Ozeanien: Das Inselparadies im südlichen Pazifik

Ozeanien: Das Inselparadies im südlichen Pazifik

Australien gehört weltweit mit zu den beliebtesten Reisezielen. Vor allem bei Backpackern und im Bereich Work and Travel steht das Land der Kängurus unangefochten an der Spitze. Und wenn man schon mal eine Reise auf die andere Seite des Globus wagt, bietet es sich doch direkt an, auch den Rest Ozeaniens zu entdecken. In diesem Artikel stellen wir euch die Region mitten im Pazifik ein wenig genauer vor und liefern euch hilfreiche Tipps, wie ihr die Inselgruppen mit eurem Work and Travel-Erlebnis verbinden könnt.  

Ozeanien: Sonnenaufgang über dem Meer

Das Gebiet um Australien besteht aus über 7500 Inseln, von welchen allerdings nur knapp 2100 bewohnt sind. Der Rest besteht aus Naturschutzgebieten und ermöglicht den vielfältigen Tierarten einen geschützten Rückzugsort. Zusammen erfassen die Inseln eine Landfläche von fast 1,3 Millionen Quadratkilometern, diese erstrecken sich jedoch auf ein Meeresgebiet von ganzen 70 Millionen Quadratkilometern. Anders als Australien, gilt Ozeanien geologisch nicht wirklich als Kontinent, da die Inseln zu einem großen Teil gar nicht aus kontinentaler Erdkruste bestehen. Stattdessen sind viele von ihnen vulkanische Krater, die sich aus 4000 Metern Tiefe aus dem Meer erheben. Auf der Spitze dieser Vulkane haben sich über Abermillionen Jahre Korallenriffe oder Kalksteinfelsen gebildet, die für eine reichhalte Vegetation sorgen. Vor allem in den tropischen und subtropischen Inseln im ost-ozeanischen Gebiet findet sich eine Vielzahl an Regenwaldformen, da das Klima dort das ganze Jahr über beständig feucht und warm ist. In anderen Teilen Ozeaniens gibt es wiederum, wie man es auch aus Teilen Asiens kennt, Monsunzeiten. Lediglich in Australien, Neuseeland und Tasmanien – also den kontinentalen Teilen Ozeaniens – herrscht warmgemäßigtes und somit wechselhafteres Klima.

Ozeanien: Steile Küsten

Neben der umfangreichen Pflanzen- und Tierwelt des Meeres rund um Ozeanien, ist die Flora und Fauna an Land – ähnlich wie das Klima in jenem Gebiet – zweigeteilt: Zum einen gibt es die typisch australischen, kontinentalen Tiere. Das sind Beutelsäugetiere, wie beispielsweise Kängurus. Es gibt aber auch die sogenannten Kloakentiere. Das mag zunächst eventuell ein wenig unappetitlich klingen, zu dieser Gattung gehört aber beispielsweise auch das Schnabeltier. Die zweite Kategorie der ozeanischen Flora und Fauna besteht aus Lebewesen und Pflanzen, die über das Meer angeschwemmt oder von Siedlern eingeschleppt wurden. Viele Tiere Ozeaniens sind in ihrer Art einmalig und sonst nirgendwo auf der Welt anzutreffen. So findet man beispielsweise auf einigen Inseln flugunfähige Vögel, da es dort keine Raubtiere gibt, die auf dem Boden leben, und die Vögel somit keine natürlichen Feinde haben. Problematisch wird das Ganze erst wenn – gewollt oder ungewollt – plötzlich andere Tiere eingeschleppt werden, die den einheimischen zur Gefahr werden oder diese verdrängen, und somit nicht selten sogar zur Plage werden.

Ozeanien: Traumhafte Sandstrände

Die Bevölkerung Ozeaniens ist ebenfalls durchmischt und unterscheidet sich in ihrer Herkunft teilweise sehr. Während der Anteil der indigenen Bevölkerung, also quasi der „Ureinwohner“, in so gut wie allen Teilen Ozeaniens stark schrumpft, gibt es recht große örtliche Differenzen, wenn es um die Abstammung der Einwanderer geht. Während in Australien, Neuseeland und auf Hawaii die Mehrzahl der Zugezogenen ursprünglich aus Europa angereist kamen, stammt Rund ein Drittel der Bevölkerung auf den Fidschiinseln aus Indien. Auch Chinesen und Filipinos stellen einen großen Anteil der Bewohner Ozeaniens dar.

Ozeanien: Eine Insel in der Südsee

Schon heute sind die Pazifischen Inseln ein unglaublich beliebtes Reiseziel. So lebt die Wirtschaft mancherorts fast ausschließlich vom Tourismus. Natürlich bietet Australien mit seiner abwechslungsreichen Natur und seinen Metropolen eine gute Kombination aus Natur- und Städtereise. Neuseeland lockt stattdessen mit seiner einmaligen Landschaft, während Hawaii vor allem Surferherzen höher schlagen lässt. Diese Orte sind allerdings nur die bekanntesten Reiseziele, denn Ozeanien hat weitaus mehr zu bieten. Im Great Barrier Reef lockt beispielsweise das Naturschutzgebiet Whitsunday Islands mit 74 Trauminseln mit weißem Sandstrand. Vom Festland aus werden Tagestouren dorthin angeboten. Die Cookinseln und die Fidschis sind vor allem bei Rucksacktouristen sehr angesagt. Noch etwas unbekannter ist Papua-Neuguinea mit seinem verästelten Gebirge und steilen Tälern. Vor allem landschaftlich bietet sich hier eine große Vielfalt: von Gletschern, über Regenwaldgebiete, bis hin zu Korallenriffen, findet sich dort alles, was des Rucksacktouristens Herz begehrt. Die Osterinseln sind Heimat der weltbekannten Moai-Statuen, die vermutlich berühmte Häuptlinge und Ahnen darstellen sollen, und 400 bis 1200 n. Chr. erbaut wurden.

Ozeanien: Die Moai-Statuen auf den Osterinseln Copyright: anoldent

Für die optimale Reiseplanung solltet ihr euch vermutlich erst einmal überlegen, wo genau es überhaupt hingehen soll. Jedes Ziel hat etwas anderes zu bieten und lockt mit den unterschiedlichsten Sehenswürdigkeiten und Landschaften. Es stellt sich daher die Frage, welche Reiseorte am ehesten euren Interessen entsprechen. Dabei sind eventuell auch klimatische Faktoren zu bedenken. Möchte ich gerne zwischen verschiedenen Zonen wechseln oder bleibe ich schon aufgrund des limitierten Packvolumens meines Rucksacks besser in einer Klimazone? Zu welcher Jahreszeit möchte ich überhaupt reisen und was für Wetterverhältnisse herrschen dann gerade vor Ort? Nicht zuletzt solltet ihr natürlich überlegen, wie sich das Ganze mit eurem Work and Travel Projekt verbinden lässt. Vielerorts gibt es gerade im Bereich Gastronomie tolle Jobs. Je nach Region finden sich bestimmt auch einige Tätigkeiten im Bereich Freiwilligenarbeit und Naturschutz. Ihr solltet euch daher nicht nur nach dem vorhandenen Freizeitangebot erkundigen, sondern auch nach einer eventuellen Beschäftigung.

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