Was macht eigentlich…Leonie? Zu Besuch bei ihrer Gastfamilie (Teil 1)

Was macht eigentlich…Leonie? Zu Besuch bei ihrer Gastfamilie (Teil 1)

Zwölf Monate gehen schnell vorbei, wenn man im Ausland lebt und arbeitet. Diese Erfahrung hat auch Leonie Preißing gemacht. Die Bonnerin hat ein Jahr lang als Au-pair in den USA gearbeitet und den Kontakt zu ihrer Gastfamilie nie abbrechen lassen. Zwei Jahre sind mittlerweile vergangen. Entsprechend groß war Leonies Wunsch, die Familie wiederzusehen. Gesagt, getan. In den Semesterferien packte sie ihre Koffer und machte sich auf den Weg nach New York. Wie fühlt sie sich an, die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte?

It feels so good to be back!

Au-pair USA: Leonie und ihre FreundinIch war nach meinem Abitur im Jahr 2011 mit Stepin ein Jahr lang als Au-pair in einer amerikanischen Familie in New Jersey. Meine beiden Kids sind mir ganz schön ans Herz gewachsen. Sofia und Luca sind heute 8 und 4 Jahre alt. Michele und Billy sind wunderbare Eltern und die besten Gasteltern, die ich mir nur vorstellen kann. Nach meiner Rückkehr nach Deutschland blieben wir in Kontakt. Wir versuchen so oft wie möglich zu skypen. Über Facebook bekomme ich ebenfalls eine ganze Menge aus dem amerikanischen Leben und meiner zweiten Heimat mit.

Time goes by so fast…
Noch vor einem Monat konnte ich es kaum erwarten, den Familienurlaub nach Italien anzutreten. Pasta, Sonne, Strand und Meer – kein Wunder, dass hierbei die Zeit schnell vergeht. Doch noch unglaublicher ist es, dass ich nun schon seit fast zwei Wochen zurück in den Staaten bin und meine Gastfamilie besuche. Es war ein tolles Gefühl, schon im Flugzeug die Sprache wieder sprechen zu können und sich auf all die Dinge zu freuen, die für mich als Au-pair ein Jahr lang ganz normal waren.

Mein Flugzeug landete erst spät am JFK Airport in New York. Die Passkontrolle dauerte ewig, sodass ich erst mitten in der Nacht von einem Fahrservice, den mir meine Gasteltern organisiert hatten, ins Sommerhaus an den Jersey Shore gebracht wurde.
Morgens schlich sich Sofia in mein Zimmer, als ich noch schlief. Sie konnte es kaum erwarten mich wiederzusehen und umarmte mich heftig als ich endlich (!) aufwachte. Auch Luca konnte es gar nicht fassen und hüpfte eine halbe Stunde lang vor mir auf und ab, währenddessen er ständig sagte: »Leonie is not on the computer“ (damit meinte er, dass ich nicht bei Skype sei). Nach ein paar Stunden und vielen herzlichen Begrüßungen der Großeltern, Tanten und Onkel, Cousinen und Cousins schien es, als ob ich, die »German Granddaughter«, wie die Großeltern mich liebevoll nennen, nie weggewesen wäre.

Bis jetzt habe ich die meiste Zeit im Sommerhaus am Jersey Shore verbracht. Spring Lake ist eine wunderschöne Gegend mit tollen Häusern und einer kleinen Stadt, die zum Schlendern einlädt. Ich verbringe viel Zeit mit den Kids. Eigentlich mache ich all das, wonach sie mich fragen und Lust haben. (Das ist vielleicht ein kleiner Unterschied zu meiner Zeit als Au-pair). Ich verbringe zwei Stunden mit ihnen auf dem Spielplatz, spiele im Pool, mache Fahrradtouren und füttere Enten, baue Sandburgen am Strand und stehe stundenlang in der Einfahrt, wenn die Kids mit ihren Rollern oder Fahrrädern ihre Runden drehen. Auch mit meinen Gasteltern ist es so wie früher. Meine Gastmama braucht mich als Beraterin beim Shoppen und wir unternehmen Fahrradtouren oder ich helfe beim Kochen. Erst zwei Tage habe ich in unserem Haus in Chatham, eine Stunde von New York entfernt, verbracht und mein altes Zimmer eingerichtet. It feels so good to be back!

Besuch in New York
Natürlich konnte ich es mir nicht nehmen lassen kurz nach meiner Rückkehr auch in die mir so vertraute Stadt New York City zu gehen. Es war Zufall, dass eine sehr gute Freundin aus Schweden, die ich während meines Au-pair-Jahrs kennengelernt habe, zur gleichen Zeit bei ihrer Gastfamilie zu Besuch war. Wir trafen uns in NYC und verbrachten einen Tag wie in alten Zeiten. Wir schlenderten durch die Stadt, quatschten viel, beobachteten merkwürdige Amis, gingen in die durch die Klimaanlagen eiskalten Geschäfte und tranken im Central Park einen großen Caramel Frappucino von Starbucks. Auch eine andere gute Freundin habe ich ein paar Tage später in der Stadt getroffen. Einen Stadtplan brauchen wir nicht. Wir wissen noch ganz genau die Wege zu unseren Lieblingsgeschäften, Parks und leckeren Cafés zum Lunchen.

Eine Woche Urlaub
Diese Woche ist meine Gastfamilie für eine Woche in Kanada. Das nette Angebot mitzufahren habe ich dankend abgelehnt. Da ich während meines Au-pair-Jahrs schon in Québec und in Montreal gewesen war, wollte ich die freie Zeit nutzen, um mich mit Freunden zu treffen und das amerikanische Leben zu genießen. Das alte Au-pair von der Tante ist im Moment ebenfalls mit ihrem Freund zu Besuch. Sarah und Flo kommen auch aus Deutschland und wir haben uns schon letztes Jahr bei ihrem ersten Besuch kennengelernt. Zusammen waren wir in der Jersey Gardens Outlet Mall.

Direkt danach sind wir mit dem Auto unserer Gastfamilien wieder nach Spring Lake gefahren und konnten alleine die Ruhe am Pool genießen. Dies war für Sarah und mich ein ganz neues Gefühl, da sonst in dem großen Haus und den vielen Menschen immer viel Trubel herrscht. Zu dritt machten wir Fahrradtouren mit unseren Beachbikes, frühstückten Bagels mit Strawberry Cream Cheese am Strand und gingen in unser Lieblings-Eiscafé von früher. Außerdem konnten wir endlich die Bars am Jersey Shore austesten. Mit 21 Jahren stand auch das natürlich auf der to-do Liste meines diesjährigen Besuches.

Eure Leonie

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