Merle in Kanada #6: Dezember in Nova Scotia

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Der Dezember in Nova Scotia war geprägt von viel Schnee und Kälte und natürlich den Weihnachtsfeiertagen. Merle nutzte die freien »Schneetage« zum Schneemann bauen und Snowboarden, bevor das große X-Mas-Dekorieren losging. Vor den Feiertagen stand aber auch noch ihr letzter Schultag an der kanadischen High School an…

Schnee, Eis und Sturm

Pünktlich zum Beginn des Dezembers fing es in Nova Scotia an zu schneien – und zwar sehr viel! Der Schnee war so viel schöner als ich ihn aus Deutschland kannte. Es waren kleine leichte Flocken, die den Boden in weniger als zwei Stunden hoch zugedeckt hatten und wenn man darauf lief knirschte es schön. Wir hatten insgesamt vier Schneetage, an denen wir zuhause bleiben durften. Die Schneestürme waren zu stark, als dass wir zur Schule hätten gehen können.

Gastschwestern in Kanada im SchneeNatürlich haben meine Gastschwester und ich die Zeit sinnvoll genutzt, um einen Schneemann zu bauen und im Garten Snowboard zu fahren – einfach super lustig! An einem Tag waren es -19°C, was selbst für Nova Scotia außergewöhnlich kalt war. So lag fast den ganzen Dezember eine Menge Schnee, was ich toll fand, da ich so viel Schnee gar nicht gewöhnt bin!

Weihnachten – the best time of the year

Wir fingen bereits Anfang Dezember an, das Haus weihnachtlich zu schmücken und ganz schnell sah man, egal wo man hinschaute, nur noch kleine Weihnachtsmann-, Stern-, und Schneeflockenmotive. Kurz danach haben wir auch unseren Weihnachtsbaum bei unserem Nachbarn auf der Baum-Farm geholt und haben ihn schön traditionell mit Kugeln und Lichtern geschmückt.

Weihnachtsfeier der International Students in Nova ScotiaNachdem wir alles fertig dekoriert hatten, mussten wir nur noch selbst in den »Christmas mood« kommen. Die Lösung: Weihnachtsfilme schauen und heiße Schokolade trinken, während es draußen schneit (wirkt super). Eine Woche vor Weihnachten fing dann der »Weihnachtsfeier-Marathon« an: Wir waren bei Freunden zuhause, bei der Familie, in der Schule mit den Internationals, vom Austauschprogramm beim Bowling usw. Wir hatten jedes Mal eine Menge Spaß, egal wo wir waren und es gab eine Menge Kuchen, Plätzchen und Truthahn – ja, nicht nur an Thanksgiving gibt es hier Truthahn…

In der Schule wurden die letzten drei Tage vor den Ferien nicht mehr so ernst genommen und wir haben Weihnachtsfilme geschaut, Weihnachtsrätsel in Mathe gelöst und Weihnachtsgeschichten in Englisch gelesen. Weihnachten wird in Kanada ja bekanntlich am Morgen des 25. Dezembers gefeiert und so versammelten wir uns an diesem Morgen nach einem super Frühstück am Weihnachtsbaum und los ging die Bescherung. Am Mittag gab es ein schönes Truthahn-Dinner mit der ganzen Familie bei uns zuhause.

My last day at school

Ob man will oder nicht, irgendwann rücken die letzten Tage im Ausland näher, in meinem Fall wollte ich das nicht – auf gar keinen Fall!! Mein Rückflug war für den 27. Dezember gebucht und selbst in der Woche davor versuchte ich noch den Gedanken wegzuschieben.

Schulbus im Schnee in KanadaMein letzter Schultag war der Schultag vor den Ferien, was den Tag total entspannt gemacht hat. Ich habe mich von meiner Busfahrerin und meiner Kunstlehrerin verabschiedet, die mir so viel beigebracht hat. Auch meinem Cross Country Coach, der mich mit »Never stop running« verabschiedete und meinem Bandlehrer, der mich erstmal »to keep in touch« bei Facebook addete, sagte ich »Goodbye«.

Mir ist auf einmal alles ganz besonders aufgefallen, was hier so wunderbar anders ist. All die Dinge, die mir am ersten Schultag so fremd vorkamen, waren plötzlich so schön vertraut und ich konnte mir gar nicht mehr vorstellen, einen Schultag auszukommen, ohne mich auf meinen Stammplatz in die Cafeteria zu setzten, ohne ins Schul-Café zu gehen, um dort Brownies oder Kuchen zu essen, ohne mich jeden Morgen mit meiner Freundin am Spind zu treffen, ohne den Schulbus zu nehmen, der immer so voll ist, ohne in den Pausen Bandproben zu haben oder einfach im Kunstraum zu malen, ohne meine so tollen Lehrer und Freunde, die ich hier habe, aber am meisten: nicht in Kanada zu sein.

Als ich das letzte Mal von meinem Spind zum Bus lief, fühlte es sich so merkwürdig an. Es fühlte sich nicht besonders an, ich war doch nur in der Schule, wie immer und da würde ich nach den Ferien wieder hin, zumindest fühlte es sich so an und der Gedanke daran, dass ich nicht wiederkommen würde, passte da gar nicht rein.
Ich konnte mir das einfach nicht vorstellen.

Im nächsten Blogeintrag geht es um meine letzten Tage in Kanada, die Verabschiedung von friends & family und meinem aufregenden Flug back to Germany.

Bis dahin,
Eure Merle

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About Merle

Merle

Merle ist 16 Jahre alt und wird Ende 2016 als Stepin-Stipendiatin für drei Monate in Nova Scotia leben und damit ihren langjährigen Traum von einem Auslandsaufenthalt in Kanada verwirklichen. Merle wird uns durch ihre Blogeinträge auf ihr Abenteuer mitnehmen.


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