Ich bin Emily, bin 16 Jahre alt und lebe in der Nähe von Frankfurt. Ich gehe 2021/22 als die neue Stepin-Stipendiatin ins Ausland, also wirst du mich öfter auf dem Weltneugier-Blog finden. Wie es dazu gekommen ist, dass ich meinen Traum vom Auslandsjahr in den USA leben darf, das erzähle ich dir in diesem Bericht.

Kennst du dieses Gefühl, wenn du zum ersten Mal von einer Idee hörst und dein Herz zu schlagen beginnt, du Schmetterlinge im Bauch bekommst, weil du dich direkt in diese Idee verliebt hast? Und kennst du dieses Gefühl von scheinbar unstillbarem Fernweh?

Genau so habe ich mich gefühlt, als ich das erste Mal vom »Abenteuer Auslandsjahr« gehört habe. Ich glaube, ich war damals höchstens 14 Jahre alt. Ich weiß noch, wie ich sofort begann, endlose YouTube-Videos von Austauschschülern zu suchten, die meinen Traum lebten. Die Frage nach dem Gastland kam für mich irgendwie nie auf. Mir war von Anfang an klar, dass ich in den USA meinen Traum verwirklichen wollte. Ich liebte und liebe dieses Land für seine Kultur, seine Natur, den Lifestyle und die Menschen. Allerdings wurde mir mit jedem YouTube-Video klarer, das das Geld eine scheinbar unüberwindbare Hürde darstellen würde.

Und jetzt sitze ich hier, schreibe diesen Text und muss lächelnd an diese Zeit zurückdenken. An die Zeit, in der ich gelernt habe, was es bedeutet, WIRKLICH für seinen Traum zu kämpfen. Ich hatte mich bereits im Sommer 2019 erfolglos für ein anderes Stipendium beworben, als ich Anfang 2020 vom Stepin-Stipendium erfuhr. Das war wieder einer dieser Herzrasen-Schmetterlinge im Bauch-Momente.

Als Kreativprojekt habe ich eine Karte der USA mit Holz und Silikon gebaut.

Ich begann also im Frühjahr 2020 damit, erst meine Online-Bewerbung auszufüllen und schließlich all meine Bewerbungsunterlagen wie Lehrerempfehlungen, Referenzen über soziales Engagement oder auch mein Motivationsschreiben zusammenzusammeln. Zeitgleich begann ich, an meinem Kreativprojekt zu arbeiten, was mich schließlich den ganzen Sommer über stark beschäftigt hielt. Ich baute eine ca. zwei Meter große Karte der USA aus Holz, habe jeden Staat einzeln ausgesägt und mit Silikon Gebirge nachgebildet. Weil ich es wegen der Corona-Situation nicht in Person zu Stepin nach Bonn bringen durfte, habe ich dann ein Video über mein Projekt gedreht.

Ende 2020 kam dann die lang erhoffte E-Mail- ich wurde zum Stipendien-Auswahltag eingeladen. Mehr als nur aufgeregt setzte ich mich also an einem Samstagmorgen im Januar an meinen Laptop, um mich als »würdige Stipendiatin« zu beweisen. Und obwohl mein Tag mit technischen Schwierigkeiten begann, war er doch überraschend schön.

Am folgenden Montagabend klingelte dann das Telefon. Vor Aufregung zitternd nahm ich den Hörer in die Hand und da kam die Nachricht, die ich mir so unfassbar gewünscht hatte. »Liebe Emily, ich rufe an, um dir zu sagen, dass du uns alle am Stipendien-Auswahltag überzeugt hast und Stepin sich freuen würde, dich ins Auslandsjahr in die USA zu schicken.«  WOW.

Selbst jetzt, fünf Monate später, kann ich mein Glück noch nicht fassen. Und selbst jetzt, in diesem Moment, beginnt mein Herz zu schlagen und die Schmetterlinge breiten sich in meinem Bauch aus.

Nach diesem Anruf, der alles ändern sollte, ging meine »Austauschreise« nach dem Unterschreiben des Vertrages mit einem entspannten Kennlerngespräch los. Ich weiß, dass viele zukünftige Austauschschüler (wie auch ich) ziemlichen Bammel davor haben, deswegen möchte ich wirklich betonen, dass es ein super nettes und lockeres Gespräch war und jeder (wirklich JEDER!) den berüchtigten »englischen Part« easy meistern kann.

Für die USA interessiere ich mich schon lange.

Nach dem Kennlerngespräch stand für mich als nächstes der Schritt »Gastfamilienbewerbung« an, was wirklich mehr Arbeit war als erwartet (fangt so früh es geht an!).

Danach hieß es erst einmal warten… bis ich dann eines Abends, genau 80 Tage nachdem ich meine Gastfamilienbewerbung abgesendet habe, DIE E-Mail bekommen habe. Eine Gastfamilie hat sich für mich entschieden. Ich werde mein Auslandsjahr also in einem kleinen Dorf in der Nähe von Madison, Wisconsin verbringen. Ja, mich als »Stadtkind« haben Wörter wie »Dorf« oder »rural« auch erstmal abgeschreckt, aber jetzt könnte ich wirklich nicht glücklicher sein. Ich werde mit einer Gastmutter und einer Gastschwester und zwei Hunden nur fünf Minuten entfernt von einem großen See leben. Unsere Nachbarn sind Farmer und allgemein ist alles ziemlich ländlich. Meine High School ist auch ganz in der Nähe und so bin ich, allein schon wegen der ganz neuen »Dorferfahrung«, mehr als nur happy mit meinem Placement. Noch in der gleichen Woche habe ich mit meiner Gastfamilie gefacetimet, was mich nur noch glücklicher gemacht hat und meine Vorfreude nochmal auf ein ganz anderes Level gehoben hat.

Aktuell warte ich auf meinen Visumstermin, aber ansonsten gibt es momentan nicht mehr viel zu berichten. Ihr könnt euch aber sicher sein, hier in Zukunft noch mehr von mir zu lesen, also stay tuned und bis zum nächsten Mal.

Eure Emily

P.S. Falls du direkt irgendwelche Fragen zu mir oder meinem Auslandsjahr hast, kannst du mich gerne auf Snapchat (emmy_kitt) anschreiben.


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