Natur pur: Freiwilligenarbeit in Neuseeland

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Unsere Volunteer-Koordinatorin Lara ist regelmäßig für Stepin in der Welt unterwegs und besucht unsere Partner, um sich einen genauen Eindruck von unseren Freiwilligenarbeits-Projekten zu verschaffen. Jetzt kommt sie gerade aus Neuseeland zurück und hat dort nicht nur Urlaub gemacht, sondern die Gelegenheit genutzt und sich eins unserer Umweltschutzprojekte in Auckland angeschaut. Für alle, die mit dem Gedanken spielen auch mal als Volunteer in Neuseeland zu arbeiten, sind die Antworten auf folgende Fragen ein definitives »must-read«:

Lara, du hast privat Urlaub in Neuseeland gemacht und die Gelegenheit genutzt, an einem Tag unser Freiwilligenarbeits-Projekt in Auckland zu besuchen. Worum geht es bei diesem Projekt genau?

Prinzipiell geht es bei unserem Freiwilligenarbeitsprogramm in Neuseeland um die Mithilfe in verschiedensten Projekten, die sich mit allen Aspekten des Umweltschutzes beschäftigen. Unsere Partnerorganisation mit Hauptsitz in Auckland unterstützt verschiedene Projekte an verschiedenen Orten, es gibt Langzeitprojekte, aber auch einmalige oder Projekte für wenige Wochen. Man kann also nicht vorhersagen, wo genau man mit anpacken wird.

Unkraut jäten im GartenBei meinem Besuch habe ich eines der aktuell drei Projekte des Standortes Auckland besuchen dürfen. Es handelte sich um ein Marae-Gelände, ein heiliger Ort der Maori. Als die Briten Neuseeland besiedelten, eigneten sie sich viele Flächen und Grundstücke an und wandelten diese zu Farmen um. Dafür entfernten sie die heimische Fauna und führten Tiere und Pflanzen aus Europa ein. Da diese sich aber als schädlich für die neuseeländische Tier- und Pflanzenwelt herausstellten, wird nun, da der Grundbesitz zurück an die Maori gegangen ist, alles dafür getan, die ursprüngliche Vegetation wieder herzustellen.

Auf dem Projektgelände befindet sich unter anderem ein kleiner Garten mit Gewächshaus. Dort waren die Freiwilligen bei meinem Besuch fleißig zu Gange. Eine kleine Gruppe topfte gerade Setzlinge in größere Töpfe, eine andere entfernte Unkraut im Garten. Die hier herangezogenen Pflanzen, werden zu einem späteren Zeitpunkt auf dem Marae-Gelände eingepflanzt.  Auch diesen Teil des Projektes habe ich besuchen können. Bis jetzt ist hier »nur« ein kleines Wäldchen entstanden. Wenn man aber bedenkt, in welchem Tempo Bäume wachsen, ist der Erfolg schon recht beeindruckend. Ohne die ganzen Freiwilligen wäre dies nicht möglich gewesen.

Welche Art von Arbeit kommt als Volunteer hier auf mich zu und wie sieht ein typischer Tag aus?

Freiwillige topfen Setzlinge umEs gibt viele verschiedene Aufgaben, die auf unsere Freiwillige zukommen können. Typische Arbeiten sind z.B.  das Anpflanzen von Bäumen, Reinigungsarbeiten an Stränden, Zäune bauen oder Vernichten von Unkraut. Je nachdem, für welchen Standort man sich entscheidet (Auckland, Wellington oder Christchurch), unterstützt man während seines Aufenthaltes eines oder mehrere Projekte.

In der Regel hat man während seines Aufenthaltes eine »normale« Arbeitswoche: man startet morgens gegen acht und ist gegen 16/17 Uhr zurück in seiner Unterkunft. Der Transfer zur Arbeitsstelle wird organisiert, wenn sich die Unterkunft nicht direkt auf dem Gelände befindet.

Du konntest ja, zusammen mit den Freiwilligen vor Ort, auch an der Orientation teilnehmen: Fühltest du dich gut auf die Arbeit und den Ablauf vorbereitet? Gibt es spezielle Dinge, die man wissen sollte und vorher vielleicht gar nicht bedacht hat?

Die Orientation war kurz aber informativ. Die Unterkunft in Auckland wurde gezeigt und wir wurden über verschiedenste Umweltaspekte Neuseelands informiert. Der zu erwartende Ablauf der ersten Woche, ein typischer Tagesablauf und die Regeln wurden besprochen.

Jedem, der sich für unser Umweltschutzprojekt interessiert, sollte bewusst sein, dass man viel in der Natur sein wird. Dass einem Insekten begegnen, ist also sehr wahrscheinlich. Da die Sonne sehr stark ist, sollte man auf jeden Fall daran denken eine Kopfbedeckung und lange, dünne Kleidung einzupacken, die die Haut bedeckt. Ein Schlafsack ist ebenfalls erforderlich.

Wie hat man sich das »Volunteer-Haus« in dem die Teilnehmer während der Projektarbeit wohnen vorzustellen? Wie eine große internationale WG?

Unterkunft der Volunteers in AucklandDas Haupt-Volunteerhaus in Auckland, ist gleichzeitig der Hauptsitz unserer Partnerorganisation. Auf der unteren Etage befinden sich die Büroräume, durch einen separaten Eingang gelangen die Freiwilligen auf die erste Etage, auf der sie während ihrer Zeit zu Hause sind. Es gibt mehrere Zimmer, Badezimmer, Waschmaschinen, eine große Küche und ein Wohnzimmer mit vielen DVDs.

Teilnehmer aller Nationen leben hier gemeinsam. In Auckland kehren alle Freiwilligen am Wochenende zurück in dieses Haus, auch wenn sie die Woche über in einem weiter entfernten Projekt gearbeitet haben, welches eine eigene Unterkunft hat. Eine gute Busverbindung sorgt dafür, dass man schnell in Downtown Auckland ist.

Wird für die Transfers und Verpflegung ebenfalls gesorgt, oder müssen sich die Freiwilligen selbst darum kümmern?

Der Transfer von der Unterkunft zum Arbeitsort wird von unserer Partnerorganisation organisiert. In jedem Projekt hat man einen Leiter, der alle Aufgaben erklärt und verteilt. Diese Person holt die Freiwilligen morgens ab und bringt sie nach Feierabend auch wieder zurück in die Unterkunft.

Für Verpflegung ist auch gesorgt. Die Kollegen vor Ort bestellen regelmäßig Lebensmittel mit denen sich die Freiwilligen versorgen können. Entsprechende Rezepte werden sogar auch immer rausgesucht. An den anderen Standorten in Neuseeland kann es etwas anders ablaufen, aber auch dort ist für Verpflegung gesorgt.

Du hast das Projekt zwar nur einen Tag lang begleitet, konntest dir aber sicher einen guten Gesamteindruck verschaffen. Was waren deine Highlights?

Es war auf jeden Fall eine spannende Sache, die Kollegen, mit denen ich sonst hauptsächlich über Email kommuniziere, auch einmal persönlich kennenzulernen. Alle waren super freundlich und aufgeschlossen und man hatte gleich das Gefühl zu Hause zu sein.

Lara und Mitarbeiterinnen unserer PartnerorganisationFür mich ist es wichtig zu wissen, dass unsere Freiwilligen gut aufgehoben sind und jemanden vor Ort haben, an den sie sich wenden können, wenn sie Probleme haben. Es war natürlich auch interessant, die Unterkunft mal mit eigenen Augen zu sehen.

Das Highlight war aber definitiv der Besuch des Projektes. Für viele klingt »Bäume pflanzen« und »Unkraut jäten« nicht unbedingt nach besonders erstrebenswerten Aufgaben, aber sie sind einfach unheimlich wichtig. Neuseeland hat eine große Anzahl an Tier- und Pflanzenarten, welche es nirgendwo sonst auf der Welt gibt. Durch die importierten Pflanzen und Tiere, sind diese jedoch fast alle vom Aussterben bedroht. Durch die Arbeit unserer Partnerorganisation und die Mithilfe unserer Freiwilligen wird ein kleiner, aber wichtiger Schritt in die richtige Richtung gemacht, das ursprüngliche Neuseeland wieder herzustellen.

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