Skifahren in Neuseeland – Winterurlaub mal anders

Skifahren in Neuseeland – Winterurlaub mal anders

Wenn in den europäischen Alpen der Schnee anfängt zu schmelzen, die Liftanlagen stillstehen und Skier und Snowboards im Keller verstaut werden, dann ist der Sommer nicht mehr weit. Auf der Nordhalbkugel der Erde wird es allmählich wärmer und die Tage immer länger. Ganz anders geht es auf dem Teil der Erde zu, der sich südlich des Äquators befindet. Wenn im Norden der Sommer beginnt, dann wird es im Süden winterlich. Solltet ihr euch also zu dieser Zeit auf der Südhalbkugel befinden, solltet ihr auf die Vorteile des Klimas nutzen, denn nirgendwo sonst sind die Skipisten so besonders wie in Neuseeland:

Skifahren in Neuseeland: Weiße Pisten weit und breit

Das Land der Kiwis bietet eine große Auswahl an Skigebieten, die Schneefans aus aller Welt anlocken. Denn nirgendwo sonst kann man Extreme Skiing, wie Heliskiing ausprobieren, die Hänge eines aktiven Vulkans befahren oder von bestimmten Pisten aus den Pazifischen Ozean bestaunen. Ski- oder Snowboard fahren in Neuseeland ist eben ein ganz besonderes Erlebnis.

Whakapapa

Nahe des größten Kratersees des Landes, Lake Taupo, erhebt sich Mount Ruapehu, auf dem sich zwei Skigebiete befinden. Eines davon ist Whakapapa, das größte Gebiet zum Skifahren in Neuseeland. Mount Ruapehu hat mit knapp 2800 Metern die höchste Erhebung der Nordinsel und befindet sich im Tongariro National Park. Das Skifahren in Whakapapa ist ein einzigartiges und gleichzeitig ungewöhnliches Erlebnis. Mount Ruapehu ist nämlich ein aktiver Vulkan! Doch keine Panik – durch einen Vulkanausbruch wurde hier noch kein Wintersportler verletzt. Ganz im Gegenteil! Alte Lavaströme bilden natürliche Half-Pipes und anspruchsvolles Terrain für fortgeschrittene Skifahrer und Snowboarder. Außerdem bietet das Whakapapa Skigebiet Pisten für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis.

Skifahren in Neuseeland: Skipiste

Queenstown und Wanaka

Auf der Südinsel Neuseelands befinden sich die kleinen Städtchen Queenstown und Wanaka, welche gleich von vier großen Skigebieten umgeben sind: Cardrona, Coronet Peak, Treble Cone und The Remarkables. Letzteres ist im Jahr 1985 entstanden und ist somit das jüngste Skigebiet der Region. Aus diesem Grund ist The Remarkables auch sehr beliebt beim jüngeren Publikum und bei Snowboardern. Das älteste Skigebiet hingegen ist Coronet Peak, welches eine besondere Aktivität bietet: Skifahren bei Nacht! Mit einem wunderschönen Blick auf die Lichter Queenstowns und mit dem Sternenhimmel über sich, ist dieses Erlebnis einzigartig und ein Must-Do für jeden Schneefreak. Die Skigebiete um Queenstown und Wanaka sind gerade für Fortgeschrittene und Profis ein reizvolles Ziel, denn hier gibt es das größte Heliski Terrain außerhalb von Nordamerika. Beim Heliskiing kann man sich als Skifahrer mit einem Helikopter auf einen Berg fliegen lassen und von dort aus durch unberührten Tiefschnee abfahren, ein Traum vieler Wintersportfans. Vor einer atemberaubenden Bergkulisse und mit einer riesen Auswahl an Pisten für jeden Schwierigkeitsgrad macht das Skifahren in diesem Gebiet besonders viel Spaß. Übrigens hat man von vielen der Pisten einen atemberaubenden Ausblick. Von Treble Cone schaut man beispielsweise auf den tiefblauen Lake Wanaka und von den Remarkables auf den Lake Wakatipu. Aber auch abends, wenn es auf den Hängen ruhiger wird, geht vor allem in Queenstown das Aprés-Ski weiter. Queenstown, das als „Abenteuer-Hauptstadt“ Neuseelands gilt, hat ohnehin einiges an Aktivitäten, sowie ein unterhaltsames Nachtleben zu bieten. Nicht umsonst zieht es in der Saison tausende Wintersportler in das Städtchen, das zu den bekanntesten Skigebieten der südlichen Hemisphäre zählt.

Skifahren in Neuseeland: Mt. Cook auf der Südinsel

Mt Hutt

Mt Hutt gehört zu den größten Skigebieten der Southern Alps in Neuseeland. Das Skigebiet liegt auf einer Höhe zwischen 1403 Metern und 2086 Metern. Wie viele Skiorte in Neuseeland bietet Mt Hutt nur wenige Aufstiegsanlagen. Es gibt drei Sessellifte und einen Zauberteppichlift, also ein langes Band, das einen zu den Pisten befördert. Aber einmal oben angekommen, erwartet den Ski- und Snowboardfahrer eine riesige Auswahl an abwechslungsreichen Pisten. Besonders Anfänger kommen hier auf ihre Kosten, da sich das offene Terrain ideal zum Lernen eignet. Die konstant guten Bedingungen dieses Skigebiets garantieren ein Skivergnügen von Mitte Juni bis Anfang Oktober. Somit bietet Mt Hutt die längste Ski Saison des Landes. Aber auch landschaftlich ist das Skigebiet auf Mt Hutt spektakulär. Von bestimmten Abfahrten kann man den Pazifischen Ozean sehen. Von solch einem Ausblick können europäische Skigebiete nur träumen.

Skifahren in Neuseeland: Otago

Das Land der Kiwis ist, wie man sieht, ein beliebtes und gleichzeitig besonderes Skiurlaubsziel auf der Südhalbkugel: Erlebnisreich und auch landschaftlich einmalig. Und da in den neuseeländischen Alpen noch kein Massentourismus herrscht, kann man das Skifahren in Neuseeland in vollen Zügen genießen. Auch wenn die dortigen Skigebiete sich größentechnisch nicht an denen in Österreich messen können, genießen sie jedoch einen hervorragenden Ruf. Die Natur ist noch weitestgehend unberührt und somit erlebt man sie in ihrer ursprünglichen Form. Vorteilhaft an den Skigebieten in Neuseeland ist, dass die Distanzen zwischen den einzelnen Gebieten relativ kurz sind. So kann man beim Skifahren Neuseeland mehrere Pisten abklappern. Anders als in europäischen Skianlagen ist allerdings, dass es keine Übernachtungsmöglichkeiten direkt an den Pisten gibt. Man muss also auf Unterkünfte in den nahegelegenen Orten ausweichen. Außerdem ist das Skifahren in Neuseeland sehr kostspielig. Für den passionierten Skifahrer lohnt es sich aber in jedem Fall zu sparen und sich irgendwann eine Reise ins Land der langen weißen Wolke, wie Neuseeland auch genannt wird, zu gönnen.

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