Au-pair in Australien: Sebastian Down Under!

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Sebastian ist 20 Jahre alt, kommt aus Duisburg und war mit Stepin als Au-pair in Australien. 10 Monate hat er Down Under verbracht und berichtet hier von seinen positiven Erlebnissen in seiner Gastfamilie und von seiner großen Rundreise durch das Land der Koalas und Kängurus… Da bekommt man doch direkt Lust auf Australien :-)

»Spending a year in another country is not a year in a life: It’s a life in a year!«

Ab ins Ausland?

Ich weiß noch, wie ich vor knapp einem Jahr vor der Entscheidung stand: »Soll ich ins Ausland gehen – Ja/Nein?« Und wie schwer mir die Vorstellung fiel, so lange von zu Hause weg zu sein, von meinem gewohnten Umfeld, ohne all die Menschen die man kennt!

Schlussendlich waren diese 10 Monate die beste Zeit meines Lebens und eine Bereicherung in allen Bereichen, die ich mir nie hätte träumen lassen! Meine Zeit in Australien werde ich nie vergessen und um alle meine Erfahrungen und Eindrücke in Worte zu fassen, müsste ich vermutlich ein ganzes Buch schreiben.

Das Beschnuppern mit der Gastfamilie

Nachdem mein Profil von verschiedenen Gastfamilien eingesehen wurde und ich teilweise auf ihre Favoritenliste kam, wurden mir ihre Profile einsichtig gemacht! Ich hatte mehrere Familien zur Auswahl, darunter auch eine Familie aus Sydney, die ich in meine engere Auswahl nahm!

sebastian-in-australien mit seiner hostfamilyErfahrungsgemäß skypt man ein paar Mal miteinander, um sich besser kennenzulernen, Fakten auszutauschen etc. und die Aufregung stieg!

Beim ersten Gespräch war ich sehr aufgeregt, habe mich aber gut mit meiner späteren Gastfamilie unterhalten, Fragen gestellt sowie beantwortet, jedoch immer mit dem Gedanken im Hinterkopf: »Bald wird es ernst, diese Familie könnte deine Gastfamilie werden« und so kam es dann auch!

Während des zweiten Gesprächs ein paar Tage später, ging es bereits darum, wann kann ich anreisen? Welche Aufgaben erwarten mich? Muss ich etwas bei den Kindern beachten? Mich vorher ggf. sogar auf Dinge vorbereiten? All diese Sachen überforderten mich zunächst, denn nun stand der Auslandsaufenthalt und es ging nun darum sich entsprechend vorzubereiten! Ich freute mich riesig, versuchte meine bisherigen Erfahrungen mit Kindern zu reflektieren, meine Skills bezüglich waschen, bügeln, kochen aufzufrischen, mich über Australien zu informieren oder auch eine Abschiedsfeier zu planen, denn dieser Tag kam rasch!

Nächste Station: Australien

Am 17.07.2013 startete meine Boing 777 in Richtung Down Under! Voller Vorfreude, aber auch etwas nervös und aufgeregt verbrachte ich 26 Stunden in verschiedenen Flugzeugen, Flughäfen und Ländern, ehe ich in Sydney am Morgen des 19.07.2013 landete. Meine Gastmutter und mein 10-jähriger Gastbruder holten mich vom Flughafen ab. Das Gefühl kann man schlecht beschreiben. Letztens noch beim Skypen im eigenen Zimmer zu Hause in Deutschland gesehen, stehen sie nun an einem wunderschönen, sonnigen Tag vor mir und empfangen mich in Australien! Strahlend blauer Himmel, die Sonne scheint und ich werde erst einmal zum Frühstück am Sydney Harbour eingeladen.

Es wird munter erzählt, die Stimmung ist nicht gedrungen oder unangenehm, sondern sehr fröhlich und entspannt. Ohne große Probleme komme ich ins Gespräch, erzähle von meiner Familie, wie der Flug war, wie die ganze Situation nun für mich ist, denn eines ist klar: Etwas Neues kommt nicht nur auf mich zu, denn auch meine Gastfamilie nimmt jetzt einen eigentlich Fremden für eine lange Zeit bei sich auf, vertraut ihm ihre Kinder an und sorgt in gewisser Weise auch für ihn.

Das Leben in der Gastfamilie

Ich passe auf zwei Jungs, 10 und 15 Jahre alt auf. Beide haben schon Erfahrung mit Au-Pairs, allerdings bin ich das erste männliche! Zu meinen Aufgaben gehört es, den Kleinen zur Schule zu bringen und abzuholen, zu waschen, zu bügeln, den Pool !!! zu reinigen ;-) und generell in der Zeit, in der meine Gasteltern nicht zu Hause sind, den Haushalt zu regeln.

sebastian-in-australien-mit-känguru_webIch habe ein Auto zu Verfügung gestellt bekommen, welches ich auch außerhalb meiner »Arbeitszeit« benutzen darf, wodurch ich sehr flexibel bin. Der Linksverkehr stellt überhaupt kein Problem dar, daran gewöhnt man sich schnell. Die erste Woche ist noch etwas fremd, ich habe Jetlag und mir geht viel durch den Kopf. Schon jetzt fühle ich mich jedoch wohl und fange langsam an, meine Woche zu planen, melde mich in einem Fitness Studio an, lerne ein paar Wege, wie z.B. den Weg zur Schule auswendig, schaue wo die nächsten Supermärkte, Parks, Sportanlagen, Kneipen etc. sind – man baut sich ein ganz normales Leben auf.

Auch Freunde zu finden ist nicht besonders schwer, man darf halt nicht zu verschwiegen sein, aber das legt man im Zweifel schnell ab, weil in Australien alle Leute sehr offen und zugänglich sind. Nach einer Woche habe ich so mein erstes größeres Treffen mit einigen Au-Pairs, direkt am Opernhaus. Alle sind gerade erst in Sydney angekommen und etwas aufgeregt, aber es ist richtig cool! Nach und nach lerne ich auch einige Australier kennen und kurze Zeit darauf trifft man Bekannte im Supermarkt, im Bus oder in der Stadt, welche somit mehr und mehr zur Heimat wird.

Langsam fühle ich mich als Bürger Sydneys und die Zeit vergeht wie im Flug! Ich verlängere meinen Aufenthalt, feiere Geburtstage mit meiner Gastfamilie, wir verbringen Weihnachten zusammen bei 28° und BBQ am Pool, rutschen mit atemberaubenden Feuerwerk und gefühlten 2 Millionen feiernden Menschen, im Sydney Harbour ins neue Jahr hinein und verbringen eine tolle Zeit zusammen. Ich empfinde meine Au-Pair Zeit nicht als Arbeit und beschwere mich nicht, wenn ich am Wochenende auf die Kids aufpassen muss oder abends mal nicht ausgehen kann, denn so läuft das in einer Familie und als Teil dieser fühle ich mich mittlerweile schon lange!

Die Jungs schon längst als jüngere Geschwister in mein Herz geschlossen, unternehmen wir viel, gehen in Freizeitparks, an den Strand, gehen klettern, in den Park oder spielen epische Lego Star-Wars Schlachten nach. Natürlich gibt es ab und zu auch Momente in denen man aneckt oder die Ansichten der Familie nicht mit den eigenen übereinstimmen, aber darüber gehen wir schnell hinweg, denn das war von vorne herein unser Umgangston. Wenn etwas stört, wird dies sofort offen mitgeteilt, sodass man darüber reden und das Problem möglichst schnell aus der Welt schaffen kann.

Rundreise durch Australien

Rückblickend gab es nur ganz selten Probleme, eher verstand ich mich so gut mit meiner Gastfamilie, dass es mir Anfang März extrem schwer fiel, meinen Koffer zu packen, mein Zimmer zu verlassen und auf die große Reise zu gehen.

sebastian-in-australien-an-weihnachten_webMit einem guten Freund, der ganz in der Nähe von mir ebenfalls als Au-Pair war, fliege ich runter nach Tasmanien und beginne meine 2-Monatige Reise! Von Tasmanien mit dem Schiff nach Melbourne, über die Great Ocean Road weiter hoch nach Canberra und wieder nach Sydney.

Danach nach Darwin, nach Bali und schließlich von Cairns aus die Ostküste down south wieder nach Sydney, erleben wir so viele tolle Dinge, dass ich es nicht alles mal eben aufschreiben kann, weshalb es jeder von euch selber machen muss!

Mein Fazit

Die Zeit in Australien hat mein Leben und meine Einstellung zu bestimmten Dingen, sowie den Umgang mit Menschen sehr zum positiven hin verändert und beeinflusst. Ich habe Freunde fürs Leben gefunden, eine zweite Familie in einer Weltstadt wie Sydney gefunden und nicht zuletzt einen wunderschönen, atemberaubenden Fleck unserer Erde namens Australien kennenlernen dürfen!

Insofern geht ein großes Dankeschön an Stepin, vor allem für die Vermittlung an meine hervorragende Gastfamilie und ein »start traveling« an alle anderen, die sich vielleicht noch nicht ganz zu einem Auslandsaufenthalt durchringen können! Dieser Schritt scheint anfangs so groß, doch man bekommt in dieser Zeit so viel zurück, dass man ihn garantiert nicht bereuen wird.

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