Vincenza in Australien #5: Wieder daheim in Deutschland

  • Vincenza in Australien #5: Wieder daheim in Deutschland
  • Vincenza in Australien #5: Wieder daheim in Deutschland
  • Vincenza in Australien #5: Wieder daheim in Deutschland
  • Vincenza in Australien #5: Wieder daheim in Deutschland
  • Vincenza in Australien #5: Wieder daheim in Deutschland

Wie schnell die Zeit vergeht… Fünf Monate hat unsere Stipendiatin Vincenza an einer australischen High School verbracht und ist inzwischen wieder zu Hause hier in Deutschland. In ihrem abschließenden Bericht erzählt sie uns von ihren letzten Wochen down under und vom langen Weg zurück ins alte Leben.

„Weine nicht, weil es zu Ende ist. Lache, weil es so schön war.”

Leider sind meine 5 Monate in Australien rum und ich bin schon wieder zurück in Deutschland. Somit ist dies mein letzter Bericht von den Ereignissen, die ich in diesem wundervollen Land erlebt habe. Aber bevor ich zurückgeflogen bin, sind noch einige Dinge passiert und die werden hier jetzt erzählt!

Zwei Wochen vor Abflug wurde ich von einer Freundin zu ihrem Geburtstag eingeladen und 30 Mädchen haben zusammen gefeiert. Wir hatten alle sehr viel Spaß und es war auch schön, mit so vielen Leuten auch mal außerhalb von der Schule etwas zu unternehmen.

Familienausflug nach Byron Bay
Am folgenden Tag hatte ich dann das Glück, mit meinen Gasteltern nach Byron Bay zu fahren. Was eher unglücklicher war, war die etwas längere Fahrt von drei Stunden, aber nach 5 Monaten in diesem Land konnte ich mich auch daran gewöhnen!Cape Byron

Byron Bay ist der östlichste Punkt Australiens. Aber bevor wir nach Byron Bay gefahren sind, haben wir einen Zwischenstopp am Dreamtime Beach gemacht, wo wir schwimmen gehen konnten. Danach konnte ich die Farm meines Gastopas besuchen, die ganz in der Nähe lag und obwohl es typisch trocken war und das ein bisschen von der Schönheit des Ortes genommen hat, gefiel mir es dort sehr. Besonders die Weite und Natur hat mich völlig fasziniert.

In der darauffolgenden Woche bin ich mit meinen australischen Freunden zu einem Schokoladenrestaurant gegangen. In Australien gibt es die überall und falls man irgendwann nach Australien gehen sollte, dann muss der Besuch eines Schokoladenrestaurants wirklich ganz weit oben auf der Checkliste stehen! Wir haben uns eine Schokoladenpizza bestellt, was das Beste war, das ich je gegessen habe!

Hagel, Sturm und Abschiedsfeier
Lecker SchokopizzaAm 28. November hatten wir wirklich einen schlimmen Hagelsturm in Brisbane und aus diesem Grund habe ich meinen letzten Schultag verpasst. Die ganze Schule wurde geschlossen, weil Scheiben vom Hagel kaputtgingen und auch einige Teile überflutet waren, es gab keine Elektrizität und kein Internet. Im ersten Moment war ich wirklich geschockt und wollte es eigentlich nicht wahrhaben, weil ich mich noch bei keinem verabschiedet habe und ich meinen Lehrern noch Geschenke geben wollte. Um mich abzulenken bin ich deswegen mit meinen zwei Gastschwestern zur RSPCA gegangen, eine Organisation, die sich um zurückgegebene und herrenlose Tiere kümmert.

Später am Abend konnten dann paar meiner Freunde kommen und wir hatten eine kleine Abschiedsfeier, aber natürlich konnten nicht alle kommen, denn der Sturm hat auch einige Straßen zerstört beziehungsweise mit umfallenden Bäumen geblockt. Ich habe mich aber gefreut, dass ich noch zu ein paar Leuten Tschüss sagen konnte. Es war ein schöner Abend und dann, als die ersten schon gehen mussten, sind auch einige Tränen geflossen. Ich habe meine australischen Freunde wirklich ins Herz geschlossen und ich habe das Gefühl, dass ich mit ihnen noch lange in Kontakt stehen werde (im Moment habe ich täglichen Kontakt mit einigen Leuten).

Abreise – Time to say Goodbye
Zwei Tage später ging dann mein Flug nach Deutschland und in mir herrschte wirklich ein Wechselbad der Gefühle: Einerseits habe ich mich unglaublich gefreut, meine Familie in Deutschland bald sehen zu können, aber andererseits wollte ich fast die ganze Zeit weinen, weil ich einfach meine neu dazugewonnene Familie nicht verlassen wollte. Am Flughafen war dann auch meine unglaublich liebe Koordinatorin mit ihren beiden Töchtern und ihrer Austauschschülerin da, um sich von mir zu verabschieden und ich habe mich wirklich gefreut sie zu sehen, weil ich in diesem 5 Monaten viele schöne Dinge mit ihnen erlebt habe.

Der letzte Abschied – nämlich von meinen Gasteltern – gehörte auch zu den Schwersten, wenn er nicht sogar der Schwerste war. Im Flugzeug war mir dann auch nach Weinen zumute und ein paar Mal konnte ich auch nicht an mich halten, aber der Mann, der neben mir saß, hat mich wirklich gut auf andere Gedanken gebracht, da wir viel geredet haben. Nach 24 Stunden Flug auf 3 Flugzeuge aufgeteilt (Zwischenstopps nicht mit eingerechnet) bin ich endlich in Deutschland angekommen – ohne Koffer. Das Gepäck ist irgendwo verloren gegangen. Ich musste dann zur Gepäckermittlung und meine Familie durfte anderthalb Stunden auf mich warten. Ich glaube, das Wiedersehen hatten sie sich etwas anders vorgestellt. Am nächsten Tag kam der Koffer aber zum Glück in Deutschland an und ich habe meine Sachen zurückbekommen!

Vincenza und ihre GastmutterZeit für ein Fazit
Wenn ich jetzt an alles zurückdenke, muss ich wirklich sagen, dass Australien das beste Erlebnis war, dass ich je gehabt habe. Die Leute, die ich in diesem Land getroffen habe, waren so nett und lieb. In dieser Zeit habe ich so viele Orte gesehen und Dinge gemacht, die ich vorher noch nie gemacht habe.

Australien ist zu meinem Traumland geworden und ich liebe alles daran, sogar die Dinge, die nicht unbedingt toll und flauschig und süß sind wie Kängurus und Koalas! Natürlich ist nicht immer alles vollkommen perfekt gelaufen und manchmal hatte ich meine Hochs und auch seltenere Tiefs, aber ich würde nichts daran ändern wollen und es auch tausendmal wiederholen. All diese Erlebnisse haben mich zu der Person gemacht, die ich jetzt bin und diese Person gefällt mir so viel besser! Am Anfang habe ich zwar geweint, dass es zu Ende ist, aber mittlerweile kann ich gar nicht mehr aufhören zu lachen, weil es so, so schön war! Ich kann gar nicht genug Danke an alle Leuten sagen, die diesen Aufenthalt so besonders und unvergesslich gemacht haben.

Und ein besonderes Dankeschön geht an Stepin – vielen, vielen Dank für einfach alles! Ihr habt mir durch das Stipendium etwas gegeben, das das Jahr 2014 zu etwas ganz Besonderem gemacht hat und das ich niemals in meinem Leben vergessen werde!

Share this Story

Verwandte Artikel

Hinterlasse einen Kommentar (mind. 10 Zeichen)

Deine E-Mail wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

About Vincenza

Vincenza

Vincenza aus Köln war eine von vier Stipendiatinnen, die in der Saison 2014/15 mit der Unterstützung von Stepin die Welt bereisen durfte. In ihrer neuen Heimat auf Zeit – einem Vorort von Brisbane im sonnigen Queensland – hat sie fünf Monate eine australische High School besucht. Hier auf der Weltneugier hat sie regelmäßig von ihren Eindrücken berichtet.


Du interessierst dich auch für einen High School-Aufenthalt in Australien?
Hier findest du alle Infos zu unserem Programm: Schüleraustausch Australien

Unsere Gratis-Kataloge

Zu unseren Programmen

Stepin auf Facebook

Stepin auf Instagram