Markus in Kanada #2: Über den Teich und dann links – Chronik eines Aufbruchs

Markus in Kanada #2: Über den Teich und dann links – Chronik eines Aufbruchs

Mit dem heutigen Beitrag startet Markus Büssecker – wie angekündigt – mit seiner Berichterstattung vom Work and Travel in Kanada. Den Auftakt macht heute ein Bericht über den Abschied aus Deutschland und die Einreise nach Kanada. Aber lassen wir Markus am besten selbst zu Wort kommen:

6.160 Kilometer, 14 Flugstunden und 7 Becher Kaffee: Das sind die Zahlen des Tages, als ich am 13. März in Toronto am Pearson International Airport lande. Endlich!

Goodbye Germany!

7:10 Uhr: Mein Wecker klingelt. Ich werde auf meiner Luftmatratze wach. Neben mir stehen meine zwei Koffer. Insgesamt darf ich 33 Kilogramm an Gepäck mit ins Flugzeug nehmen. Das klingt nach viel, sieht aber nach wenig aus. Ansonsten ist meine Wohnung leer.

11:02 Uhr: Die S-Bahn der Linie 11 bringt meine Eltern und mich an den Flughafen in Düsseldorf. Ich fühle mich komisch. Es ist eine Stimmung zwischen Aufbruch und Abschied.

11:57 Uhr: Es wird Zeit sich zu verabschieden. Zwei feste Umarmungen, ein paar aufmunternde Worte und dann nix wie ab zu der Sicherheitskontrolle bevor Tränen fließen. Schließlich haben wir schon seit einem halben Jahr über diesen Tag gesprochen. Aber trotzdem ändert es nichts an der Tatsache, dass ich Familie, Freunde und Bekannte für längere Zeit nicht sehen werde.

Leaving on a jet plane

13:40 Uhr: Der Airbus hebt von der Landebahn ab. Ich habe einen Sitz am Flur in einer Zweierreihe. Das bringt zumindest die Gelegenheit, die Beine auszustrecken, mit sich. Meine Sitznachbarin kommt aus der Dominikanischen Republik. Sie hat eine Europarundreise hinter sich und hat einiges zu erzählen. Schlafen, Musik hören, Filme gucken, Anschnallen zum Landeanflug.

Work and Travel Kanada16:40 Uhr: Wir landen am John F. Kennedy Flughafen in New York. Als erstes stelle ich meine Uhr um fünf Stunden nach hinten. Dann muss ich mich orientieren. Da das meine erste Einreise in die USA ist, bin ich etwas nervös. Schließlich weiß ich nicht, wie streng die Kontrollen wirklich sind. Aber es gibt so manche Horrorgeschichte aus meinem Freundeskreis. Mein ESTA-Dokument habe ich ausgedruckt bei mir. Sicher ist sicher. Den Reisepass habe ich natürlich auch greifbar in der Tasche mit dem Einreisezettel aus dem Flugzeug. Die Ordnung mit den Dokumenten macht sich bezahlt. Da ich alle Papiere auf Nachfrage vorlegen kann, werde ich zügig durchgewunken.

Den in Europa vieldiskutierten Nacktscanner empfinde weder ich, noch die Mitreisenden als besonders störend. Das Motto ist einfach: Arme hoch und durch! Eine gute Stunde später bin ich schon am Gate meines Anschlussflugs nach Toronto. Die magischen Worte bei den Kontrollen: »In Transit« – »Auf Durchreise«. Das war einfacher als gedacht.

Welcome to Canada!

22:00 Uhr: Landeanflug in Toronto. Der Flug dauert kaum mehr als eine Stunde. Wieder darf ich einen Einreisezettel ausfüllen. Ich führe keine Waffen mit und war auch nicht auf einem Bauernhof in Deutschland tätig. Raus aus dem Flieger und direkt zum Zoll. Aus Erfahrung weiß ich, dass die Beamten schwierig sein können. Je nach Laune, sammeln sie Informationen, die für eine komplette Biographie in Buchform ausreichen. Besonders fies ist die Fangfrage nach Geschenken. Wenn man »Ja« antwortet, dann direkt ergänzen, dass keines den Wert von 20 Kanadischen Dollars übersteigt. Sonst winken nachträglich Zollgebühren.

An diesem Abend geht alles glatt. Ob der Beamte einfach müde ist oder mein »Letter of Reference« von der Kanadischen Botschaft in Berlin magische Wirkung hat, werde ich nie herausfinden. Nach weiteren zehn Minuten im Immigration Office bekomme ich meine Arbeitserlaubnis in den Pass getackert…

Kanada, hier bin ich!

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Ein Kommentar

  1. Matthew

    27. März 2012 at 17:59

    Klingt nach einer tollen Sache mal eben in ein Flugzeug zu steigen und ab nach Kanada zu fliegen. Da kommen gerade bei dem tollen Wetter aktuell echte Neidgefühle zum Vorschein.
    Zum Glück ist endlich das Jahr 2012 aufgebrochen in dem auch wir nach Kanada gehen und wenn alles klappt, für immer und mit One-Way-Ticket. Bewerbungen sind geschrieben und potentielle Arbeitgeber gibts auch genügend. Eigentlich kann es jetzt losgehen … :)
    Viele liebe Grüße an das Stepin-Team!

    Antworten

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