Miriam in Neuseeland #13: Roadtrip mit Family & Friends

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Die Zeit ihres High-School-Aufenthalts in Neuseeland neigt sich langsam dem Ende zu und Stipendiatin Miriam genießt die letzten Wochen in vollen Zügen. Im letzten Blogpost berichtete sie über die actionreichen Ausflüge des »International Activity Programs«, bei denen sie vor allem sportlich unterwegs war. Auch diesmal geht die Entdeckungsreise weiter und sie unternimmt einen kurzen Roadtrip mit ihren Liebsten zu den schönsten Flecken Neuseelands.

Wir vier saßen auf dem Geländer, eingepackt in unsere Schlafsäcke und Decken, ein strahlendes Lächeln auf jedem einzelnen Gesicht und eins kann ich euch versichern – ich war selten so glücklich wie in diesem Moment.

Wiedersehen macht Freude – Papa zu Besuch!

high-school-neuseeland-miriam-13-1 Mein Fernweh, meine Wanderlust und mein endloser Wunsch nach der niemals endenden Reise –  all diese Dinge teile ich mit meiner Familie. Jeden Mensch in meiner Nähe zieht es raus in die Welt, jeder möchte so viele Stempel wie möglich in seinem Pass haben und jeder hat das Verlangen, mehr von der Schönheit unseres Planeten Erde zu sehen. Genau aus diesem Grund beschloss mein Vater kurzerhand, mich für einen Monat in Neuseeland besuchen zu kommen und sein Fernweh zu stillen.

Nach nur knapp drei Wochen Planung schrieb er mich überraschenderweise auf WhatsApp an, um mir mitzuteilen, dass er gerade auf der Queens Street mitten in Auckland City sei. Und das drei Tage früher als ich es eigentlich erwartet hätte. Also sprintete ich zum nächsten Bus Stop und machte mich voller Aufregung auf den Weg zu meinem Vater, den ich fünf Monate nicht gesehen hatte. Doch spontan wie mein Vater ist, entschied er sich kurz bevor ich bei unserem Treffpunkt ankam, noch einen Kaffee bei Starbucks zu holen, sodass wir uns noch circa 15 Minuten suchen mussten, bevor wir uns in die Arme fielen und ich ihm alles über meine unglaubliche Zeit in Neuseeland erzählen konnte. Es war ein wunderbares Gefühl meinen Vater endlich wiederzusehen, aber gleichzeitig war es auch extrem ungewohnt wieder Deutsch zu reden und vor allem meinen eigenen Vater am anderen Ende der Welt neben mir zu haben und Kaffee schlürfen zu sehen.

Roadtrip zur Coromandel Peninsula

Jedenfalls hatte ich die großartige Idee, einen Wochenendtrip zur Coromandel Peninsula (Halbinsel) zu machen, denn dieses wunderschöne Fleckchen Neuseeland stand schon seit dem Beginn meines Abenteuers auf meiner To-do-Liste. Natürlich war mein Vater direkt überzeugt und hatte sogar Lust drei meiner besten Freunde mitzunehmen. So kam es dann, dass zwei Deutsche, ein Italiener, eine Amerikanerin und eine Mexikanerin sich auf einen dreistündigen Roadtrip machten und es nicht erwarten konnten, das Movie Set des Hollywood Films »Die Chroniken von Narnia« mit eigenen Augen zu sehen.

high-school-neuseeland-miriam-13-2Eigentlich hatten wir vor, uns für die Nacht auf einem Campingplatz einzubuchen, doch nachdem uns die Kassiererin einen Preis von fast 20 Dollar pro Person nannte, mussten wir uns einen Plan B überlegen – der sich schließlich als beste Entscheidung der Welt herausstellte. Wir fuhren ein kleines Stück am Strand entlang, bis wir auf einen Parkplatz für Campervans stießen, auf dem man kostenlos (!) übernachten konnte. Joaley (U.S.), Andrea (Mexiko) und Ich quetschten uns auf den Anhängerträger, sodass wir buchstäblich mit den Sternen über uns, dem Rauschen der Wellen vor uns und dem Lachen der liebenswerten Menschen neben uns, einschliefen.

Eines der tollsten Dinge in Neuseeland sind die Sonnenaufgänge, die dir buchstäblich den Atem rauben. Danke nochmal für die verdammt lauten Möwen, die sich schreiend über das Brot, was sie uns geklaut hatten, freuten und uns glücklicherweise aufweckten, denn sonst hätten wir niemals den wunderschönsten Sonnenaufgang gesehen. Wir vier saßen auf dem Geländer, eingepackt in unsere Schlafsäcke und Decken, ein strahlendes Lächeln auf jedem einzelnen Gesicht und ich kann euch eins versichern – ich war selten so glücklich wie in diesem Moment.

Cathedral Cove und Hot Water Beach

high-school-neuseeland-miriam-13-3Am Morgen wanderten wir dann die 45 Minuten, die man braucht, um zur weltberühmten Cathederal Cove zu gelangen. Wir bestaunten die weißen Felsen und ließen unsere Füße im Wasser baumeln. Es war ein Traum von uns allen, diesen magischen Ort zu besuchen und ich denke ihr könnt euch vorstellen, dass wir diejenigen waren, die die meisten Fotos gemacht hatten und die am längsten im Wasser waren und den Wellen hinterher gejagt sind.

Nachdem wir uns leider von der Cathederal Cove verabschieden mussten, ging es dann weiter im Programm: Unser nächster Stop sollte der berühmte Hot Water Beach sein. Dieses unglaubliche Naturspektakel bietet einem die Möglichkeit, knöcheltiefe Löcher mit einer Schaufel in den Sand zu graben, die sich in Sekundenschnelle mit fast kochendem Wasser füllen – wobei das Meer, knapp 10 Meter daneben, eine Temperatur von nur 14 Grad hat, anstatt 42! Wie das funktioniert habe ich leider immer noch nicht rausgefunden, doch es begeistert mich jeden Tag aufs Neue und ich empfehle es jedem Neuseelandfan oder zukünftigen Austauschschüler.

Dieses Wochenende war auf jeden Fall eines meiner Highlights und ich denke immer noch gern an das türkisfarbene Wasser, die weißen Felsen und die Milchstraße über unseren Köpfen nach.

Eure Miri

>>Miriams nächster Artikel: Mein Südinsel-Trip<<

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About Miriam

Miriam

Miriam aus Königswinter gehörte zu unseren Stipendiaten der Saison 2015/16. In Avondale bei Auckland besuchte die 16-Jährige für 3 Monate eine neuseeländische High School. Hier auf der Weltneugier berichtete sie regelmäßig von ihren Erlebnissen.

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