Vom Leben in Kanada und Deutschland #2 – Ihr habt gefragt, Ole hat geantwortet

Vom Leben in Kanada und Deutschland #2 – Ihr habt gefragt, Ole hat geantwortet

Zusammen mit den Kollegen von Mein Kanada-Reiseplaner (MKR) hatten wir hier auf der Weltneugier und dem MKR-Blog vor einigen Wochen dazu aufgerufen, Fragen an Ole Helmhausen zu stellen. Wir bedanken uns bei allen, die an der kleinen Aktion teilgenommen haben und präsentieren heute das Ergebnis in Form des zweiten Teils von »Leben in Kanada und Deutschland«. Ihr habt gefragt und Ole Helmhausen hat geantwortet.

Greifen wir zum Einstieg in den zweiten Teil nochmals das Thema Auswandern auf und lassen unsere Leserin Kristin zu Wort kommen: »Ich war selbst mit Stepin in Kanada und habe das Land mitsamt seinen Bewohnern und deren Lifestyle, der unglaublichen Landschaft und seiner Kultur kennen und, ich glaube das kann ich wirklich so sagen, lieben gelernt. Das daraus resultierende Fernweh und die ganzen schönen Erinnerungen führen natürlich zu der Überlegung, Kanada wirklich einmal zu meinem Zuhause zu machen. Ich habe daher ein paar Fragen an Sie.«

Kristin: Was sind für Sie Grundvoraussetzungen, die für eine reibungslose Auswanderung notwendig sind? Und worum sollte ich mich als erstes/am intensivsten kümmern, wenn ich eine Auswanderung plane?

Ole: Grundvoraussetzung für eine reibungslose Auswanderung: Bevor Du überhaupt mit dem Schreibkram beginnst, überlege Dir genau, ob Du dafür »gebaut« bist. Es gibt viele Erfolgsgeschichten, aber leider auch viele Auswanderer, die nach ein paar Monaten desillusioniert wieder zu Hause waren. Ich sage immer: Ohne Plan funktioniert das nicht. Du musst genau wissen, was Du willst, und Du sollest auch ehrlich mit Dir selbst sein.

Kanada ist ein schönes Land, aber sicher nicht das Paradies, in dem Milch und Honig fließen. Vieles ist anders, und wir Deutsche schleppen ein anderes »Kulturgepäck« mit uns herum als die Kanadier. Deshalb kann es oft zu Missverständnissen und Frustration kommen und Vorurteile, die schon vorher da gewesen, verstärken sich dann. Auf der anderen Seite gibt es natürlich viele, viele Geschichten mit gutem, ja fantastischem Ausgang. Es liegt immer an einem selbst!

Kristin: Wie gut stehen die Chancen für Personen aus der Hotelbranche, in Kanada dauerhaft und beruflich erfolgreich Fuß zu fassen?

Ole Helmhausen sitzt auf einer BankOle: Die Chancen für Leute aus der Hotelbranche scheinen gut. Auf meinen Reisen durch Kanada begegne ich immer wieder jungen Hotelfachleuten aus Deutschland. Sie sagen, dass eine Ausbildung in der deutschen Hotellerie in Kanada hoch angesehen ist und kanadische Hotelbesitzer und -ketten deshalb immer gern deutsche Fachkräfte nehmen. Letztlich auch, um ihr Personal aus- und weiterzubilden.

Kristin: Viele Deutsche, die für längere Zeit im Ausland leben/gelebt haben, berichten, dass Sie einen völlig anderen Blick auf zu Hause entwickelt haben, vor allem aber auch »typisch deutsche« Eigenschaften an sich entdecken, die ihnen so vorher nicht bewusst waren. Würden Sie das bestätigen bzw. wie sind diesbezüglich Ihre eigenen Erfahrungen?

Ole: Ja, das kann ich nur bestätigen! Auswanderer, die ihre Sprache und ihre Kultur rigoros aufgeben und völlig in ihrer neuen Heimat aufgehen, habe ich in 18 Jahren Kanada nur ein oder zwei Mal getroffen. In der Regel nimmt man sich doch mit: die Sprache, das ganze Gepäck mit dem Namen »Kultur«. Dazu gehören auch Angewohnheiten und Sichtweisen, die einem lieb und teuer geworden sind – und von denen man sich in Kanada manchmal verabschieden muss. Als deutschstämmiger Neu-Montrealer lebe ich im französischsprachigen Teil des Landes.

Das bedeutet unter anderem: Man nimmt sich viel Zeit füreinander, für’s Essen und Trinken und diskutiert am nächsten Morgen die Saucen. Bestellt im Restaurant nicht einfach, sondern fachsimpelt mit dem Ober. Kennt die Weine, vor allem die französischen. Fährt wie der Teufel, steht aber diszipliniert Schlange.

Für einen Deutschen, der es gewohnt ist, immer  und überall »auf Sendung« zu sein, sicherlich eine Herausforderung. Auch im englischsprachigen Teil ist vieles anderes. Bei einem Problem im Haus klingelst du z.B. nicht gleich nach dem Handwerker, sondern reparierst den Schaden selbst. Viele Häuser – und Autos – sind deshalb in einem Zustand, den ein Deutscher nicht ohne Weiteres akzeptieren würde.

Vor allem aber vermisse ich die deutsche Küche. Da komme ich nicht aus meiner Haut heraus. Frisches Brot, bezahlbaren Käse, deutsches Bier, auf die rituelle Weise gezapft, mit Schaumkrone. Das klingt banal, ist es im Grunde auch, und vor allem kein Grund zur Traurigkeit, aber es ist nun einmal so. Schlimm? Wohl kaum, aber es zeigt, wie viele unerwartete Eindrücke und neue Erfahrungen auf einen zukommen.

Kristin: Was ist demgegenüber Ihrer Meinung »typisch kanadisch«?

Ole: Das ist nicht leicht zu beantworten. Welche Kanadier? Die im Osten, die im Westen? Die in Französisch-Kanada, oder die im Englischen? Die Québécois sind lebensfroh: Die sprichwörtliche »joie de vivre« ist kein Klischee. Ich bin mit einer Franko-Kanadierin verheiratet und inzwischen Teil einer typischen Québecer Großfamilie mit vier Generationen, regelmäßigen Treffen, Geburtstagen, Jubiläen und Begräbnissen.

Ole Helmhausen an einer RelingAlle sind extrem freundlich und aufmerksam – und grillen mir an lauen Sommerabenden, stets zur allgemeinen Erheiterung, meine deutsche »Extrawurst«. Dass Kanadier höflich sind, stimmt. Ich würde auch sagen: Ausgleichend, weniger konfrontativ. Man lebt und lässt leben. Wozu hat man all‘ den Platz?

Kanadier werten kaum oder gar nicht. Oder zumindest halten sie sich mit persönlichen Statements sehr zurück. Man könnte auch sagen, sie haben Stil. Ein Deutscher kommt schnell mit seiner Meinung rüberkommt: »Warum soll ich das nicht sagen? Das ist doch so!«

Dadurch kommt er leicht als »rude« (unhöflich, plump) rüber. Dagegen ist ein Kanadier eher zurückhaltend, behält seine Meinung für sich und sucht den Ausgleich. Mit dem Kopf durch die Wand, das wird man hier kaum finden.

Kristin: Gibt es »typisch kanadische« Eigenschaften, die Sie inzwischen übernommen haben oder zumindest so schätzen, dass Sie diese auf jeden Fall mehr verinnerlichen möchten?

Ole: Da musst du meine kanadischen Freunde fragen! Ich glaube, ich bin entspannter geworden. Probleme bringen mich nicht mehr sofort auf die Palme. Erstmal durchatmen und dann mal schauen. Das gilt vor allem für Verständigungsprobleme. Die gibt’s auch nach 18 Jahren manchmal noch. Meine Sprachen sind gut, aber hin und wieder fülle ich sie immer noch mit deutschen Inhalten. »Mein Fehler«, sage ich mir dann einfach, wenn mich mein kanadisches Gegenüber irritiert anschaut, und versuche es einfach noch mal.

Vielleicht sind Kanadier auch nicht so »verkopft« wie wir Deutsche. Wir denken immer daran, was andere wohl denken, was wir denken. Kein Wunder, wir sind ja das Volk der Dichter und Denker … ;-)  Kanadier sind da wesentlich unkomplizierter. Zumindest ist das mein ganz persönlicher Eindruck.

Kristin: Die deutsche Philosophin Hannah Arendt hat mit Blick auf ihr Leben in den USA und in Anlehnung an Heinrich Heine auch noch nach 30 Jahren davon gesprochen, dass für sie die deutsche Sprache ein wesentlicher Teil der »portablen Heimat« sei. Würden Sie dies – gerade als Journalist und Autor – bestätigen bzw. wie fremd wird die eigene Sprache, wenn man längere Zeit im Ausland lebt?

Ole: Ich verstehe nicht genau, wie Hannah Arendt das gemeint hat … Mal ganz unphilosophisch: Ich werde immer ein Deutscher bleiben, und ich versuche auch gar nicht, dagegen anzukommen oder gar, dies abzuschütteln. Das wäre doch dumm. Deutsch ist eine wunderbare, kraftvolle Sprache, mit einer Liebe für Details und winzigste Kleinigkeiten.

Ole Helmhausen vor einem BaumZugleich lebe ich aber auch auf Französisch und auf Englisch. Für mich ist das kein Widerspruch, sondern eine wunderbare Bereicherung um zwei weitere Welten. Täglich die Wahl der Sprache zu haben, das gibt es nur in Québec. Man muss sich nur vor einem hüten – Dinge zu be- oder gar abzuwerten. Die deutsche Messlatte anzulegen, so à la »Am deutschen Wesen soll die Welt genesen«. Denn sonst landet man schnell in einer Sackgasse. Oder im nächsten Flugzeug nach Hause.

Kristin: Ein Wort oder eine Redewendung, an der man in Kanada nicht vorbei kommt:

Ole: Eh?

Stepin: Unsere Leserin Kristin hat noch eine Frage gestellt: Gibt es etwas, das Sie an Deutschland absolut vermissen – vielleicht das gute deutsche Schwarzbrot?

Ole: Na klar vermisse ich bestimmte Dinge. Vor allem beim Essen kommt man am Ende doch nicht aus seiner Haut heraus. Ich liebe deutsches Bier, Brot und cremige Soßen. Das gibt es auch in Kanada, aber eben halt nicht so, wie ich es damals gewohnt war. Aber wie gesagt: Das sind Details, und in der Not gibt es immer  irgendwo einen deutschen Bäcker, Metzger und Brauer. Nur dass der Weg dorthin etwas länger ist …  :)

Stepin: Vervollständigen Sie bitte folgenden Satz: »Die Unterschiede zwischen dem Leben in Deutschland und dem Leben in Kanada sind (…)«

Ole: … auf den ersten Blick groß, auf den zweiten nicht mehr so, und auf den dritten Blick erlebt man viele Details, die völlig anders sind als in Deutschland!

Leila und Katja haben per Mail die folgende Frage gestellt: Uns würde interessieren, ob Sie bei den Kanadiern als »der« Deutsche gelten oder die Herkunft ab einem bestimmten Zeitpunkt eigentlich keine besondere Rolle spielt?

Ole: Schwere Frage, leider – oder Gott sei dank – kann ich nicht in die Köpfe meiner Mitmenschen blicken. Bei meiner frankokanadischen Familie gelte ich weniger als »der Deutsche« als der Typ mit dem für sie sehr englischen Geschmack für derbe Gerichte (s. Bratwürste). Zu eurer Frage: Ich habe hier viele Freunde, die aus aller Welt stammen, neben ihrer Muttersprache noch englisch und/oder französisch sprechen und für die das kein Thema ist.

Ole Helmhausen wäscht im Fluss abHier ein kleines Beispiel: Letzte Woche saßen meine Frau und ich bei Freunden im Garten. Gesprochen wurde französisch, englisch, deutsch, polnisch, afrikaans und thai. In Montréal – und so auch in vielen anderen kanadischen Städten – völlig normal. Ich glaube, für Kanadier spielt die Herkunft wirklich absolut keine Rolle. Für sie zählt, was das für ein Mensch ist, dem sie da begegnen.

Stepin: Kanada gilt in der allgemeinen Wahrnehmung – im Gegensatz z.B. zu den USA – als sehr liberales und friedliches Land. Vor einigen Wochen wurde dieses Bild durch die Ausschreitung in Vancouver (Auslöser die Niederlage des Eishockey-Teams Vancouver Canucks im Stanley-Cup-Finale gegen die amerikanischen Boston Bruins) allerdings empfindlich gestört. Wie ist man damit in der kanadischen Öffentlichkeit umgegangen?

Ole: Vancouver war geschockt. Eine Facebookseite »Vancouver against riots« erhielt, glaube ich, 200.000 Freunde in 48 Stunden. Wir sehen aber auch, dass Kanada nicht das Paradies ist, von dem viele Auswanderer träumen. Auch hier gibt es Probleme. Aber die sind typisch für jedes moderne Land.

Stepin: Schauen Sie eigentlich selbst Eishockey?

Ole: Nee. Nur die Play-offs. Sonst immer noch lieber Fußball. Siehe oben!

Stepin: Wo wir gerade beim Thema Sport sind: Am 26.6. fand das Auftaktspiel der Frauenfußball-WM Deutschland – Kanada statt. Endstand 2:0 für das DFB-Team. Haben Sie selbst zugeschaut und wenn ja, welcher der beiden Mannschaften haben Sie die Daumen gedrückt? Wie wird das Turnier in Kanada wahrgenommen?

Ole: Ich habe beiden die Daumen gedrückt. Hier in Kanada ist »soccer« noch immer ein Stiefkind, aber das liegt eher an der Organisation als am Willen, denn inzwischen laufen mehr Kinder hinter Bällen als hinter Pucks her.

Unser Leser Timm fragt per E-Mail: Ich plane im Oktober für drei Wochen eine Kanada-Rundreise. Können Sie mir vielleicht einige Dinge oder Orte nennen, die unbedingt gemacht bzw. gesehen haben sollte?

Ole HelmhausenOle: 1. Nicht alles auf einmal sehen wollen. Schau erst einmal auf die Landkarte und bekomme ein Gefühl für die Entfernungen. Erst dann entscheide dich.

2. Wenn du Natur, Kultur und Geschichte erleben willst, bist Du im Osten richtig. Wenn du ausschließlich auf die Great Outdoors gepolt bist, gehe nach Alberta und BC.

3. Kanadische Highlights: Städte Montréal, Toronto, Vancouver. Newfoundland (Avalon Peninsula), Québec (Gaspé-Halbinsel), Lake Superior (Ontario), Grasslands National Park (Saskatchewan), Alberta Badlands (Alberta), Kootenay Rockies und Vancouver Island (BC).

Stepin: Und was empfehlen Sie z.B. Ihren kanadischen Freunden, was sie sich unbedingt in Deutschland anschauen sollten?

Ole: Ha … ! Haltet Euch von der Weisswurst-Route durch Bayern fern, schwingt Euch auf ein Rad und radelt von Berlin nach Kopenhagen!

Es ist immer wieder zu lesen, dass Länder wie Australien, Kanada oder Neuseeland über ein sehr modernes und gut funktionierendes Schul- bzw. Bildungssystem verfügen. Unser Leser Ulrich hat uns diesbezüglich folgende Frage geschickt: Hallo Herr Helmhausen, ich habe dieselbe Frage bereits auf dem anderen Blog an Frau De Luca gestellt, möchte dies aber auch an Sie weitergeben. Unsere Tochter plant 2012/13 ein Schuljahr im englischsprachigen Ausland zu verbringen, ist sich aber noch unsicher, in welches Land es gehen soll. Daher möchten wir Sie fragen, welche Vorteile Kanada diesbezüglich bietet?

Ole: Lieber Ulrich, der erste Vorteil bereits im ersten Satz: In Kanada sind wir ein wenig formloser, wenn wir Menschen mit ähnlicher Wellenlänge begegnen :). Ich möchte deine Frage so beantworten: Andere englischsprachige Länder kenne ich leider nicht, dafür hat meine Tochter, die in Berlin lebt, hier in Montréal vor ein paar Jahren das elfte Schuljahr absolviert. Was ich dabei als besorgter Vater feststellte: Sie wurde zusehends flüssiger in Englisch UND Französisch, legte jede Scheu ab, beide Sprachen zu sprechen und bewegte sich schon nach ein paar Monaten in Montréal wie der berühmte Fisch im Wasser.

Fazit: Meine Tochter wurde vor meinen Augen ein wenig erwachsener und selbstständiger, ergriff häufiger die Initiative und sagte immer wieder, wie sicher sie sich in Montréal – und auf Reisen durch Kanada – fühle. Letzteres ist wohl für Eltern einer der wichtigsten Punkte bei der Wahl des Gastlandes. Kids können hier reisen, in Jugendhotels übernachten und von Spezialpreisen für Schüler/Studenten profitieren – die Infrastruktur ist gut auf sie vorbereitet. Ein weiterer Vorteil: Sie treffen Jugendliche aus anderen Ländern in einer sicheren UND begeisternden Umgebung und können so schon Kontakte für den nächsten Trip oder sogar für eine zukünftige Karriere knüpfen.

Stepin: Bevor wir zum Schluss kommen, können Sie sich vorstellen, irgendwann wieder nach Deutschland zurückzukehren?

Ole: Nein.

Stepin: Und in unserer guten Tradition der »berühmt-berüchtigten letzten Worte« möchten wir natürlich auch Ihnen die Chance geben (…)

Ole: Auswandern ohne einen Plan zu haben oder ohne sich selbst zu kennen, wird mit Sicherheit schief gehen!

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2 Kommentare

  1. Stephanie

    18. Oktober 2014 at 08:32

    Als Informationsquelle taugt dieses Interview leider nicht. Auch ist es mir bei weitem nicht kritisch genug.

    Antworten

  2. MeinKanada Reiseplaner - Kanada-Gewinnspiel: Weltneugier-Blogschnitzeljagd

    20. Oktober 2011 at 13:09

    […] mit der Redaktion der Weltneugier haben wir im Sommer 2011 ein Interview-Projekt zum Thema Leben in Deutschland und Kanada gestartet. Auf der Weltneugier wurde unser Autor Ole Helmhausen befragt. Wir möchten von Euch nun […]

    Antworten

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