Fast ein Monat ist High School-Stipendiatin Miriam nun schon zum Schüleraustausch in Neuseeland. Inzwischen lebt sie in ihrer Gastfamilie in der Blockhouse Bay und hat sich schon mit ihrer Gastschwester und Mitschülern angefreundet. In ihrem heutigen Blogpost berichtet sie unter anderem von ihrer Zeit am College, einem Schulausflug zum Meer und anderen Freizeitaktivitäten.

Twenty years from now on you will be more disappointed by the things that you didn’t do than by the things you did do. So throw off the bowlines, sail away from the safe harbor, catch the trade winds in your sails. Explore. Dream. Discover. (H. Jackson Brown Jr.)

Neuseeland verzaubert mich. Jeden Tag aufs Neue. Jeden Tag erlebe ich schöne Dinge und auch eher nicht so schöne. Gefühlschaos und Achterbahnfahrten gab es schon, doch genau deshalb ist derzeit die schönste Zeit meines Lebens.

Das erste Treffen mit der Gastfamilie

Nach den Orientation days in Auckland, von denen ich in meinem letzten Blogpost berichtet habe, wurden wir von unseren Gastfamilien abgeholt. Ich war so aufgeregt und nervös, dass ich Julia, meine Gastschwester aus Brasilien und Yvonne, meine Kiwi-Gastmutter gar nicht erkannt habe. Nach etlichen Fragen über Deutschland und herzlichen Umarmungen, fuhren wir zur Blockhouse Bay, wo ich die nächsten Monate leben werde.Miriam und Julia

Mit meinen Gastgeschenken habe ich ganz genau ins Schwarze getroffen und meine Gastmutter war wirklich umgehauen von meinem Kochbuch. Meine einzige Sorge für meinen Auslandsaufenthalt war, dass ich keine Gesprächsthemen finde und, dass es diese peinlichen Stillemomente gibt. Zum Glück ist meine Gastschwester Julia aber – genau wie ich – ein Mensch, der ununterbrochen redet und immer etwas zu erzählen hat. Wir verstehen uns unheimlich gut. Sie ist schon zu meiner Schwester geworden in den drei Wochen, die ich jetzt hier bin.

Schulalltag in Neuseeland

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie aufgeregt ich war, als ich mich zum ersten Mal auf den Weg zum Avondale College machte. Stolze 2.750 Schüler gehen hier zur Schule – klar, dass der Campus dann riesig ist, aber ich hätte trotzdem nie gedacht, dass es 2 Wochen dauert, bis ich mich nicht mehr verlaufe. :-)

Hier in Neuseeland hat man jeden Tag vor der ersten Unterrichtsstunde 20 Minuten Form class. Hier werden Informationen, z.B. wann Assemblys (Schülerversammlungen) stattfinden ausgetauscht. An meinem ersten Tag kam ich in die Klasse und 20 fremde Gesichter haben mich angestarrt – freundlich und neugierig. Bevor ich mich dem Lehrer vorstellen konnte, kam ein Kiwi-Junge auf mich zu und deutete auf den Platz neben ihm. Ich war beeindruckt von der Offenheit der Kiwis, die sich auch in meinen anderen Fächern bestätigte.Miriam an der Mission Bay

Vor allem in meinem Lieblingsfach Maori fühle ich mich schon jetzt als ein Teil der Klasse – der Familie – wie Mr. Anderson, mein Lehrer immer sagt. Nach meinem ersten Tag kam er zu mir uns sagte: »Meine Maorischüler sind wie eine Familie für mich und du bist jetzt ein Teil davon.«

Mein erster Schulausflug

Da wir am College 150 internationals sind, organisiert das international department den sogenannten Big Day: Auf der Busfahrt habe ich Kim aus Italien kennengelernt. Leidenschaftlicher Longboarder, Kletterer und jetzt mein bester Freund hier. Als wir am Bastian Point angekommen sind und wir über die grünen Hügel und Inseln, das endlos türkis blaue Meer und die Skyline von Auckland bewundern konnte, fing mein Herz an zu rasen.

Neuseeland hat wirklich einzigartige Landschaften und ich bin so froh, dass ich die Möglichkeit habe, diese zu entdecken. Nachdem ich knapp 100 Fotos (oder mehr?) gemacht habe ging es weiter zur Mission Bay, einem Badestrand, der ziemlich schön war.

Freizeit in Neuseeland

Am Wochenende bin ich mit Kim, Even (aus Norwegen) und ein paar Kiwis Klettern gegangen. Ich habe mir gleich eine Membership Card gekauft, mit der ich einen Monat lang klettern gehen kann, wann ich will. Was ist das beste daran? Ich lerne einen Haufen interessante Leute kennen und verliere dabei auch noch meine Höhenangst, die mich in Deutschland geplagt hat. Neuseeland verändert mich eben – in vielerlei Hinsicht.Miriam und Kim

Ich lerne selbstständiger zu werden, vor allem, da meine Gastmutter mich nirgendswo hinfährt. Aber ich lerne mir selbst Lösungen zu suchen. Wie? Das erfahrt ihr im nächsten Eintrag… ;-)

Bis bald!
Eure Miri

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