Sicher und gesund durch die Welt bummeln

Sicher und gesund durch die Welt bummeln

Die Welt zu erkunden ist ein riesiges Abenteuer. Man sieht viele neue Orte, lernt eine andere Kultur kennen und erlebt hautnah, wie es in anderen Ländern und Kulturen zugeht. Erkundungstouren dieser Art halten sehr viel Spaß und Action bereit, aber auch einige Gefahren, auf die man vorbereitet sein sollte, wenn man sich ins Ausland begibt. Eher selten hört man zwar von Reisenden, die während ihres Auslandsaufenthalts erkrankt sind oder einen Unfall hatten – dennoch sollte man für den Fall der Fälle gewappnet sein. Besonders wenn man sich in Ländern aufhält, die für ihre gefährliche Pflanzen- und Tierwelt oder für Epidemien oder Krankheiten bekannt sind. Heute werden wir euch daher in unserem Weltneugier-Magazin ein paar Tipps geben, wie ihr euch am besten vorbereitet, wenn es um eure Gesundheit und Sicherheit auf Reisen und im Ausland geht! ;)

Sicherheit auf Reisen: Kata Tjuta, AustraliaCopyright: Maarten Danial

Sicherheitsbestimmungen des Auswärtigen Amtes

Bevor man also in ein fremdes Land einreist, sollte man sich als aller erstes einmal darüber informieren, welche Sicherheitsbestimmungen dort überhaupt gelten. Diese reichen von vorgeschriebenen Impfungen und Medikamenten bis hin zu Sicherheitsbestimmungen und Warnungen vor politisch oder religiös motivierten Terroranschlägen. Aktuelle Hinweise kann man auf der Webseite des Auswärtigen Amtes nachlesen. Bestehen bestimmte Sicherheitswarnungen, sollte man sich natürlich auf jeden Fall an die Regeln und Vorschriften halten – gerade wenn man für längere Zeit in diesem Land bleibt.

Kriminalität

In Südafrika und lateinamerikanischen Ländern gilt zum Beispiel das ungeschriebene Gesetz, nach 18:00 Uhr, wenn es anfängt zu dämmern, nicht mehr alleine durch die Straßen zu gehen und sich nicht an abgelegenen Orten aufzuhalten. Auch auf das Tragen von Schmuck und anderen Wertgegenständen, wie Uhren, Geldbörsen oder Kameras sollte man verzichten, um nicht Opfer eines Überfalls zu werden. Sollte man doch überfallen werden, ist es ratsam, keine Gegenwehr zu leisten und sich einfach ausrauben zu lassen. Das ist zwar sehr ärgerlich, wenn das Geld und der Pass weg sind, aber trotzdem immer noch besser als verletzt (oder schlimmer) zu werden.

Sicherheit auf Reisen: Capetown, TafelbergCopyright: dirk huijssoon

Gerade zurzeit kommt es in vielen muslimischen Ländern zu Spannungen zwischen den einzelnen Bevölkerungsgruppen. Sperr- und Krisengebiete sollte man ohnehin umgehen, aber auch Demonstrationen und Menschenansammlungen sollten gemieden werden.

Sicherheit auf Reisen: JemenCopyright: Radio Nederland Wereldomroep

Krankheiten und Epidemien
In vielen Ländern ist nicht die Sicherheit auf Reisen das Problem, sondern die Krankheiten und Epidemien, die sich schnell verbreiten und kaum zu bekämpfen sind. Das liegt zum einem an verseuchtem Wasser, an einem Mangel an Medikamenten und ärztlicher Hilfe, an Armut oder an nicht ausreichenden Hygiene- und Umweltbedingungen. Doch nicht nur durch mit Würmern und Parasiten verseuchtes Wasser kann man sich anstecken. Auch Tiere können Krankheitserreger übertragen, wie zum Beispiel die Mücke, durch deren Stiche  Viren in unseren Blutkreislauf gelangen. In vielen subtropischen Ländern besteht daher auch die Gefahr, sich mit Malaria, Gelbfieber/Hepatitis, der Tollwut oder Cholera anzustecken. Damit das nicht passiert, sollte man sich, bevor man sich in das Land begibt, gegen diese Krankheiten impfen lassen. Dabei muss man gut aufpassen, dass man die Impfung rechtzeitig erhält, da einige Impfungen nicht sofort wirken oder in einem kurzen Abstand mehrmals vorgenommen werden müssen.

Sicherheit auf Reisen: DschungelCopyright: Johan Brook

In Kombination zu den Impfungen kann man sich auch zusätzliche Medizin besorgen, denn gegen Malaria kann man sich beispielsweise gar nicht impfen lassen. Für Malaria gibt es verschiedene Tabletten, die man dann täglich nehmen muss und manchmal bereits, bevor man auf Reisen geht. Zusätzlich sollte man sich zum Schutz Anti-Mücken-Spray besorgen und lange, helle Kleidung tragen, besonders Nachts und in der Dämmerung, denn da sind die Malaria-Mücken am aktivsten. Parfümierte Cremes oder Deodorants locken die Mücken eher an. Grundsätzlich gilt, je abenteuerreicher und individueller der Aufenthalt in einem Malaria-Land ist, umso wichtiger ist der Schutz gegen die Mücken. Reist man durch das Land oder schläft nicht in einem Luxushotel, ist es empfehlenswert, ein Mückennetz mitzunehmen, welches man sich nachts über das Bett hängen kann, damit die kleinen Blutsauger einen nicht im Schlaf überraschen. ;)

Sicherheit auf Reisen: MosquitoCopyright: Malcom NQ

Gefährliche Pflanzen und Tiere

Neben den Mücken gibt es aber noch allerhand gefährlichere (und größere) Tiere auf der Welt. Australien gilt beispielsweise als gefährlichster Kontinent, da sich hier die giftigsten Lebewesen befinden. Vor riesigen Krokodilen mit spitzen Zähnen, bunten Knallfröschen, winzigen Quallen oder haarigen Spinnen sollte man sich hier besonders in Acht nehmen. Das giftigste Tier in Australien ist der Taipan, eine Giftnatter. Taipane sind zum Glück sehr scheu, weswegen noch nicht viele Menschen von ihm gebissen wurden. Die gefährlichste Spinne nennt sich Trichternetzspinne, die sich am liebsten in kalten und feuchten Gegenden aufhält. Aber es gibt schon seit langem ein Gegengift und seit dem 17. Jahrhundert ist niemand mehr an einem Biss gestorben. Sehr kringelig und vor allem giftig  ist auch der Blaugeringelte Krake, der vor den Küsten Australiens lebt. Ein Biss von seinem Nervengift kann binnen zwei Stunden einen erwachsenen Mann lähmen und töten. Handelt man aber schnell und holt Hilfe, kann auch dann nichts passieren. Wer nun Angst bekommt, brauch sich keine Sorgen zu machen. Überall stehen Warnschilder, es gibt Informationszettel und Plakate, auf denen steht, wo sich die gefährlichen Tiere befinden, was man tun muss, wenn man vor einem steht und was man am besten macht, wenn man gebissen wurde. Im unwahrscheinlichen Fall, dass etwas passiert, sind die Länder, in denen es diese gefährlichen Tiere gibt, auch immer gut vorbereitet.

Sicherheit auf Reisen: Giftige KrakeCopyright: Joachim S. Müller

Verkehrs- und Sportunfälle

Neben der Welterkundung und dem Kulturaustausch steht bei vielen Reisenden auch ein Surfkurs, Bunjee-Jumping, Trekking, Tauchen, Skydiving oder Fallschirmspringen auf dem Programm. Aber nicht nur bei solchen risikolastigen Aktivitäten können Unglücke geschehen, auch beim Autofahren, im Haushalt oder bei Ausflügen.

Reiseversicherungen

Selten passieren dabei wirklich schlimme Unfälle – was aber trotzdem viel Sicherheit auf Reisen und schnelle Unterstützung bringt, sind Reiseversicherungen. Bei einem unabhängigen Versicherungsmakler kann man sich im Vorfeld informieren, welche Versicherungen für euch in Frage kommen, neben der Auslandskrankenversicherung, die man in jedem Fall abschließen sollte. Umfassender Reiseschutz beinhaltet meistens eine Gepäckversicherung, Krankenversicherungen, eine Reise-Unfallversicherung, eine Reise-Haftpflichtversicherung und eine Reise-Notrufversicherung. Auch eine Reiserücktrittsversicherung ist sehr sinnvoll, denn Unglücke müssen ja nicht unbedingt im Ausland passieren. Mit einer Reiserücktrittsversicherung kann man im Notfall auch kurzfristig von der Reise zurücktreten und bekommt das Geld, was für den Auslandsaufenthalt bezahlt wurde, rückerstattet. Besonders bei teuren Reisen erspart solch eine Versicherung sehr viel Ärger. Mit diesem Versicherungskompakt-Paket ist man dann besonders für einen längeren Auslandsaufenthalt ausreichend geschützt.

Solange ihr euch im Vorfeld gut informiert, alle nötigen Impfungen, Medikamente und sonstige Utensilien besorgt, euch um guten Reiseschutz bemüht und euch im Reiseland an die Vorschriften und Hinweise haltet, sollte aber nichts passieren! ;) Wir wollen ja auch den Teufel nicht an die Wand malen, sondern nur zusehen, dass ihr genügend Acht gebt und euch gut genug vorbereitet! ;)

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