Thailand – Wo Kultur und Tourismus aufeinandertreffen!

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Möchtest du eine schicke Ledertasche für neun Euro kaufen? Oder vier lässige T-Shirts für nur zehn Euro? Dann solltest du definitiv deinen Urlaub in Thailand so planen, dass du mit einem fast leeren Koffer startest und mit einem zweiten neu gekauften für nur zwanzig Euro wieder zurückfliegst. Die Preise für Tasche, T-Shirts, Koffer und Schmuck sind die Touristenpreise, so viel haben wir gelernt.

Die einmaligen Thai-Preise

Die Beträge, die Thais uns nannten, waren immer auf unsere helle Hautfarbe und europäischen Look abgestimmt. Die gleiche Tasche, die ich mir gekauft habe, kaufte eine thailändische Freundin für nur sechs Euro. Für mich war die Neun-Euro-Tasche trotzdem DAS Schnäppchen des Jahres. Zudem hat diese Tasche wirklich keine andere Freundin in Deutschland!

Tuk Tuk in den Straßen Bangkoks

Dasselbe haben wir auch festgestellt, als wir Taxi fahren wollten. Das Angebot des Taxifahrers lag bei fast neun Euro, als wir ihn nach einem Festpreis fragten. Unsere Freundin aus Thailand fragte denselben Taxifahrer und wir konnten für die HÄLFTE mitfahren! Somit mussten wir umgerechnet nur 4,50 Euro für eine 20-minütige Fahrt zahlen.

Das wäre in Deutschland ein wahrer Traum, wo man doch mit zehn Euro für zehn Minuten rechnen muss. Unser Tipp: Für kurze Strecken einen Festpreis aushandeln und auf längeren Strecken mit Taximeter fahren!

Die Transportmittel Bangkoks

Wenn wir alleine Bangkok erkunden wollten und kurze Strecken zurücklegen wollten, nahmen wir dann doch ein Tuk Tuk oder Roller-Taxi. Diese Fahrten sind allerdings nicht für jedermanns Nerven geeignet, denn der Fahrstil ist im wahrsten Sinne »abgefahr’n«! Tuk-Tuk-oder Rollerfahrten glichen einer Achterbahnfahrt durch die Straßen von Bangkok. Vertrauen zu dem Fahrer hatten wir nie – Vertrauen zum Transportmittel auch nicht – aber ein bisschen Adrenalin und Nervenkitzel hat ja auch im Urlaub noch nie geschadet ;-). Zumindest war diese Art der Fortbewegung billiger, als zwei Stationen mit der Bahn zu fahren.

Auch das Wassertaxi ist in Bangkok beliebt

Eine sehr entspannte Art der Fortbewegung bot uns auch das Express-Boat, das (auch von den Einheimischen) als Taxi über den Fluss Chao Phraya genutzt wurde. Dieses Verkehrsmittel erschien uns sehr praktisch, denn es war nicht nur billig und nutzbar wie ein Hop On-Hop Off-Sightseeing-Bus, sondern man konnte auch die fantastische Skyline Bangkoks bewundern.

Leider fuhren die Boote nur bis 20 Uhr, sodass man immer pünktlich an der Anlegestelle sein musste. Aber zum Glück befinden sich fast alle Sehenswürdigkeiten Bangkoks‘ in der Nähe des Flusses, was die tägliche Sightseeing-Tour extrem erleichtert.

Überall sieht man leider auch Korruption

Auf unserer Reise haben wir immer wieder gemerkt, wie das Leben in Thailand vom Handel bestimmt wird. Aber nicht nur der Handel, sondern auch die Bestechung spielt eine große Rolle! Angefangen bei dem Hoteljungen, der einem jeden Wunsch von den Lippen abliest, nachdem man ein ordentliches Trinkgeld (nur zehn Euro bzw. circa 380 Baht) zugesteckt hat, über den Barkeeper, der einen am nächsten Tag als »special guest« begrüßt und eine Cola ausgibt, zu dem Polizisten, der im Falle eines kleinen Autounfalls mit dem Mietwagen auf der Insel Koh Samui die Fahrt in seinem Wagen zum Autoverleih anbietet.

Dazu muss man sagen, das unser Bekannter auf Koh Samui mit dem Mietwagen einen Unfall hatte und der Polizist ihm zu verstehen gab, dass er vorerst seinen Reisepass nicht wiederbekommen würde und das man um eine Anzeige nicht herumkäme. Glücklicherweise hatte er 1000 Baht dabei und der Polizist zeigte sich von einer ganz anderen – zuvorkommenden – Seite.

Boote am Kho Phi Phi

Zuerst haben wir dieses »Gefeilsche« der Leute in Thailand als sehr nervig und fast dreist empfunden. Doch man darf natürlich nicht vergessen, dass wir als »reiche Europäer« den Lebensunterhalt der Menschen sichern. Wir bereisen das Land, staunen über die einfachen Lebensverhältnisse und lassen unser Geld dort.

Alles für den Tourismus

Der Tourismus in Thailand ist ein sehr bedeutender Wirtschaftssektor, der durch Katastrophen, wie dem Tsunami 2004 immer wieder geschwächt und danach verändert aufgebaut wird. Die Verkäufer dort – ob für Kleidung, Streetfood, oder Souveniers – sehen Europäer und versuchen den bestmöglichen Gewinn zu machen.

Geht man durch die Hinterstraße, so sieht man, dass die Einnahmen trotzdem nur für die nötigsten Grundbedürfnisse reichen. Während wir uns über eine unbequeme Matratze beschweren, fragt sich der Familienvater, woher er eine Decke für die Familie bekommt. Nach der Einsicht dachten wir uns, dass wir uns auf sehr hohem Niveau über die Art Geschäfte zu machen in Thailand beschweren, denn insgesamt sind wir nur auf zuvorkommende Menschen gestoßen, die uns immer freundlich behandelt haben. So funktioniert der Tourismus und das Leben in Thailand und wir sind froh diese Kultur kennengelernt zu haben.

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