Was macht eigentlich…Leonie? Zu Besuch bei ihrer Gastfamilie (Teil 3)

Was macht eigentlich…Leonie? Zu Besuch bei ihrer Gastfamilie (Teil 3)

Leonies dritter und letzter Bericht über den Besuch bei ihrer ehemaligen Au-pair-Familie in den USA. Mit schwerem Herzen verabschiedete sie sich von ihrer Gastfamilie und den Kindern. Doch sicherlich nicht für immer! ;-)

Au-pair USA: Leonie in ManhattanSeit zwei Wochen bin ich zurück in Deutschland und habe bereits mein Studium wieder aufgenommen. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich nur beim Aufstehen und Einschlafen an den Sommer und die schönen Erinnerungen in den USA zurück denke. Es erinnern mich so viele Dinge im Alltag an die Zeit und ich muss aufpassen, dass meine Mitmenschen nicht zu oft folgenden Satz zu hören bekommen: „Also, in den USA ist das so…“

Meine letzten Wochen in New Jersey bei meiner Gastfamilie vergingen wie im Fluge. Neben weiteren New York Besuchen, Einladungen auf typisch amerikanischen Kindergeburtstagen von der Familie und unzähligen Shoppingtouren, machten meine Gastfamilie und ich uns für das Filmfestival bereit. Es gab eine Menge Vorbereitungen zu treffen und Erledigungen zu machen. Die Tage verflogen nur so und abends fiel ich immer müde und erschöpft ins Bett.

Am Donnerstag war dann der große Tag endlich gekommen. Die „Opening Night Gala“ fand in einem wunderschönen alten Theater in Jersey City statt. Die Stimmung war atemberaubend und mir wurde an diesem Tag ein weiteres Mal bewusst, dass ich nach meinen Abitur nichts besseres hätte machen können, als ein Au Pair bei der Familie Sorvino zu werden. Auch die nächsten Tage waren aufregend und geprägt von tollen Filmen, Unterhaltungen mit Schauspielern und Filmemachern, viel Zeit mit der Familie, After Partys und Fotos auf dem roten Teppich.

Am liebsten wäre ich einfach dort geblieben, doch mein Flug war gebucht und so hieß es ein Tag nach der „Closing Night“ des Filmfestivals mal wieder Abschied nehmen. Schon bei der Verabschiedung der Großeltern am Montagmorgen kullerten die Tränen. In diesem Moment konnte mich auch ihre großzügige Einladung ins Disney World bei meinem nächsten Besuch nicht trösten. Ganz besonders schwer fiel mir der Abschied aber natürlich von den Kids und meinen Gasteltern. Nach langen Umarmungen, Küssen, Good-Byes und vielen I-love-yous saß ich letztendlich mit gemischten Gefühlen im Flugzeug. Ich war sehr traurig, weil eine wunderbare Zeit vorbei ging und ich meine „American Family“ wieder einmal verlassen musste.

Au-pair USA: Der KindergeburtstagGleichzeitig war ich unendlich glücklich, während den letzten Wochen viele nette Menschen kennengelernt zu haben, die definitiv ein Grund sind wiederzukommen. Außerdem haben Dinge, wie Erinnerungen, alte Klamotten und aus Frust gekaufte Schuhe, die schon nach meinem Au Pair Jahr nicht mehr in meinen Koffer gepasst haben und im Keller in einer großen Kiste bei meiner Gastfamilie gelagert wurden, schon wieder nicht in meinen Koffer gepasst und warten darauf, dass ich sie eines Tages endlich mit über den großen Teich nehme.

Als ich in Deutschland landete, realisierte ich, dass es dieses Mal ein anderes Zurückkommen war. Ich kann mir nun ganz sicher sein, dass der Kontakt zu meiner Gastfamilie niemals abbrechen wird, denn sie sind meine Familie und eine Familie wird man nicht so einfach los ;-).

Das ist ein wunderbares Gefühl und ich wünsche es jedem, der sich dazu entscheidet, als ein Au-pair ins Ausland zu gehen. Nutzt diese Zeit und genießt sie!

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