem ein kleines Highlight.

Lola's CupcakesDiese beiden Ketten sind in der ganzen Stadt verteilt und werden dem Klischee des perfekten Cupcakes beziehungsweise Cookies absolut gerecht. Die süßen Kreationen in verschiedensten Geschmacksvariationen sind ziemlich verführerisch. Gut zu wissen: Lola’s Cupcakes-Stände verkaufen ihre Ware kurz vor Geschäftsschluss oft zum halben Preis.

5. Dishoom – Edler Indien-England-Mix

www.dishoom.com (€€)

Etwas weniger verrückt, dafür aber umso raffinierter was den Geschmack betrifft. Der perfekte Mix aus britischem und indischem Restaurant. Dishoom gibt es mehrmals in der Stadt und ist mein Genuss-Favorit. Das »Big Bombay«, eine Geschmacksexplosion, die ein Mix aus englischem und indischem Frühstück ist, lässt mein Herz höher schlagen. Dazu ein Breakfast Lassi, bestehend aus Joghurt, Bananen, Mango, Getreide und speziellen Gewürzen. Aber das ist erst ein winziger Bruchteil des Frühstückangebots.

Ich könnte den ganzen Tag in den indisch-kolonial angehauchten Räumlichkeiten von Dishoom verweilen. Vom Budget her könnte ich das wirklich, schließlich liegen die Preise für ein Hauptgericht (nur) zwischen acht und zehn Pfund. Ein relativ angenehmes Preisniveau für London und diese Art von Qualität. Meine momentane Lieblingsfiliale von Dishoom befindet sich in der Nähe von Kings Cross. Die großen Räume mit industriellem Charme sind im Kolonialstil dekoriert. Der Service ist schnell und äußerst freundlich.

6. Bunga Bunga – Italienisch rund um Berlusconi

www.bungabunga-london.com (€€)

Die humorvollen Gründer dieses Restaurants haben den Gastraum als Hommage an Berlusconi im Italo-Kitsch-Rausch dekoriert und organisieren des Öfteren kleine Showeinlagen.

Bunga Bunga RestaurantDas Restaurant ist immer erst abends geöffnet und verspricht eher Partystimmung als intimes Dinner. Das Essen ist durchschnittlich. Die Cocktails nett. Langweilig wird einem jedoch nie im vollen Bunga Bunga. Die Lage in Battersea scheint etwas abseits, das Lokal ist aber trotzdem immer gut besucht.

7. Buonasera at the Jam – Das Stiegenrestaurant

www.buonaseraatthejam.com (€€)

Das zweite italienische Restaurant auf meiner Liste. Das Buonasera begeistert mich aber nicht nur wegen des guten Essens, sondern auch wegen seiner ungewöhnlichen Architektur. Das Lokal besteht im Grunde aus Stiegen, welche die übereinander gelegenen Sitznischen verbinden. Ich muss schon sagen, es macht mir Spaß, die flotten KellnerInnen beim Herumklettern zu beobachten. Hier ist definitiv Geschick gefragt. Ich war echt froh, dass ich nicht selbst mit Tellern voller Essen durch das Restaurant laufen musste. Die ganze Konstruktion besteht aus Holz und Stahlgerüsten, wirkt aber tatsächlich trotzdem gemütlich. Mich persönlich erinnert es an eine kindliche Baumhaus-Utopie.

8. Evans and Peel Detective Agency – Secret Bar

www.evansandpeel.com (€€€)

Okay, ich hatte gehört, es würde etwas schauspielerisches Geschick erfordern, um an einen Drink bei Evans and Peel zu kommen. Der Besuch dort übertraf dann auch wirklich meine Vorstellung von einer Detektiv-Themen-Bar aus den Zwanzigern. Sie betiteln sich selbst als »eine der besten Londoner Secret-Bars«.

Evans and Peel Secret BarEarls Court Road. Die unauffällige Wohnhaus-Tür von Evans and Peel befindet sich etwas versteckt, abseits der Hauptstraße. Ich überwinde mich und drücke gespannt die Klingel neben der Tür. »Haben sie einen Termin?«

Ich bejahe stammelnd. Kurze Zeit später steht ein großgewachsener Engländer im 20er-Jahre-Stil vor mir und fragt mich knallhart, um welchen Fall es sich handle. Er könne nicht jeden hineinlassen. Ich lasse mir also eine nette Geschichte einfallen. Er nimmt mich dunkle Stiegen mit hinab in sein Büro. Ein Frage-Antwort-Spiel beginnt.

Als er zufrieden mit all den Informationen scheint und einige Clues kombiniert hat, steht er auf und bittet mich ihm zu folgen. Wir stehen vor einem Bücherregal. Der Raum ist klein, hat keine Türen. »Was soll das?«, denke ich mir insgeheim und bin doch etwas irritiert. Da zieht er tatsächlich »The Great London History« aus dem Bücherkasten, woraufhin das Regal aufschwingt und den Durchgang zu einer kleinen, stylischen Cocktailbar freigibt, die im schwachen Kerzenlicht vor sich hin schummert.

Evans and Peel liegt für mich preislich schon eher an der Schmerzgrenze und ich kann auch wirklich nur die Cocktails voll und ganz empfehlen! Vom Essen würde ich eher abraten. Ich würde im Endeffekt aber jederzeit wieder mit Freunden diese Bar besuchen und eine Nacht lang im 20er-Jahre Ambiente von Evans and Peels versinken. Auf jeden Fall vorher reservieren!

9. The Pale Blue Door

www.tonyhornecker.com (€€€)

Nichts für Jedermann. The Pale Blue Door ist ein Spezialdinner mit Privatservice in der Kunstinstallation von Tony Hornecker. Man muss doch etwas Glück haben, um überhaupt die Chance zu bekommen, einen der wenigen Dinnertermine zu ergattern. Abgesehen davon ist Tony Horneckers absolut vorzügliches Essen auch mit saftigen Preisen verbunden. Für echte Genießer jedoch ein Muss. Das Dinner selbst ist eine ausgefallene Show, schon allein durch den Gastgeber: einen wunderbar frech-charmanten Transvestiten. Kunst, Klamauk und Lebensfreude. Wenn sich die Möglichkeit ergibt: Keine Sekunde zögern!

10. Gingerline

www.gingerline.co.uk (€€€)

Noch spontaner, noch verrückter. Ein nomadisches Theater-Restaurant mit Klasse. Und das alles Top Secret. Ich musste mein Ticket weit im Voraus buchen und am Tag des Essens spontan sein. Wir mussten uns an einer U-Bahn-Station einfinden, bekamen eine SMS und folgten den Instruktionen. Die Lokalität ist jedes Mal eine andere. Die Show jedes Mal schräg und das Essen auf jeden Fall gut. Von Essensliebhabern für Essensliebhaber. Die ganze Geheimnistuerei verleiht zwar etwas Schärfe, ist aber im Endeffekt irgendwie überflüssig. Allerdings spreche ich immer noch aufgeregt von diesem Abend. Also zahlt sich die Marketingstrategie wohl doch aus. Am besten einfach erleben und einen einzigartigen Feinschmeckerabend mit Gingerline verbringen!

Egal wohin es dich in England verschlägt, an London führt kein Weg vorbei. Und das ist auch gut so, denn was die britische Hauptstadt alles zu bieten hat, solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen. Vielleicht hast du jetzt Lust bekommen, dich vor oder nach deinem Auslandsaufenthalt in England selbst mal durch Malinas Top 10 Gastro-Tipps in London zu schlemmen – go for it!

Hier gibt’s alle Tipps von Malinas London-Trip:

Malina in London #1:
 Top 10 der ausgefallensten Gastro-Tipps für London
Malina in London #2:
Das etwas andere London: 8 Geheimtipps für Wiederholungstäter
Malina in London #3:
Sparen in London: Big City Life on a Budget!

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