Verena in Thailand #2: Wochenend-Trip nach Kanchanaburi

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In Thailand findet man an jeder Ecke kleine Reisebüros, die Kurztrips und Ausflüge für Touristen anbieten – so auch in Singburi. Verena hat sich während ihrer Freiwilligenarbeit mit vier anderen Volunteers zusammengetan und für ihr freies Wochenende, zwischen Kulturwoche und ihrem ersten Projekt, einen solchen Trip nach Kanchanaburi gebucht. Grund für dieses Ziel waren hauptsächlich die Wasserfälle, die man dort besichtigen kann und in denen man auch baden darf – perfekt bei den heißen Temperaturen.

Sogar mit Klimaanlage!

Freitagnachmittag, nach unserer Kulturwoche, hat uns die Reiseführerin an unserer Unterkunft in Singburi abgeholt. Sofort waren wir alle begeistert, da wir in einem richtigen Auto mit Klimaanlage unterwegs sein würden. Wir hatten uns schon daran gewöhnt, alle Fahrten in offenen Trucks zu unternehmen, die eben zweckmäßig aber nicht sonderlich bequem sind. Abends in Kanchanaburi angekommen, fielen wir nach einem kurzen Spaziergang sofort in unsere Betten und wollten nur noch schlafen.

Wanderung zu Wasserfällen

Ausgeschlafen und fit zu sein zahlte sich am nächsten Tag aus. Wir fuhren zum Erawan Nationalpark, um eine Wanderung zu sieben verschiedenen Wasserfällen zu unternehmen. Die Wasserfälle gehören alle zum selben Fluss und sind stufenweise an einem Berg gelegen. Die unterste und erste Stufe befindet sich direkt am Eingang des Nationalparks und bietet – ohne zuvor lange laufen zu müssen – eine schöne Aussicht.

Erawan Nationalpark Thailand Wasserfall Stufe 3Um auch die restlichen sechs Wasserfälle zu erkunden, hieß es dann allerdings laufen, ein wenig klettern und hauptsächlich schwitzen! Bei gefühlten 45°C und unfassbar hoher Luftfeuchtigkeit stapften wir den Berg hinauf. Der Weg war – wenn vorhanden – ein schmaler Trampelpfad.

Eines kann ich zukünftigen Nationalparkbesuchern Thailands mit auf den Weg geben: Ihr solltet auf keinen Fall zu wenig Moskitospray mitnehmen, beziehungsweise benutzen, denn »Nationalpark« bedeutet in Thailand meist Dschungel und Dschungel bedeutet ca. 50 Moskitos pro Quadratmeter.

Was die Moskitostiche, die Hitze und die Anstrengung erträglicher machte, war die verlockende Möglichkeit, in jeder Stufe der Wasserfälle schwimmen zu gehen. Da der Nationalpark sehr beliebt ist, muss man allerdings mit vielen Touristen und auch einigen einheimischen Badegästen rechnen. An heißen Tagen sind vor allem die unteren Stufen ziemlich überfüllt. Wir hatten Glück, einen recht ruhigen Tag erwischt zu haben und wollten natürlich auch ins erfrischend kalte Wasser.

Gratis-Fisch-Pediküre

Dieses teilt man sich allerdings nicht nur mit anderen Besuchern, sondern auch mit einigen größeren und sehr vielen kleinen Fischen. Genau diese kleinen Saugbarben sind es, die manche Beautysalons als Pediküre-Behandlung anbieten. Das bedeutet, wer sich ins kühle Nass traut, wird unmittelbar von einer Horde kleiner Fische angeknabbert (hauptsächlich an den Füßen und Beinen) und so mancher ist daraufhin schnell wieder ins Trockene geflüchtet. Zugegeben, auch ich habe nach einiger Zeit wieder das Weite gesucht, da die Fische einfach zu sehr gekitzelt haben. :-)

Verena am Wasserfall in ThailandMit der etappenweisen Abkühlung im Wasser, war die Wanderung bis nach oben zur siebten Stufe letztendlich doch halb so wild und die Wasserfälle belohnten uns mit ihrem fantastischen Anblick. Erst einmal oben angekommen, mussten wir allerdings auf demselben Weg auch wieder nach unten.

Die ganze Wanderung nahm fast den kompletten Tag in Anspruch und am Ende waren wir alle ziemlich müde. Trotzdem wollten wir es uns nicht entgehen lassen, die Bars und Lokale in der Nähe anzusehen und den Abend noch entspannt ausklingen zu lassen.

Next Stop: River Kwai Bridge

River Kwai Bridge ThailandAm nächsten Morgen fuhren wir zur Eisenbahnbrücke über den Fluss Kwai, die Thailand und Burma per Eisenbahnnetz verbinden sollte und hauptsächlich von Kriegsgefangenen im Zuge des »Death Railway« errichtet wurde. Diese Bezeichnung kommt von den vielen Gefangenen, die während der Errichtung der Eisenbahnstrecke wegen unmenschlicher Arbeitsbedingungen gestorben sind.

Bekannt wurde die Brücke vor allem durch den Roman »Die Brücke am Kwai« von Pierre Boulle und in Kanchanaburi gibt es sogar ein Museum zum Thema »Death Railway«, für dessen Besichtigung uns leider die Zeit fehlte.

Die Brücke wurde in Stand gesetzt und wird heute noch befahren, was allerdings nichts daran ändert, dass täglich hunderte Touristen zwischen den Schienen umherlaufen. Die Züge fahren immerhin sehr langsam, so dass jeder noch rechtzeitig ausweichen kann.

Last Stop: Thamkrasae Bridge

Der letzte Halt vor der Rückfahrt nach Singburi war die Thamkrasae Bridge – eine weitere Eisenbahnbrücke. Diese wird ebenfalls noch befahren und außerdem als Fußweg zu einer Höhle genutzt. Die Brücke verläuft entlang einer steilen Felswand. Ca. 30 Meter über dem Boden liefen wir also über 40 cm breites Wellblech, ohne Geländer, ohne Sicherheitsmaßnahmen, weil das hier so üblich ist und es der einzige Weg ist, die besagte Höhle zu erreichen.

Buddha-Höhle bei der Thamkrasae Bridge ThailandNach ca. 10-15 Minuten nervösen »Nicht-nach-unten-Sehens« waren wir endlich angekommen und befanden uns in einem, durch die vielen Räucherstäbchen recht stickigem Gewölbe.

Hier findet man, wie sollte es anders sein, einen großen Buddha und die Thais nutzen den Ort um zu beten.

Ich fragte unsere Reiseführerin, was man denn mache, wenn ein Zug kommt. Die Antwort war schlicht und ergreifend »schneller laufen« und ein Grinsen. Keine drei Minuten später hörten wir auch schon einen Zug in der Ferne (er kündigte sich immerhin früh genug mit einem lauten Warnsignal an). Zugegebenermaßen fuhr er extrem langsam, damit die Leute noch ausweichen konnten.

Thamkrasae Bridge ThailandDennoch, für deutsche Verhältnisse, mehr oder weniger unglaublich. Als der Zug dann vorbei gefahren war, machten wir uns in aller Ruhe auf den Rückweg, wieder über das Wellblech.

Mit diesem einmaligen Erlebnis ging der Wochenendausflug auch schon zu Ende und zurück in der Unterkunft in Singburi hieß es für mich nun Koffer packen. Die nächste Woche verbringe ich im Elefanten-Projekt, welches im nordwestlich gelegenen Umphang stationiert ist. Von dort werde ich mich bald wieder melden.

Viele liebe Grüße,
Eure Verena

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About Verena

Verena

Verena ist 19 Jahre alt und kommt aus Bayern. 2016 hat sie ihr Abitur bestanden und ist direkt am Tag nach ihrem Abiball in den Flieger nach Thailand gestiegen, um über verschiedene Freiwilligenprojekte Land und Leute besser kennenzulernen.


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