Miriam in Neuseeland #14: Mein Südinsel-Trip

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12 Tage. 3 Menschen mit chronischem Fernweh. Knapp 4.000 Kilometer. Ein Road Trip über die komplette Südinsel Neuseelands. Ein weiteres Abenteuer, welches High School-Stipendiatin Miriam einen Traum erfüllt. Viele Erinnerungen, an die sie sich für den Rest ihres Lebens erinnern wird. Aber lest selbst was die 16-Jährige in ihrem letzten Monat in Neuseeland alles erleben durfte…

Freundschaften mit Menschen auf der ganzen Welt zu knüpfen ist das Tollste, was ich je getan habe.

Das Abenteuer kann beginnen

Fähre zur Südinsel NeuseelandsNach unserem Roadtrip zur Coromandel Peninsula, haben mein Vater und ich früh an einem Samstagmorgen im Dezember einen belgischen Freund abgeholt, der uns auf unserer Reise begleiten sollte. Mit vollen Rucksäcken haben wir uns auf den Weg nach Wellington, der Hauptstadt Neuseelands gemacht, von wo aus wir die Fähre rüber auf die Südinsel genommen haben. Auf der Fahrt haben wir den wunderschönen Lake Taupo bewundert und uns einen unglaublichen Sonnenuntergang in Napier gegönnt.

Die Fährüberfahrt dauerte nur knapp 3,5 Stunden. Wir sind an tollen Fjordlandschaften vorbeigekommen und nachdem wir endlich in Picton, einer wunderschönen kleinen Hafenstadt angekommen waren, wurde uns bewusst, dass wir tatsächlich auf der Südinsel angelangt waren. Es war ein so großer Traum von mir, möglichst alles von Neuseeland zu sehen, doch dass ich eines Tages den Fuß auf die andere Insel setzen würde, davon habe ich kaum zu träumen gewagt.

Das Video-Projekt

Vor einiger Zeit hat Chris (vom International Department des Avondale College) mich angerufen und gefragt, ob ich Lust hätte, in einem Video für meine Partnerorganisation und die Regierung Neuseelands mitzuspielen. Er hat gesagt, es würden vier Internationals gesucht und er hätte mich gerne mit dabei. Es war für mich eine riesengroße Ehre! Am Anfang dachte ich, dass das Video nur ein paar Minuten lang sein würde und es keine so große Sache wäre. Doch dann hat sich herausgestellt, dass das Filmteam mit drei meiner internationalen Freunde und mir knapp zwei Tage lang filmen würde.

Wir sind zum Piha Beach und zu einem Wasserfall mitten im Dschungel gefahren. Sie haben mich beim Biologieunterricht und sogar beim Longboarden gefilmt. Das Video soll die einzelnen Geschichten der Austauschschüler aus verschiedenen Ländern darstellen und ich bin schon mehr als gespannt auf das Ergebnis.

Jedenfalls war es so, dass Matthew und das Filmteam zufällig genau zur gleichen Zeit wie ich in Nelson unterwegs waren, also haben wir dort auch noch einen Filmtag eingelegt. Wir sind zum Nelson Boys College gefahren und es wurde ein persönlicher Haka-Tanz für mich performt – das war super cool!

Wie pures Gold

Abel Tasman Nationalpark in NeuseelandWeiter ging es zum Abel Tasman Park, der für deine unglaubliche Landschaft bekannt ist: Goldene Strände (der Sand sieht wirklich aus wie pures Gold), türkisfarbenes Wasser, tiefe Regenwälder und anstrengende Wanderwege… Mein Vater, Matthias und ich sind mit dem Wassertaxi zur Barks Bay gefahren, um von dort aus zurück zu unserem Campingplatz zu wandern. 8 Stunden haben wir für solide 26 Kilometer gebraucht. Das war wahrscheinlich die anstrengendste und schönste Wanderung, die ich je gemacht habe.

Unsere nächste Nacht haben wir in Tarakohe, in der Nähe der Golden Bay, verbracht. Hier gab es ironischerweise überwiegend graue, steile Küsten. Wir sind zu einem kleinen Hafen gefahren, haben uns mit ein paar Fischerleuten angefreundet und einen atemberaubenden Sonnenuntergang hinter den Bergen genossen. Das kleine Dorf war unglaublich aufregend, denn hier leben sehr alternative und interessante Leute. Außerdem ist das »Free Camping« überall erlaubt, also ein Muss für alle Backpacker.

Pancake Rocks & Fox Glacier

Dann sind wir weiter zu den Pancake Rocks gefahren, einem unglaublichen, von der Natur geschaffenen Klippenornament. Da es schon spät am Abend war, haben wir beschlossen, erst am nächsten Morgen zu den Rocks zu fahren und die Nacht am Strand zu verbringen.

Pancake Rocks in NeuseelandDort sind wir auf zwei andere Deutsche gestoßen, die schon seit über einem halben Jahr auf ihrer Reise durch Neuseeland waren. Abends haben wir uns von dem Knacken des Feuers und dem Rauschen der Wellen in den Schlaf wiegen lassen. Angekommen an den Pancake Rocks haben wir die Form der Steine bewundert, die tatsächlich so aufeinander gestapelt waren, dass es aussah wie Pfannkuchen.

Unser nächster Stopp war der Fox Glacier, wo wir zwei Tage in einem Hostel geschlafen haben. Wir sind zum Franz Josef Glacier und zum Fox Glacier gelaufen, jedoch waren beide Wege ab einer Stelle wegen Hochwasser gesperrt, sodass wir das schöne Schneepanorama nur aus der Ferne betrachten konnten. 20 Minuten nach unserer Ankunft, sind wir mit zwei Kanadiern ins Gespräch gekommen, die uns abends in der Stadt herumgeführt und uns ihren Freunden vorgestellt haben. Später haben wir in einem Café gesessen und – ich übertreibe nicht – wir hatten bestimmt Menschen 15 unterschiedlicher Nationalitäten an einem Tisch. So viele Menschen aus verschiedenen Ländern zu treffen und ihre Geschichten zu hören war wunderbar. Freundschaften mit Menschen auf der ganzen Welt zu knüpfen ist das Tollste, was ich je getan habe.

Auf nach Queenstown!

Koas lassen sich aus der Hand füttern in NeuseelandNun stand uns ein Weg von knapp 6 Stunden bevor, denn wir haben uns auf nach Queenstown gemacht. Während der Fahrt haben wir einen hohen Bergpass überquert. Obwohl wir gerade Hochsommer hatten, kamen wir den -2 Grad sehr nah. Schon im Vorbeifahren haben wir die berühmten Vögel, die Koas, gesehen. Sie sind so zutraulich, dass man sie mit der Hand füttern kann. Am Ende konnten wir sie sogar nicht mal davon abhalten, zu uns ins Auto zu klettern.

Endlich in Queenstown angekommen, haben wir die riesigen, schneebedeckten Berge und die kleinen, einladenden Cafés bewundert. Queenstown ist neben Auckland DIE Backpacker-Stadt. Hier findet man immer irgendwelche »Traveller« auf der Suche nach dem großen Abenteuer. Abends haben wir die Stadt erkundet und wurden Zeuge eines wunderbaren Moments, in dem ein Straßenmusiker ein Lied performte und etwa 20 Passanten anfingen zu tanzen. Neuseeland eben – Lebensfreude und Happiness pur!!

Ein echtes Spektakel

Stipendiatin Miriam an den Milford Sounds in NeuseelandDanach ging mein größter Traum in Erfüllung: Wir haben uns auf den Weg zum UNESCO Weltnaturerbe »Milford Sound« gemacht. Diese Fjordlandschaft mit schwarzem Wasser und schneebedeckten Gipfeln ist ein echtes Spektakel und hat mir den Atem geraubt. Ich hatte schon so oft davon geträumt, vor diesen Bergen zu stehen. Morgens sind wir an der Bucht entlang zum Hafen der Fähren, die Rundfahrten anbieten, entlanggegangen.

Diese Bootstouren sind nur zu empfehlen: Man cruist fährt knapp drei Stunden den ganzen Fjord bis zum offenen Meer entlang. An den großen Wasserfällen haben wir so nah gehalten, dass man sie fast berühren konnte. Mein Vater, Matthias und ich waren die Einzigen, die draußen geblieben sind, alle anderen wollten offensichtlich nicht nass werden.

Weiter nach Christchurch

Leider haben wir uns nach einem Tag wieder von diesem wunderschönen Ort verabschiedet und sind weitergefahren nach Dundine. Diese Stadt ist wirklich der absolute Traum. Sie hat wunderschöne Strände mit sehr guten Wellen zum Surfen und gemütliche Bars und Cafés, in denen man sich entspannen kann. Wir haben wieder am Strand geschlafen und einen atemberaubenden Sonnenuntergang inklusive doppeltem Regenbogen bewundern können.

Doppelter Regenbogen am Strand von DundineIch habe, glaube ich, eine komplette Stunde damit verbracht, mindestens 100 Fotos zu machen. Am nächsten Morgen sind wir auf die Halbinsel Otago Peninsula gefahren und zu einem Leuchtturm und einem Albatros-Museum gewandert, was sich als wirklich interessant herausgestellt hat.

Auf dem Weg nach Christchurch sind wir an den Moeraki Boulders vorbeigefahren, ein Ort mit runden Steinen, die von innen verschiede Farben und Muster haben, sodass sie wie aufgebrochene Dracheneier aussehen. Auf jeden Fall solltet ihr dort mal vorbeischauen.

Endlich in Christchurch angekommen, haben wir knapp eine Stunde versucht, die eigentliche Stadt zu finden. Schließlich sind wir in einem kleinen Alternativ-Viertel angekommen, das komplett aus Schiffscontainern bestand, da das Erdbeben im Februar 2011 ein ganz schönes Chaos angerichtet hatte. Trotz des vielen Schutts und der kaputten Häuser, leben die Menschen hier weiter und versuchen das Leben voll und ganz zu genießen – sehr bewundernswert!

Bald geht’s nach Hause

Weiter ging es am nächsten Tag nach Kaikoura, wo ich eigentlich mit Delfinen schwimmen wollte, was jedoch abgesagt wurde, da der Wellengang zu hoch war. Natürlich hatten wir schon einen Plan B, also fuhren wir ein kleines Stück in der Stadt herum und wanderten hoch auf einen kleinen Panorama-Platz, von dem aus wir die Berge, das türkisfarbene Wasser und ungefähr 300 Seehunde sehen konnten. Kaikoura ist auf jeden Fall ein Muss, denn diese Stadt hat ihr ganz eigenes Flair – eine Mischung aus Fischerdorf und Abenteuer-Camp.

Mit der Fähre sind wir Ende Dezember mitten in der Nacht in Wellington angekommen. Am Morgen ging es dann knappe 10 Stunden mit dem Bus zurück bis nach Auckland. Mein Flug zurück nach Deutschland ging am 19. Dezember, aber davon erzähle ich euch in meinem nächsten Blogpost, in dem ich mein Auslandsjahr in Neuseeland für euch Revue passieren lasse.

Eure Miri

>>Miriams nächster Artikel: Mein Abschlussbericht<<

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About Miriam

Miriam

Miriam aus Königswinter gehörte zu unseren Stipendiaten der Saison 2015/16. In Avondale bei Auckland besuchte die 16-Jährige für 3 Monate eine neuseeländische High School. Hier auf der Weltneugier berichtete sie regelmäßig von ihren Erlebnissen.

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