Was macht eigentlich…Leonie? Zu Besuch bei ihrer Gastfamilie (Teil 2)

Was macht eigentlich…Leonie? Zu Besuch bei ihrer Gastfamilie (Teil 2)

Leonies zweiter Bericht zurück bei ihrer ehemaligen Au-pair-Familie in den USA. Sie berichtet darüber, was sich alles verändert hat und wie es sich doch irgendwie immer noch genau so anfühlt wie damals…

Au-pair USA: Erster Schultag für Sofia und LucaBack to school
Letzten Montag hat bei meinen beiden Kids die Schule wieder angefangen. Auch für mich war das ein großer Tag. Ich habe viele bekannte Lehrer, Eltern und Schulfreunde von Sofia und Luca wieder getroffen. Morgens war es derselbe Stress wie damals. Früh aufstehen, Frühstück machen, Lunch vorbereiten, die Kinder anziehen, erstes Schulfoto knipsen und dann die Kinder in einer Hektik schnell zur Schule fahren.

Ich hatte meinen Au-pair Alltag zurück. Normalerweise hätte ich mich nun mit Freunden zum Pancake essen getroffen, wäre mit ihnen zu Starbucks oder shoppen gefahren oder hätte mich in der noch warmen Septembersonne im Garten gesonnt. DIESE Zeit ist aber leider vorbei. Denn all meine Freunde, die auch Au-pairs waren, sind nicht mehr hier. Dies ist ein wirklicher Unterschied zu meiner Zeit damals. Und nun merke ich, wie anders meine Zeit in den USA gewesen wäre, wenn ich nicht so tolle Freunde gehabt hätte, die mit mir das „Au-pair Abenteuer“ erlebt hätten.

Au-pair USA: Leonie mit ihrer Freundin Verena auf der High LineDie Schulwoche verging schnell. Im Vergleich zu meiner Zeit als Au-pair haben die Kinder nun viele Nachmittagsaktivitäten. Montags schwimmen, dienstags Turnen, mittwochs frei um ein Playdate mit der Freundin arrangieren zu können, donnerstags wieder Turnen und freitags Tanzen. All das ist viel Stress und wir sind ständig unterwegs. Abends sind die Kids jedoch müde und gehen zeitig ins Bett. ;-)

Am Donnerstag ist dann auch das neue Au-pair meiner Familie angekommen. Sie heißt Eva und kommt auch aus Deutschland. Meine Aufgabe in den nächsten Wochen wird es sein, sie einzuarbeiten und ihr den Einstieg so leicht wie möglich zu machen. Ich hoffe sie wird sich schnell in der Familie einleben. Es ist schön sie bei mir zu haben. Sie achtet und erfreut sich an vielen Dingen, die für mich auch nach meiner Rückkehr immer noch ganz normal amerikanisch sind und macht mir immer wieder bewusst, wie fremd doch die amerikanische Kultur am Anfang für mich war.

Ich bemerke, dass Dinge wie ein gelber Schulbus, große Autos mit großen Parkplätzen, Post die man an den Briefkasten steckt, dass der Postboote sie mitnehmen kann, das immer frische und saftige Obst, große Milchkannen, Peanut Butter and Jelly Sandwiches und und und zum amerikanischen Alltag dazu gehören. Gleichzeitig kann ich mich auch noch sehr gut an die Zeit erinnern, als ich über all das gestaunt habe.

Ich versuche nun immer unter der Woche nach New York zu fahren. Ich werde wahrscheinlich nie genug von dieser Stadt bekommen und es gibt einfach immer wieder etwas Neues zu entdecken. Mit meiner Freundin und ihrem Freund aus Deutschland bin ich die High Line entlang spaziert. Außerdem habe ich sie in ein Five Guys Restaurant geschleppt, um den besten, leckersten und saftigsten Burger von ganz Amerika zu probieren. Wie ich den vermisst habe. An einem anderen Tag in der City habe ich die Fashion Week besucht und das rege Treiben der Fotografen, Models und Zuschauern mit einem Kaffee und einem Cupcake von der Magnolia Bakery in der Hand beobachtet.

Dieses Wochenende war ein besonders schönes und aufregendes Wochenende für mich; da mein Gastvater der Erfinder des Golden Door International Film Festival in Jersey City ist, das vom 10. bis zum 13. Oktober stattfindet, gibt es im Moment viel zu tun und ich komme gerade richtig. Als Au-pair war dieses Fastival damals eine sehr stressige Zeit. Meine Gasteltern sind im Stress und haben zwischen Arbeit und Kids viel zu tun und sind ständig unterwegs. Doch dieses Mal ist es für mich anders, denn ich darf mitwirken und muss bei tollen und aufregenden Events nicht mit den Kindern zu Hause bleiben. Diesen Samstag habe ich unser Filmfestival im Washington Park in Jersey City promotet. In einem Zelt haben wir die Trailer des diesjährigen Festivals gezeigt und versucht, viele Tickets zu verkaufen. Man kommt mit den unterschiedlichsten Menschen in Kontakt und erfährt viel über Filme und Filmemacher.

Au-pair USA: Leonie mit ihrer ehemaligen Au-pair FamilieAbends fand dann die Kickoff-Party auf der obersten Etage eines Gebäudes in Jersey City mit einem gigantischen Blick auf das Empire State Building und die Skyline statt. Ein roter Teppich, ein Fotograf am Eingang, große Tische, Appetizer und eine Open Bar machten den Abend gigantisch und für mich unvergesslich. Ich kam mit vielen Menschen ins Gespräch, teils mit Familienmitgliedern, die ich noch von meinem Jahr hier kannte und erfreut war sie wiederzusehen, oder aber mit Filmemachern, die diesen Abend nutzten um sich zu zeigen und bekannt zu werden. Ich freue mich sehr auf die kommende Zeit und das Filmfestival.

Die Wochenenden vergehen immer schnell. Meistens unternehme ich Dinge mit der Familie. An einem Sonntag sind wir klettern gegangen, am anderen Sonntag sind wir zum Äpfel pflücken gefahren. Dies ist eine Herbst Aktivität, die sehr viele Amerikaner mit Kindern unternehmen. Die Farmen bieten Traktorfahrten zu den Apfelplantagen an. Hier können die Kinder dann ihren eigenen Korb mit Äpfeln befüllen, dazu Apfelsaft trinken, Kürbis-Donuts essen und Tiere streicheln. Es war ein sehr schöner Tag und auf dem Familienfoto könnt ihr sehen, dass meine amerikanische Familie selbst nach einem Jahr zurück in Deutschland immer noch etwas ganz Besonderes für mich ist.

>> Weiter zu Leonies drittem Artikel <<

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