Steffi in Norwegen #1: Winter is coming – zur Farmarbeit ab in den Norden!

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»Hei, jeg heter Steffi!« waren Steffis erste Worte, als sie ihre Gastfamilie in Norwegen begrüßte. Nach drei Tagen Sightseeing in Oslo machte sich die 19-Jährige auf nach Budalen im Zentrum des Landes, wo sie die kommenden vier Monate im Rahmen ihrer Farmarbeit leben und arbeiten wird.

Erst mal weg von zuhause?

Norwegen und Farmarbeit. Dass ich nach meinem Schulabschluss etwas Anderes und Neues, vielleicht etwas Abenteuerliches erleben wollte, das war mir schon seit Längerem bewusst. Allerdings stellte sich schnell die Frage, was genau will ich denn eigentlich machen und wo? Also fing ich an zu recherchieren und bin recht schnell auf das Farmarbeit-Programm von Stepin gestoßen.

Mir gefiel die Vorstellung, körperliche Arbeit zu verrichten, da ich das lange Sitzen und Lernen während der Schulzeit erst einmal zur Genüge hatte. Die Frage war nur noch, in welches Land ich wollte… Wenn ich Norwegen höre, assoziiere ich damit viel Schnee und Kälte, geheimnisvolle Wikinger-Mythen und Sagen und natürlich die atemberaubende Natur: Fjorde, Polarlichter, Rentiere und Polarfüchse. So hat sich also die Idee von meinem Auslandsaufenthalt in meinem Kopf entwickelt. Noch eben meinen Eltern alles erklärt und los ging es mit der Bewerbung.

Papierkram und das lange Warten

Es fing damit an, dass Stepin mir einige Unterlagen zuschickte, die den gesamten Bewerbungsablauf ausführlich erklärten. Ich musste ein paar Dokumente ausfüllen bzw. ausfüllen lassen und ein Telefoninterview auf Englisch durchführen. Ich persönlich war sehr nervös davor. Ein Interview? Welche Fragen würden sie wohl stellen? Im Endeffekt stellte es sich als ein durchaus angenehmes Gespräch heraus und war schnell abgehakt.

Denn eigentlich wurde es erst jetzt ein bisschen unangenehm. Ich musste warten, bis eine norwegische Familie Kontakt zu mir aufnahm. Die ersten Tage habe ich, so aufgeregt wie ich war, fast stündlich meine E-Mails gecheckt. Es dauerte rund eineinhalb Monate, aber dann meldeten sich gleich zwei Familien!

Erstes Kennenlernen der Gastfamilie

Ich schrieb mit beiden Familien E-Mails und entschied mich letztendlich für eine vierköpfige Familie aus Budalen: Vater John Helge, Mutter Ingvild und die beiden Töchter Lilly und Vivian. Das kleines Dörfchen, in dem sie wohnen, liegt südlich von Trondheim, also eher in der Mitte von Norwegen. Mit dem Vater führte ich schon vor meiner Abreise ein Telefonat, ich konnte also schon einen ersten Eindruck gewinnen.

Danach verging alles eigentlich ganz schnell: Flieger buchen, Zugticket kaufen und Rucksack packen, wieder auspacken und anders einpacken und das Ganze noch ein paar Mal, bis alles, was ich brauchen würde, gut verstaut war.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen?

Mein Arbeitsvertrag geht über drei Monate und da ich nicht gerade in der Nähe der Hauptstadt sein würde, plante ich vor oder nach meinem Aufenthalt bei meiner Gastfamilie die Stadt zu besichtigen. Da fiel mir die Entscheidung nicht schwer, ich würde einfach ein paar Tage eher kommen und in Oslo übernachten.

Am 28. Januar flog ich in der Früh also endlich los in mein Abenteuer! Der Abschied viel mir schwerer als erwartet. Normalerweise – dachte ich zumindest bis dato – war ich nicht so nah am Wasser gebaut, doch an diesem Samstagmorgen musste ich doch stark kämpfen, um nicht in Tränen auszubrechen. Den gesamten Flug über war ich aufgeregt und ging in Gedanken die bevorstehende Zeit durch.

3 Tage Oslo

Steffie, Carol und Victoire (Hostelfreunde) im Hbf OsloIn der 600.000 Einwohner Stadt angekommen, ging es erst zum Hostel, um meinen Rucksack abzulegen und dann direkt weiter. Für die drei Tage besorgte ich mir den Oslo-Pass, mit dem man freien Eintritt in einige Museen bekommt und die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen kann. Das Ganze musste natürlich ausgenutzt werden: Königspalast, Skulpturenpark, Oper und die verschiedensten Museen standen auf meinen Sightseeing-Programm. Glücklicherweise waren in meinem Hostelzimmer zwei weitere, sehr sympathische Mädchen, mit denen ich einiges unternommen habe und die zu einem tollen Start in mein Abenteuer beigetragen haben.

Hier werde ich also wohnen

Nach meinem Kurzurlaub vorab, hieß es dann wieder alles in den Rucksack quetschen und ab zum Bahnhof. Ich hatte eine sechsstündige Zugfahrt vor mir – nach Stooren. Während der Fahrt versuchte ich meine Brocken Norwegisch, die ich mir angeeignet hatte, zu verbessern. Musste aber eigentlich durchgängig an das erste Treffen mit meiner Gastfamilie denken.

Wie die Familie wohl sein wird, ob die Kinder schüchtern sind, wie das Haus aussieht, wie mein Alltag sein wird und so weiter… Endlich am Bahnhof angekommen, sah ich auch schon sofort meinen Gastvater und wir stellten uns noch einmal freundlich einander vor. Zusammen fuhren wir noch eine halbe Stunde mit dem Auto nach Budalen, wo ich die nächsten drei Monate wohnen würde.

Norwegischer Hof bei SonnenaufgangDie Fahrt über führten wir Small Talk und es war eine etwas befangene Stimmung. Man kannte einander nicht wirklich, wusste nicht, was der andere für einen Humor hat – ich denke wir waren einfach beide nervös.

Als wir dann am Hof ankamen, lernte ich Ingvild und die beiden Kinder Lilly (6) und Vivian (4) kennen. Meine Gastmutter war schon sehr viel offener und wohl nicht ganz so aufgeregt.

Ich konnte sofort meine Norwegisch-Skills testen und stellte mich den beiden Kindern, die kein Englisch beherrschen, vor: »Hei, jeg heter Steffi!« Darauf kamen zwar nur schüchterne Blicke hinter Mamas Beinen hervor, aber am Esstisch war die Stimmung schon viel lockerer, wir redeten über die verschiedensten Dinge und ich überreichte meine Gastgeschenke: Ein Lebkuchenherz mit dem Aufdruck »Grüße aus Bayern« und für die Kinder UNO-Junior.

Wie geht’s weiter?

An meinem ersten Tag auf der Farm fuhren wir wieder nach Stooren, der nächstgrößten Stadt mit etwa 3.000 Einwohnern. Dort sollte ein deutschsprachiger Arzt den sogenannten MRSA-Test bei mir durchführen. Leider gab es Komplikationen, was letztendlich hieß: kein Arzt, aber der Test wird trotzdem gemacht. Dabei werden körpereigene Proben auf MRSA-Bakterien getestet. Diese Bakterien sind angeblich selten bei Menschen, aber die Norweger wollen sie eben nicht bei ihren Kühen haben.

Danach tranken wir noch einen Kaffee und lernten uns besser kennen. Wieder am Hof schnappte ich mir meine Kamera und ging damit auf die erste Jagd nach guten Fotos. Am frühen Abend kam Lilly zu mir, UNO-Junior in der Hand und redete auf Norwegisch auf mich ein. Soweit und so gut ich konnte versuchte ich ihr die Regeln zu erklären, wobei meine Gastmutter des Öfteren ausgeholfen hat. Das Lebkuchenherz hängt auch schon im Wohnzimmer. Das heißt Gastgeschenke: Volltreffer!

Hof und Haus in NorwegenAm nächsten Tag um 7:00 Uhr begann endlich die Arbeit mit den Kühen. John Helge erklärte mir seine morgendliche Routine im Stall und ich versuchte mir aufmerksam alles zu merken. Dabei überließ er mir vor allem die angenehmeren Arbeiten, wie zum Beispiel zwei zuckersüße Kälber mit Milch zu füttern. Aber ich half auch schon beim Stall ausmisten und Kühe füttern.

So viel erst mal zu meinen ersten paar Tagen in Norwegen! Es gibt noch eine große Menge mehr zu erzählen, die ganzen neuen Eindrücke und Erlebnisse. Ich selbst bin sehr gespannt darauf, wie mein Alltag aussehen wird, wie die Familie hier so lebt und ob sich meine Sprachkenntnisse verbessern werden! Aber dazu mehr in meinem nächsten Bericht aus Norwegen!

Liebe Grüße aus Budalen,
Eure Steffi

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About Steffi

Steffi

Steffi ist 19 Jahre alt und kommt aus Oberbayern. Um ihre Abenteuerlust und ihr Fernweh zu stillen, fliegt sie 2017 nach Norwegen und berichtet live von ihren Abenteuern auf der Farm.


Du interessierst dich auch für das Programm »Farmarbeit in Norwegen«? Hier findest du alle Infos: Farmarbeit in Norwegen

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