Bei seinem Work and Travel Australien Abenteuer geht es für Paul nun die Ostküste entlang. Traumstrände, Schildkröten und Riesenspinnen erwarten ihn dabei. Erfahre hier, was genau er auf der Reise in Richtung Norden erlebt.

Der Norden ruft

Palme am StrandSilvester war gerade vorüber und es wurde endlich Zeit, unseren Anfangsplan in die Tat umzusetzen: die Ostküste langfahren! Gesagt – getan, wir packten, verabschiedeten uns von den anderen, sahen uns noch schnell den Bondi Beach an und düsten los… also fast, denn ich hatte das Autolicht angelassen und die Batterie war leer. Mal wieder einer der Momente, in denen man die Aussies lieben lernt, denn die sind nicht nur fast alle positiv und gut drauf, sondern auch noch hilfsbereit. So verging ein wenig Zeit, bis wir mit ein wenig Starthilfe und kräftigem Anschieben endlich losfahren konnten – immer weiter nach Norden.

Back to Brissy

Paul beim SurfenDen ersten Teil bis rauf nach Brisbane gaben wir ganz schön Gas, da wir schon alles kannten und endlich wieder Neues entdecken wollten. Wir fuhren nochmal über Byron Bay und Nimbin, in Surfers Paradise kaufte ich dann das alte Surfboard eines Kumpels – ein kleiner Traum von mir. Ein paar Wellen später ging es dann weiter nach Brisbane und bald fanden wir uns alle tanzend im altbekannten, etwas schrägen Club »Down Under« wieder.

Am nächsten Abend probierten wir dann zum ersten Mal Kängurufleisch, was irgendwie ziemlich gewöhnungsbedürftig schmeckt. Das könnte aber auch daran liegen, dass australische Würstchen prinzipiell anders sind, als in der Heimat. Aber naja, dafür hat Australien ja zum Glück eine Menge anderer Sachen zu bieten.

Traumstrände auf Fraser Island

Geländewagen StrandAm nächsten Tag fuhren wir bis in die kleine Küstenstadt Rainbow Beach. Dort lernten wir einige aus unserer Gruppe kennen, mit der wir die nächsten Tage auf Fraser Island verbringen sollten: der größten Sandinsel der Welt! Direkt am nächsten Morgen ging es früh los. Wir quetschten uns in 4WDs (riesige Geländewagen) und wurden mit der Fähre zur Insel gebracht – oder man könnte auch sagen, ins Paradies.

Ich werde nie das Gefühl vergessen, wie atemberaubend es war, über den weißen Sandstrand zu rasen, während die Wellen bis an die Räder spülen. Genauso wenig den Lake McKenzie, einen kleinen See im Landesinneren, mit weißem Sand und türkisfarbenem Wasser. Abschließend fuhren wir noch bei einem alten Schiffswrack am Strand vorbei, dann wurde gemeinsam gekocht und am Strand gechillt.

See im WaldDie nächsten Tage vergingen wie im Flug, während wir immer mehr Ecken dieser wunderschönen Insel kennen lernten: den Eli Creek, einen kleinen Trinkwasser-Fluss in dem man sich flussabwärts bis ans Meer treiben lassen kann; die Champagne Pools, durch Felsen vor dem Meer geschützte natürliche Wasserbecken, die durch die Brandung wie Whirlpools waren; außerdem viele tolle Aussichtspunkte und weitere Seen. Ehe wir uns versahen, befanden wir uns dann auch schon wieder auf dem Festland in Rainbow Beach und verbrachten einen letzten gemeinsamen Abend mit unserer Gruppe, bevor sich alle auf den weiteren Weg machten. Für uns ging es, surprise, zurück nach Brisbane… aber nur kurz um eine alte Freundin von mir einzusammeln!

Von nun an zu viert!

Nachdem ich mir (Achtung, Spartipp!) kostenlos bei einem Friseur-Lehrling in Brisbane die Haare schneiden ließ, sammelten wir Marie ein. Marie kenne ich aus meiner Schule in der Heimat, also zeigten wir ihr die Stadt und kühlten uns nachts mit Skyline-Aussicht im Pool der Southbank ab. Am nächsten Tag fuhren wir weiter nach Noosa zum Surfen und Wandern, und stießen abends darauf an, dass es von nun an zu viert weiterging.

Ein paar Tage später erreichten wir Agnes Water, die letzte Stadt, in der Surfen erlaubt ist, bevor es durch Quallen und Krokodile zu gefährlich wird. Hier testeten wir unsere neueste Errungenschaft: eine Angel (übrigens sehr zu empfehlen, die Angel ist nämlich billiger als der Fisch im Supermarkt). Dabei waren wir sogar ziemlich erfolgreich. Im nächsten »Bottleshop« kauften wir Eis, und abends gab es (nach kurzer YouTube Recherche über das »wie«) unseren selbstgefangenen und selbstausgenommenen Fisch. Lecker!

Mit Schildkröten schwimmen auf den Whitsunday Islands

Segelboot SonnenuntergangJetzt war es so weit: Nach vielen Kilometern verbrachten wir zwei Nächte in Arlie Beach und sahen uns die nahegelegenen Cedar Creek Falls an. Dann endlich startete unsere Segeltour auf den Whitsundays! Nachdem jeder sein Bett an Bord bezogen hatte, segelten wir auch schon los, immer weiter zwischen grün bewachsenen Inseln über das türkisfarbene Wasser, in dem immer wieder Schildkröten zu sehen waren.

Traumstrand Mit dem Beiboot ging es dann zum Strand, aber nicht an irgendeinen, sondern zum Whitehaven Beach! Das ist der weißeste Strand der Welt! Selbst »Fluch der Karibik« wurde hier gedreht, und genauso paradiesisch sah es auch aus. Wir genossen jede Sekunde bevor wir eine der handgroßen Spinnen sahen (es sollte nicht meine letzte sein) und zurück aufs Boot flüchteten. Jetzt steuerten wir eine geschützte Bucht für die Nacht an und sahen uns gemeinsam den Sonnenuntergang am Ende des Horizonts an.

Die Tage vergingen rasend schnell. Während wir diese traumhaft schöne Gegend erkundeten, machten wir immer wieder kurze Schnorche-Stopps. Dabei hatte ich das Glück, gleich mehrere Schildkröten zu sehen, die auf einmal seelenruhig direkt neben mir herschwammen.

Das Land wird wilder

Koala im BaumNachdem wir wieder zurück auf dem Festland waren und weiter nach Norden fuhren, wurde die Situation etwas gefährlicher. Dies merkten wir zunächst an den Warnungen auf unserem Campingplatz: Man solle bitte nicht zu nahe an den Fluss gehen, da gäbe es Krokodile. Auch in den Nachrichten waren auf einmal Berichte über eine Attacke durch diese unheimlichen Riesenechsen. Wir ließen uns nicht abschrecken und fuhren weiter rauf nach Townsville, von wo aus wir einen Tagestrip nach Magnetic Island machten. Das ist DIE Insel, um Koalas zu sehen. Und auch sonst war es wunderschön, mit tollen Aussichten und Stränden, nur muss man wirklich darauf achten, beim Wandern genug Wasser mitzuhaben!

Die Tage vergingen und wir reisten weiter, vorbei an Wasserfällen, Hängebrücken immer tiefer in den Regenwald. Bei brütender Hitze versuche ich sogar, mir ein Spiegelei auf dem Autodach zu braten, was allerdings kläglich scheiterte. So oder so hatten wir es dann aber irgendwann geschafft und waren da: Vor uns lag Cairns!

Mein Fazit

Füße im weißen SandDie Ostküste war unvergesslich toll! Es ist voll und es gibt viele Backpacker, was sehr schön, aber auch nervig sein kann. Man lernt Australien von einer Seite voller Traumstrände und Wasserfälle kennen, wobei die Landschaft trotzdem zwischen Regenwald, Wüste und Großstadt wechselt, je nachdem wie weit nördlich man ist. Für mich war es eine ungaubliche Erfahrung und ich werde die Zeit nie vergessen! Besonders schön war es auch, dass ich mir nie die Frage gestellt habe (wie manchmal beim Arbeiten), wofür das alles gut war. Wenn ich am Strand die Brandung hörte, die Sonne auf dem Gesicht fühlte und den Sand zwischen den Zehen spürte, wusste ich: Hier bin ich genau richtig!

Bis bald,

Euer Paul

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