Sebastian in Neuseeland #4: Ka kite ano – oder »Time to Say Goodbye«

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Das Spiel hat zwei Halbzeiten. Und das Runde muss ins Eckige. Diese Fußballweisheiten gelten auch in Neuseeland. Nachdem unser Gastautor Sebastian Holl während seines Auslandspraktikums wertvolle Einblicke in die Arbeit beim neuseeländischen Fußballverband sammeln konnte, nutzt er nun die verbleibende Zeit bei den Kiwis, um die einzigartige Schönheit der Südinsel zu entdecken. Im Wohnwagen versteht sich. Wir stellen euch den letzten Bericht von Sebastians Gastartikelserie vor.

Ganz langsam neigt sich mein Aufenthalt schon dem Ende zu. Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Erst recht, wenn man etwas unternimmt. In den letzten zwei Wochen ging es spontan auf die Südinsel. Dort gibt es die ganze Natur zu bestaunen, die Neuseeland zu so einem einzigartigen Land macht. Anfangs hatte ich ein bisschen Hemmungen, bei der Arbeit nachzufragen, ob ich ein paar Tage frei bekommen könnte. Wie sich später herausstellte, waren diese Bedenken dank der lockeren Mentalität der Menschen hier vollkommen unnötig.

Mit dem Wohnwagen die Südinsel erkunden

Erster Stopp der Rundreise war Queenstown, eine kleine Stadt mit 11.000 Einwohnern, die aufgrund ihrer Freizeitaktivitäten im ganzen Land bekannt ist. Um genau zu sein, wird einem von allen dringend ans Herz gelegt, auf jeden Fall nach Queenstown zu fliegen.

Blick auf Queenstown

Neben zahlreichen Extremsportarten, wie beispielsweise Bungee-Jumping oder White Water Rafting bietet die kleine Stadt eine unglaubliche Lage und Szenerie, da sie von Bergen umgeben an einem See gelegen ist. Weiter ging es zu den Fjordlands nach Milford Sound. Je näher man dem etwa 300 km entfernten Ort kam, desto gruseliger wurde es.

Um das verstehen zu können, muss man wissen, dass die Südinsel Neuseelands nicht wirklich dicht besiedelt ist. Ich glaube, auf den letzten 100 km haben uns insgesamt zwei Autos passiert. Eine Panne sollte man erst recht nicht haben, da es weder Netz- noch Internetempfang gibt. Belohnt wurde das Abenteuer dann aber mit einer spektakulären Bootstour durch die Fjorde hinaus auf den Pazifik.

Von Fjorden auf Gletscher – Neuseeland hat alles zu bieten

Sessellift für Skifahrer in Neuseeland

Als nächstes standen Gletscherbesichtigungen und Skifahren in Wanaka auf dem Programm. Klar, die Skigebiete hier sind nicht vergleichbar mit denen der Alpen. Doch der Ausblick und im Juli Ski zu fahren hatten es in sich. Trotz der wenigen Einwohner bietet Wanaka einen Hauch von Après-Ski-Partys an. Doch bei Preisen von 5 Euro für eine kleine Flasche Bier sollte man aufpassen.

Lange – aber aufgrund der Natur sehenswerte – Fahrten brachten uns schließlich nach Christchurch, der zweitgrößten Stadt Neuseelands. Die Stadt hat aber eine unschöne Vergangenheit, welche man richtig spüren kann, wenn man sie besucht. Genau über zwei tektonischen Erdplatten gelegen, ist die Erdbebengefahr sehr hoch. In den letzten zwei Jahren wurde Christchurch von zwei schweren Erdbeben in relativ kurzer Zeit erschüttert. Die Schäden sind noch heute deutlich sichtbar. Überall gibt es eingestürzte oder beschädigte Gebäude und Absperrungen, da viele Häuser noch einsturzgefährdet sind.

Eingestürzte Kathedrale am Cathedral Square in Christchurch

Alles in allem muss man sagen, dass es wirklich mal interessant ist, Christchurch zu besuchen. Doch aufgrund der düsteren Stimmung innerhalb der Stadt wirkt es fast ein bisschen nachkriegszeitlich. Der Zusammenhalt der Einwohner ist aber überraschend hoch und der Wiederaufbau der eingestürzten Gebäude ist in vollem Gange.

Die Vielfalt der Südinsel fasziniert

Die Südinsel ist auf jeden Fall eine Reise wert. Es gibt nicht nur viel Natur zu bestaunen, sondern die Vielfalt macht es aus. In relativ kurzer Zeit sahen wir Berge, Seen, Fjorde, Strände, Gletscher, Regenwälder und Großstädte. Es gibt also wirklich alles. Man muss sich aber darauf einstellen, dass man meistens in sehr kleinen Städten übernachtet. Also immer viel Essen im Wohnwagen haben, wer weiß, wann der nächste Supermarkt kommt. Und ganz wichtig: Auch wenn der Tank noch halbvoll ist, am besten an jeder Tankstelle halten und volltanken!

Das war mein letzter Bericht vom schönsten Ende der Welt! Ka kite ano. Auf Wiedersehen Neuseeland!
Euer Sebastian

Sebastians vorheriger Artikel Mehr Infos zum Programm

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