Wiebke in England #2: Hochgefühle, Heimweh & Hotelarbeit

Wiebke in England #2: Hochgefühle, Heimweh & Hotelarbeit

Seit letztem Sonntag ist Wiebke nun in Bournemouth und hat noch vor Beginn ihrer Hotelarbeit schon so einiges erlebt. Sie fuhr z.B. nach Southhampton, um ihre National Insurance Number zu beantragen. Dieser Ausflug zählte zu den Höhepunkten ihrer ersten Woche in England. Doch hatte die 18-Jährige auch mit ihrem Heimweh zu kämpfen…

Es gab viel zu tun in letzter Zeit: Ich bin in meine WG eingezogen, habe ein Bankkonto eröffnet und eine SIM-Karte gekauft (damit ich hier auch telefonieren kann). Außerdem bin in der Sprachschule gewesen, habe das Hotel, in dem ich arbeiten werde gefunden und habe meine National Insurance Number in Southhampton beantragt. Die braucht man unbedingt, um in Großbritannien arbeiten zu können.

Hochgefühle & Heimweh

Es gefällt mir sehr gut hier! Alle Leute sind super nett und niemand ist dir böse, wenn du zum fünften Mal nach dem Weg fragst. Ja, das ist diese Woche wirklich häufig vorgekommen… Leider ist aber genau das eingetroffen, was ich befürchtet hatte: Ich habe starkes Heimweh bekommen und das kann einem wirklich die Laune verderben. Für eine so lange Zeit nicht zuhause zu sein, fällt mir sichtlich schwerer, als ich zunächst gedacht hatte. Allerdings macht es die Augenblicke, in denen ich kein Heimweh habe, umso besonderer.

Schaufenster Waterstone-Filiale in BournemouthSo habe ich mich beispielsweise unheimlich gefreut, als in einem der zahlreichen und wunderschönen Parks von Bournemouth ein Orchester spielte. Es war in dem Moment total egal, dass das Wetter eigentlich furchtbar grau und regnerisch war – ich habe es einfach genossen, hier sein zu dürfen.

Ein Ort, der mir in Bournemouth besonders gefällt, ist die Waterstones-Filiale in den Arkaden. Das ist eine Buchhandlung, in der im zweiten Stock ein kleines Café untergebracht ist. Dort kann man auch zu kleinen Preisen leckeres und gesundes Essen in einer wirklich liebevoll hergerichteten Umgebung genießen.

Ausflug nach Southhampton

Wie bereits erwähnt, war ich in Southhampton, um dort meine National Insurance Number zu beantragen. Obwohl ich genügend Zeit eingeplant hatte, bin ich beinahe zu spät dort angekommen, weil mein Bus Verspätung hatte und es sich zudem als relativ schwer erwies, mit Screenshots von Google Maps den richtigen Weg zu finden.

Tudor-Haus mit angrenzendem Garten in Southhampton, EnglandIch habe meinen Aufenthalt dort außerdem dazu genutzt, mir die Stadt anzusehen. Dabei bin ich auf das Tudor-Haus gestoßen. Für diejenigen, die sich für Geschichte und Architektur interessieren, ist das Haus wirklich toll, denn die Geschichte des Hauses wurde dort in einer interessanten Ausstellung nachvollziehbar aufgearbeitet.

Mir hat dort ganz besonders der kleine Garten gefallen, der an das Haus angeschlossen ist und von dem man einen Teil der alten Stadtmauer Southhamptons sehen kann. Die Ruinen dieser Stadtmauer kann man auch immer mal wieder entlang des Wassers entdecken und es lohnt sich, diese auch einmal genauer anzusehen. Sei es der Flieder, der aus einer Mauerritze wächst oder die alte Statue – man sollte definitiv zweimal hinschauen, wenn man an ihr vorbeiläuft.

Nach einem so schönen Ausflug, kann man es dann auch einmal verkraften, dass der Bus leider nicht kommt, wenn dafür ein anderer Bus, der eigentlich gar nicht nach Bournemouth fahren sollte, extra einen Umweg fährt, um mich und die anderen armen Menschen abzusetzen.

Somit kann man sagen, dass diese Woche sowohl ihre Hoch- als auch Tiefpunkte hatte, mir aber insgesamt gezeigt hat, dass es zwar nicht immer einfach oder schön ist, sich auf neue Dinge einzustellen, dass das Ergebnis die Mühen aber alle Male wert sein kann.

Bis bald,
Eure Wiebke

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2 Kommentare

  1. Stina

    18. Oktober 2016 at 13:06

    Hej Wiebke,

    du bist ja jetzt schon ein bisschen da und ich hab eben beim Stöbern deinen Artikel gefunden. Ich selbst bis seit fünf Tagen auf Island und ich hab auch in manchen Momenten mit Heim weh zu kämpfen. Hast du einen Tipp, wie man es minimieren oder besser damit umgehen kann?
    Ansonsten grüß Bournemouth von mir!

    Antworten

    • Wiebke

      24. Oktober 2016 at 12:20

      Hallo Stina,
      also etwas, das sofort gegen Heimweh hilft habe ich leider nicht gefunden. Allerdings hat es mir meistens geholfen etwas mit anderen Sprachschülern oder Arbeitskollegen hier zu unternehmen. Wenn man unter Leuten ist, finde ich hat man häufig weniger Heimweh, da man abgelenkt ist. Ansonsten kann ich nur sagen, dass das Heimweh bei mir mit der Zeit immer besser geworden ist, denn je mehr man sich einlebt, desto leichter fällt es an sein Zuhause zu denken, ohne Heimweh zu bekommen.
      Ich wünsche dir ganz viel Spaß in Island, genieße deine Zeit dort so gut wie du kannst.
      Ich hoffe, dass dir mein Tipp helfen kann.
      Mit freundlichen Grüßen,
      Wiebke :)

      Antworten

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About Wiebke

Wiebke

Wiebke ist 18 Jahre alt und lebt eigentlich in Kiel. Nachdem sie 2016 ihr Abitur bestanden hatte, machte sie sich auf, um sich in der Welt umzusehen. Da sich Wiebke schon immer für Großbritannien interessiert hat und es nicht so weit entfernt ist, wie z.B. Australien oder Kanada, fiel ihre Wahl auf England.


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