Work and Travel Neuseeland: Jana Augustin berichtet von Kapiti Island

Work and Travel Neuseeland: Jana Augustin berichtet von Kapiti Island

Die Stepin-Teilnehmerin Jana Augustin bereist seit Anfang Oktober im Rahmen ihres Work and Travel-Abenteuers das atemberaubende Neuseeland. Seitdem sie ihre Sachen gepackt und ans andere Ende der Welt geflogen ist, ist schon einiges passiert. Hier nun ihr »Erlebnisbericht« von ihrer ersten Station: Kapiti Island…

Mein erstes Reiseziel in Neuseeland war Kapiti Island, eine Insel vor der südlichen Westküste der Nordinsel. Dort würde ich für Kost und Logis aushelfen, mehr wusste ich damals noch nicht über meinen Bestimmungsort. Keinen blassen Schimmer, was mich erwartete, machte ich mich auf den Weg nach Paraparaumu, um von dort mit dem Boot auf die Insel überzusetzen. Soweit der Plan.

Doch es läuft eben nicht nach Plan

Wenn Wind und Wetter nicht mitspielen, hat man schlechte Karten. So verbrachte ich stattdessen fast eine Woche damit, vom Festland auf die Insel zu starren und mich zu fragen, ob ich jemals dort hinkommen würde. Aber das Schicksal war gnädig und das Warten war es mehr als wert.

Jana und Freunde am »Eingang« zu Kapiti IslandEs war kalt als ich mit dem Boot Paraparaumu verließ, aber als ich Kapiti Island erreichte, kam ich im Paradies an. Die Sonne brannte auf meiner Haut, der Blick auf das türkisblaue Wasser in der Bucht war atemberaubend und ich vernahm die Klänge einer Ukulele. Man gewöhnt sich schnell an das Leben auf einer Insel – Wasser ist kostbar und das Meer ist unser Supermarkt.

So gehörte zu den vielen neuen Erfahrungen und Fähigkeiten, die ich hier sammelte, auch, wie man Abalone für das nächste Abendessen besorgt. Ja, auch ich wusste zuvor nicht einmal, was das ist. Und auf die Idee gekommen, dass es essbar ist, wäre ich wohl auch nicht. Aber dieses schwarze, glibbrige, muschelähnliche Lebewesen, das an Steinen im Wasser haftet, ist eine echte Delikatesse. Neben Abalone gab es verschiedene Sorten frisch gefangenen Fisches und auch Flusskrebse.

Kapiti Island – ein Vogelparadies

Was Kapiti Island aber vor allem besonders macht, sind die Vögel. Die Insel ist seit 1897 ein Vogelreservat und beherbergt viele interessante und teils bedrohte Vogelarten.

Eine schwarze AbaloneDas beginnt mit dem Kaka, einem Papageien, der einem das Essen aus der Hand klaut, und endet mit dem kleinen Fleckenkiwi, dem man nur nachts begegnet, so wie ich in meiner allerersten Nacht auf der Insel direkt bei meiner Unterkunft. Aber jede Begegnung ist anders und jedes Mal, wenn wir uns nachts auf die Suche machten, war unglaublich aufregend.

Nichtsdestotrotz sind es die Takahe, die mich am meisten faszinieren. Diese prähistorisch anmutende Vogelart glaubte man bereits ausgestorben, und tatsächlich existieren heute nur noch rund 250 Exemplare weltweit, davon ca. 13 auf Kapiti Island. Darunter Paku, weiblich. Wie andere Leute Hühner in Hausnähe halten, so findet man Paku immer in der Nähe der Lodge. Sie reagiert sogar auf Zuruf ihres Namens und lässt sich aus der Hand füttern.

Aber auch sonst gibt es Tierarten, von denen man noch nie gehört hat

Jana füttert einen TahakAndere auf Kapiti Island einheimische Tiere sind unter anderem die riesigen Rochen, die einen ab und an beim Schwimmen und Kayaken begleiten, die Weta, ein Insekt, welches mich an einen großen Grashüpfer erinnert und die man oft nachts hören kann, oder auch die Geckos, mit denen ich regelmäßig mein Schlafzimmer teilte.

So wunderschön, aufregend und überraschend die Natur auf der Insel auch war, was meinen Aufenthalt dort mehr als alles andere ausmachte, waren die Menschen. Sie sorgten dafür, dass ich mich als Teil der Inselfamilie fühlte, und dafür, dass ich Kapiti Island nur sehr schweren Herzens verließ.

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