Annika hat sich nach dem Abitur für sieben Monate nach Australien verabschiedet. Dort nahm sie an unserem Programm Tourismuspraktikum Australien teil und arbeitete in einem Hostel. Eine Erfahrung, die sie dringend weiterempfiehlt!

But let’s start from the beginning

Mein Name ist Annika und ich bin gerade mit dem Abitur fertig. Seit der 6. Klasse spielte ich mit dem Gedanken, für einige Zeit in ein fremdes Land zu gehen, doch eine konkrete Idee hatte ich nie wirklich. Als dann die Oberstufe anfing, musste ich mich so langsam mit meiner Zukunft auseinandersetzen. Ein FSJ in Afrika, als Au-pair in den USA oder doch lieber die Sprachreise nach England? So viele Türen waren mir geöffnet, doch letztendlich erfuhr ich von Work and Travel in Australien.

Arbeiten und Reisen in einem der wohl atemberaubendsten Ländern der Welt. Hört sich ja gar nicht so schlecht an, aber so richtig überzeugte mich die Idee ohne jeglichen Plan bzw. Job nach »da unten« zu reisen nicht und erst recht nicht meine Eltern! Eine Lösung musste her und Stepin war schon zur Stelle. Unter den zahlreichen Auslandsaufenthalten verbarg sich unter anderem die Möglichkeit für 3 Monate in einem Hostel in Australien zu arbeiten und in die verschiedenen Positionen der Tourismusbranche hineinzuschnuppern.

Opera House Sydney

Der Bewerbungsverlauf mit Stepin

Im Januar 2017 hatte ich also meinen endgültigen Plan und bewarb mich für das Praktikum in Australien. Stepin leitete mich an eine australische Partnerorganisation weiter, die dann in Skypegesprächen meine Wünsche berücksichtigte und versuchte, das richtige Hostel für mich zu finden – but no worries, die Gespräche waren echt locker und lässig, schon ein guter Vorgeschmack auf das australische Leben.

Base Backpacker Hostel

Einige Tage später erhielt ich die Zusage für das Base Backpackers in Sydney, eins der wohl größten Hostels in Sydney mitten im CBD (Central Business District). Für mich als Landei eine große Umstellung, doch ich war sehr aufgeregt und freute mich auf meine Reise ans andere Ende der Welt.

Und los geht’s

Anfang August war es dann soweit. Nach einem tränenreichen Abschied von meiner Familie flog ich alleine mit meinem Rucksack nach Sydney. Ein echt großer Schritt für mich, schließlich war ich nun auf mich allein gestellt. Zwei Tage später kam ich morgens um 6 Uhr in Sydney an und wurde auch schon direkt auf die Probe gestellt, denn weder mein bereits bestellter Shuttle ließ von sich blicken, noch das australische Wetter spielte mit. 8 Grad und Regen – und das in Australien! Bitte geht nicht davon aus, dass der australische Winter heiß wird. Zwar kann es tagsüber mal ganz warm werden, aber nachts und morgens liegen die Temperaturen im einstelligen Bereich. Also macht es besser als ich und bringt dicke Klamotten mit!

Nach Stunden des Wartens kam dann endlich mein Shuttle und brachte mich durch den Berufsverkehr in mein Hostel. Übrigens verabschiedet euch auch vom Gedanken, vor 14 Uhr einchecken zu können, da eurer langersehntes Bett vermutlich noch nicht fertig sein wird, so hieß es für mich: schlafen in der Lobby.

Nach meinem Nickerchen ging es weiter. Ich traf meine Managerin, die mir alles über das Hostelleben und meine Arbeit erklärte. Base Backpackers ist eins von mehreren Hostels in Australien, das zu dem Unternehmen Nomads gehört. Meist arbeiten dort nur Menschen, die selber Backpacker sind oder waren. Das heißt, dass jeder wirklich einzigartig ist, aber auch irgendwie gleich. Eine tolle Idee, doch bevor ich auf meine Kollegen traf, konnte ich mich erstmal in meinem »private room«, den ich für zwei Nächte bekam, ausschlafen.

Die erste Woche

Doch statt Arbeit wartete erstmal eine Woche voller Aktivitäten auf mich! Ich machte ein Picknick im Hyde Park, war am Bondi Beach (macht unbedingt den Bondi to Bronte Walk!), durfte Kängurus füttern und besuchte die Blue Mountains. Das ist ein wirklich riesiger und wunderschöner Nationalpark, ca. 2 Stunden von Sydney entfernt. Da ich im Winter anreiste, konnte ich außerdem bei einer Bootstour Wale im offenen Meer beobachten.

Blue Mountains Nationalpark

Der Arbeitsalltag im Hostel

Mittlerweile hatte ich mich ein wenig eingelebt, lernte viele nette Leute in meinem Alter kennen und bin in meinen »staff room« gezogen, den ich mir mit 2 anderen Mitarbeitern für 3 Monate teilte. Da gewöhnt man sich schnell dran. Dann ging meine Arbeit an der Rezeption los und es gab eine Menge zu lernen und zu beachten.

Känguru füttern

Normalerweise hatte ich eine 32-Stunden-Woche und arbeitete 4 Tage die Woche. Leider bekam ich kein Gehalt, dafür aber die Unterkunft und 70 $AUD für Verpflegung. Da die Lebenshaltungskosten in Sydney sehr teuer sind, solltet ihr euch vielleicht etwas Erspartes mitnehmen, wenn ihr nicht gerade immer aufs Geld achten wollt.

Teil des Programmes war es, verschiedene Positionen der Tourismusbranche kennenzulernen, also wechselte ich von der Rezeption zu »Jobsearch«. Das ist ein Angebot von Nomads für Backpacker, in welchem es darum geht, das Arbeitsleben in Australien einfacher zu machen und wichtige Informationen sowie Jobs zu vermitteln. Meine Aufgaben waren vielseitig, zum Teil musste ich Dokumente ausfüllen, Emails schreiben, Beratungsgespräche führen oder Plakate erstellen. Nicht nur meine Englischkenntnisse verbesserten sich dadurch sehr, auch wurde ich offener und gelassener.

Und wie ging es dann weiter?

Die drei Monate waren schneller um als gedacht, aber ich hatte geplant, für ein halbes Jahr zu bleiben. Meine Managerin bot mir an, dass ich weiterhin im Base arbeiten könnte, diesmal mit Gehalt, aber ohne Unterkunft. Währenddessen wohnte ich bei einer australischen Gastfamilie als Teilzeit Au-pair. So konnte ich Geld und jede Menge weitere gute Erfahrungen sammeln. Und die letzten Monate reiste ich schließlich durch (fast) ganz Australien, mit neu gefundenen Freunden, mit meinem Freund aus Deutschland (der mich an Weihnachten besuchen kam), aber auch alleine. Und ich muss euch sagen, es war…einfach traumhaft!

Reisen durch Australien

Ab ins Flugzeug nach Australien!

Falls ihr jemals vor der Entscheidung steht, ins Ausland zu gehen, dann tut es. Ihr habt die Chance, neue Orte zu entdecken, jede Menge fremder Kulturen kennenzulernen – mal ganz abgesehen von den vielen Tieren in Australien – und lernt darüber hinaus auch euch selbt besser kennen.

Das Tourismuspraktikum bietet euch den perfekten Einstieg in das australische Leben und auch in die Tourismusbranche. Dank Stepin brauchte ich mir erstmal keine Gedanken über meine Unterkunft oder meine Arbeit machen und hatte genügend Zeit meine weiteren Schritte zu planen. Ich erlebte ein wirklich vielseitiges halbes Jahr, das mich auch jetzt noch völlig sprachlos macht.

Viel Spaß bei eurem Abenteuer!

Eure Annika

Weitere Infos zum Programm

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