Auf Jobsuche im Ausland: Wie bewerbe ich mich richtig?

Auf Jobsuche im Ausland: Wie bewerbe ich mich richtig?

Der Traum von der Freiheit, vom aufregenden Leben im Ausland, völlig losgelöst vom bisherigen Alltag in der Schule oder Uni – dieser Traum nistet sich irgendwann einmal in den meisten Köpfen ein. Doch die tatsächliche Verwirklichung, die Reise aus der Fantasie in die Realität, setzt einen wachen Geist voraus, der nicht nur träumen, sondern auch planen kann. Um dich bei der Umsetzung deiner Träume in die Realität zu helfen, geben wir dir im folgenden Artikel ein paar Tipps, wie du dich im Ausland richtig bewerben solltest.

Persönlichkeit zählt!

Im Vorfeld zählen neben finanziellen und zeitlichen Aspekten vielmehr die individuellen Fähigkeiten des Einzelnen: Nicht jeder Charakter ist für einen längeren Auslandsaufenthalt geeignet, vielleicht stehen auch soziale Beziehungen im Weg. Selbst wenn die Lebensumstände das Abenteuer zulassen, liegt es oft einzig an der Persönlichkeit, dem Zwischenmenschlichen, ob man sich beim Work and Travel vor Jobs kaum retten kann oder bei der Suche eines Auslandspraktikum beinahe resigniert. Der Erfolg hängt von der richtigen Präsentation und der sorgfältigen Bewerbung ab. Wer hier ein paar Tricks und Kniffe beachtet, kann mit etwas Glück alle Hürden überwinden.

Erster Schritt: Bewerbung

Zuallererst gilt es zu beachten, um was für einen Job es sich überhaupt handelt. Erst wenn klar ist, wofür man sich da eigentlich bewirbt, kann mit der Vorbereitung begonnen werden.

Ein Steppie bei der Arbeit im BüroIn den meisten Fällen gibt es Stellenausschreibungen, entweder im Internet oder vor Ort, vielleicht erfährt man auch über Bekannte von einem Jobangebot in der Wunschregion. Natürlich kann man auch Eigeninitiative zeigen und sich einfach in dem Unternehmen vorstellen, bei dem man gerne mitarbeiten möchte.

Sobald der erste Kontakt zustande gekommen ist bzw. eine freie Stelle gefunden wurde, kommt das erste Hindernis: Die Bewerbung. Die meisten Arbeitgeber wünschen diese in schriftlicher Form, bestehend aus Lebenslauf, Anschreiben und sämtlichen relevanten Unterlagen, um sich einen ersten Eindruck machen zu können, bevor sie überhaupt an ein persönliches Treffen denken. Dabei sollten zwei Grundsätze eingehalten werden: Ehrlichkeit und Ausführlichkeit.

Der Fokus liegt auf dem CV

Das wohl wichtigste Dokument der Bewerbungsmappe ist der Lebenslauf, auch Curriculum Vitae – kurz: CV – genannt. Dieser DIN-A4-Seite schenken Personaler die größte Aufmerksamkeit, denn dieses Blatt Papier entscheidet häufig darüber, ob man zu einem persönlichen Gespräch eingeladen wird. Aber wie stellt man den beruflichen Werdegang am besten dar und welche Details sollten dann doch besser weggelassen werden?

ZeugnisInteressiert es den zukünftigen Chef wirklich, ob man in seiner Freizeit gerne vor dem Kamin liegt oder einen Manga nach dem anderen verschlingt? Gerade wenn es um die Angabe der Hobbys geht, streiten sich Experten: Für die einen ist der Einblick ins Private eine Bereicherung, für die anderen haben solche Nebensächlichkeiten im Lebenslauf nichts zu suchen.

Grundsätzlich gilt aber: Hobbys oder Ehrenämter dürfen nur dann in den CV, wenn sie erstens tatsächlich erwähnenswert sind, zweitens gut begründet werden können – d.h. kein Schwindeln! – und drittens den Bewerber zusätzlich für den Job qualifizieren. Generell sollten alle Zeugnisse über die bisherige Berufserfahrung oder Ausbildung korrekt sein, da sie selbstverständlich überprüft werden und das Aufdecken einer Lüge als sofortiges Ausschlusskriterium gilt.

Die kleinen Fettnäpfchen

Zudem hat jeder Lebenslauf nur wenige Sekunden Zeit, um den Chef zu überzeugen – der erste Eindruck zählt. Daher sollte jeder CV individuell auf das jeweilige Unternehmen abgestimmt werden! Eine Auflistung sämtlicher Fähigkeiten ist absolut nicht sinnvoll. Bewirbt man sich beispielsweise in der Gastronomie, helfen dem Restaurantbesitzer weder exquisite Programmier-Erfahrungen noch die Anpreisung der langjährigen Gesangsausbildung. Auch Sprachkenntnisse sind mit äußerster Vorsicht zu genießen, da diese gerne einmal spontan getestet werden und Übertreibungen hier besonders schnell auffliegen.

Drei Hotelarbeiter im Gespräch

Schafft man es also, in den ersten Sekunden nicht durch Rechtschreibfehler oder Ungereimtheiten aufzufallen und nicht unmittelbar auf dem »Absage«-Stapel zu landen, hat man eine echte Chance, dass das Interesse des Personalers geweckt ist und er auch den Rest der Bewerbung liest. Der muss dann natürlich ebenfalls perfekt sein!

Das heißt, das Bewerbungsfoto darf kein Schnappschuss aus dem Badeurlaub sein, selbst wenn man sich für eine Stelle als Surflehrer richtig bewerben möchte. Auch in diesem Fall – und das gilt grundsätzlich – ist das professionelle Bild eines Fotografen dem Partypic vorzuziehen.

Das Anschreiben

Bleibt noch das Anschreiben, für das ähnliche Regeln wie für den Lebenslauf gelten: Keine Rechtschreibfehler, keine Unwahrheiten, keine Standard-Floskeln oder ganze Sätze, die aus der Stellenanzeige kopiert wurden. Denn nicht immer sind die Worte, die der Bewerber gebraucht, um sich selbst zu beschreiben, auch die, die der Unternehmer tatsächlich hören möchte.

Ein Personaler und ein Bewerber beim VorstellungsgesprächAbzuraten ist von Sprach-Ungetümen wie »ergebnisorientiertes Arbeiten« oder »analytische und organisatorische Ader« – vor allem, wenn diese nicht mit Beispielen belegt werden. Man sollte sich bei jedem Anschreiben auch neu darauf konzentrieren, was der Arbeitgeber erwartet und wieso man selbst geeignet wäre.

Einen Fuß in der Tür: Vorstellungsgespräche

Genügt die Bewerbungsmappe samt Lebenslauf, Anschreiben und den restlichen erforderlichen Unterlagen den Ansprüchen des Unternehmens, geht es auch schon weiter mit Runde zwei: Dem Vorstellungsgespräch! Im Grunde ist dieses für viele so nervenaufreibende Treffen eine einfache, da immer gleiche, Angelegenheit. Fragen nach den Stärken und Schwächen, den Wünschen und Hoffnungen oder der Flexibilität – all das sind Fragen, die im Voraus gut vorbereitet werden können.

Bewerber vor dem Sydney Opera House im AnzugDennoch ist es wichtig, genau auf den Gesprächspartner einzugehen und sich natürlich zu verhalten. Einige Dinge gilt es dabei zu beachten: die Kleidung und die Körpersprache. Der Kleidungsstil entscheidet über den ersten Eindruck beim Vorstellungsgespräch. Ist er zu leger, gilt man leicht als uninteressiert, ist er zu streng, wirkt man verkrampft.

Der ideale Dresscode lässt sich durch die vorherige Recherche im Internet oder vor Ort festlegen, um solche Fehltritte tunlichst zu vermeiden. Des Weiteren trägt auch die Körpersprache zum Erscheinungsbild bei und kann eine Zu- oder Absage nach sich ziehen. Wer mit überkreuzten Beinen, verschränkten Armen und gesenktem Kopf auf seinem Stuhl kauert, erweckt schnell den Eindruck, eigentlich nicht hier sein zu wollen. Sitzt man jedoch aufrecht, den Oberkörper zum Gegenüber gedreht und scheut während des Gespräches weder den Augenkontakt noch die ein oder andere Handgeste, wird wohl kein Chef am Selbstbewusstsein des Bewerbers zweifeln.

Vorsicht Social Media

Doch selbst wenn die Unterlagen stimmig sind und das Auftreten überzeugt, kann das gesamte Image vorab durch unvorsichtiges Handeln im Internet zerstört werden. Personaler finden in Sekundenschnelle heraus, wie sich ein Bewerber online präsentiert. Facebook, Twitter und andere soziale Netzwerke sammeln Daten, erlauben den Zugriff auf Fotos und Aktivitäten.

Social Media Apps auf einem SmartphoneSofern man kein wachsames Auge auf sein digitales Profil hat, kann der Traum vom Job genauso schnell wieder verfliegen, wie er aufgetaucht ist. Partyfotos oder gedankenlose Status-Meldungen ersparen dem Unternehmen Arbeit: Die Bewerbung landet sofort im Müll, im System wird der Name des Tunichtguts vermerkt, eine erneute Chance gibt es nicht.

Aber auch mancher Chef muss sich nicht angemessen benehmen

Doch keine Panik, wer sich einigermaßen intelligent verhält, im Vorfeld informiert und nicht so viel lügt, dass sich selbst Pinocchio überrascht an die Nase fassen würde, der kann sich entspannt an die Jobsuche machen. Am Ende zählt die Persönlichkeit, ob man sich gegenseitig sympathisch ist und eine Zusammenarbeit vorstellen könnte. Denn nicht nur der Bewerber kann sich daneben benehmen! Wenn man an einen Chef gerät, der fragt, ob man gerade einen guten Blondinen-Witz auf Lager hat oder wissen will, wie man eine Giraffe in einen Kühlschrank bekommt, ja, dann ist der Job vielleicht nicht der richtige. Und hat man sich dann doch erfolgreich beworben, kann der Traum von der Freiheit – allen Hindernissen zum Trotz – endlich Wirklichkeit werden.

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