Unser kleiner Brasilien Reiseführer: Vom Amazonas zur Copacabana

Unser kleiner Brasilien Reiseführer: Vom Amazonas zur Copacabana

Brasilien gehört zu einer der beliebtesten Destination für Auslandsaufenthalte – sei es ein klassischer Kulturaustausch, ein Sprachkurs oder sogar freiwillige Unterstützung bei einem sozialen Jahr. Deswegen haben wir uns heute das Land einmal genauer angeschaut und einen kleinen Reiseführer für alle diejenigen geschrieben, die schon immer einmal nach Brasilien reisen wollten.

Brasilien: Dois Irmãos. Rio de Janeiro, BrazilCopyright: Rubem Jr

Brasiliens Geschichte, Kultur und Geographie

Die Amtssprache des Landes ist brasilianisches Portugiesisch, aber auch andere Sprachen, wie Niederdeutsch, Italienisch, Japanisch, und Koreanisch, werden in manchen Teilen gesprochen. Aufgrund Brasiliens abwechslungsreiche Geschichte weist das Land eine sehr vielfältige Kultur auf: die Indianer, die Ureinwohner des Landes, die Portugiesen, die während der Kolonialzeit das Land besetzen, sowie die Afrikaner, die als Sklaven nach Brasilien verschleppt wurden, haben die Kultur maßgeblich geprägt. Doch nicht nur Brasiliens Kultur, sondern auch die Natur, seine Landschaften und Sehenswürdigkeiten sind sehr unterschiedlich: lange Sandstrände, wechseln sich ab mit Tropen- und Regenwäldern und dem Amazonas, dem wasserreichsten und längsten Fluss der Welt. Neben den verschiedenen Landschaftsbildern kann man in Brasilien auch sehr bekannte Sehenswürdigkeiten besichtigen. Ein Besuch des Zuckerhutes von Rio de Janeiro gehört mittlerweile schon zum Standardprogramm eines Brasilienbesuchs. Sehr sehenswert sind auch die Iguazú-Wasserfälle, die Copacabana in Rio de Janeiro oder auch die Altstadt von Parati. Für Naturliebhaber ist der Amazonas mit seiner Artenvielfalt in Flora und Fauna ein unvergessliches Ausflugsziel. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist auch das Wahrzeichen von Rio de Janeiro – die Statue Cristo Redentor.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten

Der Zuckerhut-Felsen in Rio de Janeiro ist eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Brasilien. Aus Granit und mit einer Höhe von 395 Metern liegt er in der Bucht von Guanabara. Seine Form erinnert tatsächlich an einen Zuckerhut und schon die Ureinwohner bezeichneten ihn als „Zuckerbrot“. Eine Seilbahn bringt jeden Besucher, der schwindelfrei ist, auf den Gipfel des Berges. Besonders beliebt sind die berühmten Sonnenuntergänge und die damit verbundene unverwechselbare Rotfärbung der Skyline.

Brasilien: Zuckerhut in RioCopyright: Rodrigo Soldon

Die Iguazú-Wasserfälle, welche an der Grenze Brasiliens zu Argentinien liegen, bestehen aus einer Ansammlung von ungefähr 270 Wasserfällen. Diese stürzen zum Teil bis zu 82 Meter auf einer Strecke von circa 2,7 Kilometer in die Tiefe. Der bekannteste Wasserfall ist der „Teufelsrachen“. Hier fallen ungefähr dreizehntausend Kubikmeter Wasser pro Sekunde in die Tiefe und in diesem Wassernebel leben unzählige Pflanzen- und Tierarten. Mit einem Schlauchboot oder mit dem Jeep lässt sich dieses Naturspektakel, was zum UNESCO Weltkulturerbe gehört, bewundern.

Brasilien: Cataratas do IguaçuCopyright: Rodrigo Soldon

Die Copacabana ist der weltberühmte Strand von Rio. Am Atlantischen Ozean gelegen bietet die Copacabana einen ungefähr 4 Kilometer langen Sandstrand. Die Hauptstraße und berühmte Promenade ist mit schwarzen und weißen Steinen gepflastert. Hier hatte die Musik, Malerei und die Literatur Brasiliens ihren Ursprung, da viele zur Bohème gehörende Musiker, Künstler oder Dichter den schönen Sandstrand als Motiv für ihre Kunst sahen. An den Stränden werden heutzutage unzählige Sport- und Freizeitaktivitäten wie Beachvolleyball oder Fußball angeboten.

Brasilien: CopacabanaCopyright:Ecolo

Die Altstadt von Parati liegt zwischen Rio de Janeiro und der Hafenstadt Santos. Die Stadt konnte bis zum Jahre 1954 nur auf dem Schiffsweg erreicht werden. Parati wurde als Stadt auf Grund der in unmittelbarer Nähe vorkommenden Edelstein- und Goldvorkommen im siebzehnten Jahrhundert gegründet. Die historische und farbenfrohe Altstadt ist in ihrer Urform bis heute nahezu erhalten geblieben und wurde unter Denkmalschutz gesetzt. Neben den beeindruckenden Wohnhäusern sind auch die Kirchen einen Besuch wert.

Eine weitere schöne Stadt ist Salvador de Bahia, die frühere Hauptstadt Brasiliens. Die im Kolonialstil erbaute Altstadt gehört zum Weltkulturerbe. Dort kann man rund um den Largo de Pelourinho die bunten Häuser anschauen, die nun das Maler- und Künstlerviertel ausmachen. Früher einmal war dieser Platz ein Markt, auf dem mit Sklaven gehandelt wurde. In manchen Kellergewölben kann man immer noch die Ketten sehen, an denen die Sklaven festgehalten wurden.

Die Statue Cristo Redentor ist neben dem Zuckerhut wohl die berühmteste Sehenswürdigkeit von Rio de Janeiro und ist somit auch das Wahrzeichen der Stadt. Das Monument von „Christus dem Erlöser“, wie die Statue übersetzt heißt, wurde anlässlich der 100 jährigen Unabhängigkeit Brasiliens erbaut. Die 30 Meter hohe und 1145 Tonne schwere Statue ist aber nicht nur ein touristischer Anziehungspunkt, sondern auch ein wichtiger Wallfahrtsort für gläubige Christen. In dem 8 Meter hohen Sockel, auf dem die Statue steht, befindet sich eine Kapelle, in der 150 Menschen Platz haben. Mit dem Ausblick auf den Zuckerhut wirkt die Statue als übergroßer Schutzengel der Stadt.

Brasilien: Christo RedentorCopyright: Catford Celt

Auch der sich durch den Urwald schlängelnde Amazonas mit seiner unergründlichen Flora und Fauna ist ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen. Im Amazonasbecken findet man 1500 verschiedene Fischarten, Mangroven-, Sumpf- und Lianenwälder. Das Netzwerk verschiedener Flüsse und Bachläufe machen den Amazonas zu einem nationalen Transportweg für Brasilien. Noch bis heute sind manche Städte nur über diesen Fluss zu erreichen. Einige Indianerdörfer sind auch direkt auf und über dem Fluss errichtet. Die Ureinwohner wohnen in Holzhütten, die auf langen Stelzen stehen, damit bei Hochwasser kein Wasser in die Wohnungen läuft. Diese Häuser nennt man „Caboclos“. Die einheimischen Bewohner leben von der Herstellung von Kautschuk und von der Ernte der Paranüsse und Früchte.

Brasilien: AmazonasCopyright: Bárbara Nonato

Ein weiteres Naturspektakel ist das Sumpfgebiet Pantanal im Südwesten Brasiliens. In diesem Feuchtgebiet gibt es zahlreiche Süßwasserseen und Saline, in denen sich eine unglaubliche Biodiversität entwickelt hat. So leben dort mehr Vogelarten als in ganz Europa. Auch Pumas, Ozelote, Jaguars, Sumpfhirsche, Reptilien und Amphibien kann man dort beobachten.

Da das Land so groß ist, gibt es natürlich noch viele weitere Attraktionen, die es zu entdecken gilt. Vielleicht seid ihr ja nun neugierig geworden und möchtet euch selbst einmal von dem Land und seinen Sehenswürdigkeiten überzeugen. ;)
Wir hoffen jedenfalls, dass wir euch mit unserem kleinen Reiseführer einen ersten Einblick in das Land und die Sehenswürdigkeiten geben konnten!

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