Verena in Thailand #6: Eine Woche im Affen-Projekt

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Montagmittag  kam Verena im Affen-Projekt in der Nähe von Phop Phra im Westen des Landes an. Hier half sie im Rahmen ihrer Freiwilligenarbeit in Thailand eine Woche lang beim Versorgen der Gibbons und erlitt beim Besuch eines Elendsviertels in Mae Sot einen kleinen Kulturschock. Erfahre, wie der Tagesablauf im Freiwilligenprojekt aussieht und was es bei der Affen-Fütterung zu beachten gibt.

Lauter Tiere im Affen-Projekt

Highland-Farm Thailand EingangsschildAuf dem Gelände angekommen, fiel mir sofort auf, wie riesig das Areal ist und wie viele Tiere es hier gibt. Ich passierte eine Gruppe Truthähne, einige Vögel, mehrere Katzen und zwei Hunde, bevor ich praktisch inmitten von Affengehegen stand.

Pharanee, die das Gibbon Sanctuary betreibt, begrüßte mich, brachte mich auf mein Zimmer im Nebengebäude und kochte mir erstmal Mittagessen. Ihr Alter sieht man der 74-Jährigen nicht an. Fit und immer in Bewegung managt sie die gesamte Farm alleine, allerdings hat sie einige Angestellte, die sich mit um die Tiere kümmern.

Alleine wäre das auch kaum zu bewältigen, denn die Farm ist das Zuhause von knapp 70 Gibbons, 21 Makaken, 2 Schakalen, einem Bären und einem Binturong (im Deutschen auch Marderbär genannt). Das Affen-Projekt beabsichtigt Wildtiere zu schützen bzw. die Tiere zu versorgen, die z.B. auf Grund von menschlicher Misshandlung nicht mehr in ihrem normalen Lebensraum überleben könnten.

Neben diesen größeren Tieren, gibt es dann noch eine Menge Katzen (nachdem ich 10 unterschiedliche gezählt hatte, habe ich die Übersicht verloren), die beiden Hunde und etliche unterschiedliche Vögel.

Gibbons – so flauschig und doch so bissig

Gibbon beim Spielen in seinem GehegeHauptbewohner und die Lieblinge Pharanees bleiben allerdings die Gibbons, die zu den Menschenaffen gehören (im Englischen »apes« und nicht »monkeys«, wie Pharanee mich mehrmals korrigierte).

Doch man sollte sich vom flauschigen Fell und den Kulleraugen nicht täuschen lassen, da die vermeintlich süßen Äffchen ca. 4 cm lange Fangzähne besitzen mit denen sie gewaltig zubeißen können. Abgesehen von den Fangzähnen wurde ich auch vor ihren langen Armen gewarnt, denn die Affen sind schnell, verdammt schnell und noch dazu sehr kräftig, da können sie schon mal versuchen zuzupacken.

Mein Tagesablauf im Freiwilligenprojekt

Am Nachmittag bekam ich eine kurze Einführung in den Arbeitsablauf und durfte das erste Mal beim Füttern helfen. Schon hiernach war mir klar, dass es sich bei den Bewohnern der Farm um wilde Tiere handelt, bei denen man mit kuscheln und spielen meist nicht weit kommt.

Makake-Affe in ThailandDirekt beim ersten Mal Füttern war ich anscheinend nicht zu 100% aufmerksam und auch etwas zu langsam, so hatte mich auch schon ein Makake bei der Hand gepackt und ich hatte meinen ersten Kratzer – der immerhin auch der letzte bleiben sollte.

Die nächsten Tage arbeitete ich dann gemäß dem von den Tieren vorgegebenen Tagesablauf mit uns half wo ich konnte. Der Tag der Gibbons beginnt leider sehr früh: zwischen 4:00 Uhr und 5:30 Uhr morgens wachen die Affen auf und beginnen mit ihrem »Gesang«. Was mich eher an einen Großeinsatz der Feuerwehr erinnerte, ist für Pharanee tatsächlich Musik in den Ohren. Um aber auch etwas Positives am morgendlichen Affengeschrei zu sehen: ich konnte mir den Wecker sparen.

Die Affenfütterung

Das Futter für die Affen wird zubereitetGegen 7:00 Uhr wurde ich in der Küche erwartet, um die erste Mahlzeit für alle Affen zuzubereiten. Zusammen mit den anderen Angestellten ging es daran Gemüse und Obst zu waschen, zu schneiden und gleichmäßig in Körbchen zu verteilen.

Mit den Körbchen sind wir anschließend zu den Gehegen gegangen, um je ein Körbchen in einen Futternapf zu entleeren. Danach mussten die Körbchen natürlich abgespült und die Küche wieder saubergemacht werden. Dann war die morgendliche Arbeit auch schon geschafft.

Das frühe Aufstehen und die Arbeit wurden mit einem ausgiebigen Frühstück belohnt. Pharanee ist besser auf ein Frühstücksbuffet vorbereitet, als so manches Hotel hier in Thailand. Danach hatte ich Freizeit bis es vor dem Mittagessen noch einen kleinen Snack für die Affen gab. Mit einem Wäschekorb voller Kürbisse ging es eine Runde durch die Gehege, anschließend gab es auch Essen für mich.

Futterkörbchen für die AffenUm 14:30 Uhr stand die letzte Aufgabe des Tages an. Noch einmal wurde die Routine des Morgens wiederholt, bis alle Affen ein zweites Mal gefüttert waren, danach hatte ich wieder Freizeit.

In der vielen freien Zeit wird einem aber ganz sicher nicht langweilig: Pharanees Bücherregal, ihre DVD-Sammlung, ihre Fotoalben und die Geschichten, die sie zu erzählen hat, sorgen für beste Unterhaltung.

Ausflug nach Mae Sot

Abgesehen davon nahm sie mich am Donnerstag mit zu einem Ausflug in die Stadt Mae Sot. Wenn ich während meiner ganzen Reise bis jetzt von einem Kulturschock sprechen sollte, dann wohl in Bezug auf diese Stadt. Bisher kannte ich nur die Randgebiete mit den schicken neuen Häusern und den Shopping Malls, doch direkt in der Stadt war ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht gewesen.

Alles dort erinnert an ein Elendsviertel und doch ist es für die Leute hier Normalität. Zu sehen, wie glücklich Menschen in ihren Häusern aus Plastik-Planen leben können, macht mir einmal mehr bewusst, wie gut wir es doch in Europa haben.

Der Freitag, mein letzter Arbeitstag, kam schnell und schon war die Zeit im Affen-Projekt wieder vorbei. Samstagmorgen mache ich mich auf den Weg zurück nach Singburi, um von dort aus eine einwöchige Rundreise durch den Norden Thailands bis nach Chiang Mai zu unternehmen. Von dort aus werde ich mich bald wieder melden.

Viele Grüße,
Eure Verena

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About Verena

Verena

Verena ist 19 Jahre alt und kommt aus Bayern. 2016 hat sie ihr Abitur bestanden und ist direkt am Tag nach ihrem Abiball in den Flieger nach Thailand gestiegen, um über verschiedene Freiwilligenprojekte Land und Leute besser kennenzulernen.


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