Max in Australien #6: Mein Ostküsten-Abenteuer

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Von Tasmanien geht es für Max bei seinem Work and Travel-Abenteuer wieder zurück nach Sydney, um von dort die Ostküste Australiens zu bereisen. Kulturschock, Adrenalin und atemberaubende Strände erwarteten ihn. Erfahre alles über Max abenteuerliche und wunderschöne Reise an der Ostküste.

Drunter und Drüber an der Ostküste

Sydney im Sommer ist kein Ort für lauwarme Sommernachtsträume.
Mit Übergepäck zurück in Syndey

Das war zumindest mein erster Gedanke, als ich vollbepackt bis oben mit langer Hose, Pulli und dicken Schuhen aus dem gekühlten Airport Terminal ins beißend heiße Sonnenlicht trat. Sydney begrüßt mich mit einer 38 Grad warmen Hitzewelle und nur nach zwei Minuten fühlte ich mich, wie in einem riesigen Whirlpool.

Dennoch lächelte mein schweißüberlaufenes Gesicht, denn endlich war es so weit, es konnte losgehen: Die Ostküste Australiens wartete! Alles was ich machen musste, war in den Hop-On/Hop-Off Bus steigen, der mich die nächsten 3.200 Kilometer von Sydney bis hoch nach Cairns bringen würde. Anschnallen, zurücklehnen und Augen schließen.

Das wahre Australien – Byron Bay eine Stadt zum Verlieben

Nach einer langen Nachtfahrt und einem Frühstück im Bus erreichte ich das erste Ziel: Das wunderschöne Byron Bay – Heimat der Surfer, Straßenmusiker und Hippies.
Wer aus Sydney kommt, bekommt hier seinen ersten Kulturschock. Denn Australiens größte Stadt hat meiner Meinung nach so wenig australische Kultur, wie Coca-Cola Vitamine hat. Nicht aber Byron Bay.

Byron BayIm Gegensatz zur vollen, stickigen und von schwarzen Business-Anzügen in dicken Autos überladenen Großstadt ist Byron Bay eine Sonnenuntergangsstadt mit Meerblick bester Güte. Verspielte Straßen, bunte Läden, Musik von überall und am Strand kann man den Surfern (in meinem Fall Surferinnen) beim Wellenreiten zuschauen. Ich entdeckte meine ersten Delphine, Schildkröten und wilden Koalas, nicht aber hinter einer Glasscheibe oder einem Gitter, sondern direkt in der Welle/dem Baum vor mir – so habe ich mir das wahre Australien vorgestellt.

Byron Bay, eine Stadt zum Verlieben und auf jeden Fall in den Top 10 meiner späteren Wohnorte, sollte ich einmal genug Geld haben.

»Tiefenentspannung« in Nimbin und dem langsamsten Hostel der Welt

Sucht man aber nach der wahren Tiefenentspannung, findet man sie nicht in Byron Bay. Ungefähr 2,5 Autostunden entfernt von der Küste Byron Bays liegt ein kleiner, eigentlich völlig uninteressanter Ort namens Nimbin. Ich möchte gar nicht zu viel darüber verraten, denn seinem Ruf nach soll hier der Konsum illegaler Substanzen zwar nicht legal, doch zu einem gewissen Grad geduldet sein.

NimbinAuf einem kleinen Hügel, den man nur über eine Schotterstraße erreicht, liegt das für mich außergewöhnlichste Hostel, das mir auf meiner Reise je begegnet ist: das YHA Hostel Rox – der wohl langsamste Ort der Welt. Wer schon von Nimbins Flair begeistert ist, sollte hier garantiert einige Nächte verbringen: In einer der vielen Hängematten unter schattigen Bäumen liegen, in einem der Tippies schlafen, die zum Hostel gehören, oder einfach abends in gemeinsamer Runde sitzen und … nunja, wir wissen alle, was man dort am besten machen kann.

Garantiert eines der Highlights meiner Reise und ein Ort, an den ich in meinem Leben gerne nochmal zurückkehren würde.

Wilde Nächte in Surfers Paradise

Weiter ging es nach Surfers Paradise. Für jemanden, der sich für Großstädte, viel Verkehr und Menschenmassen nicht wirklich begeistert, hat Surfers Paradise nicht viel zu bieten. Dennoch gibt es für mich viele Möglichkeiten, die Nächte durchzumachen. Im Schatten der leuchtenden Wolkenkratzer, die sich direkt an der Strandpromenade aufreihen, finden sich die außergewöhnlichsten Clubs und Pubs. Wilde Nächte und verschlafene Morgenstunden erwarteten mich!

Brisbane, nennt es einfach »Brissy«

Next Stop please: Brisbane, eine weitere hübsche Großstadt Queenslands, die direkt am gleichnamigen Brisbane River liegt.
Skyline Brisbane
Riesige Gärten zieren die Flusspromenade vor der Skyline, die für jedermann zugänglich sind. Von einer öffentlichen Lagune, in der ich bei der australischen Hitze wunderbar den ganzen Tag »herumdümpeln« kann, bis zu einem kleinen Tropenwald, Gemüsegärten und einem Sportbereich lässt sich hier einiges erkunden. Teilweise vergisst man, dass man sich in einer Millionenstadt befindet. Für mich der außergewöhnlichste Stadtpark, den ich je gesehen habe.

Fraser Island – Die Paradies-Insel

Ein endloser Strand, ein Dschungel, nur zu durchqueren auf Sandstraßen und mitten auf einer Insel im Pazifischen Ozean kleine Süßwasserseen und Flüsse – Fraser Island wird nicht umsonst Paradies-Insel genannt.
Fraser Island

Mit einem der verrücktesten Tourguides machten wir uns im Jeep-Konvoi auf den Weg über die Strände der Insel und quer durch den Dschungel. Da vergisst man schnell, dass Fraser Island eigentlich eine pure Sandinsel ist.

Am Lake McKenzie sonnenbaden, am Strand nach Haien und Schildkröten Ausschau halten oder abends am Lagerfeuer zusammen lachen – die Zeit auf »Fraser« verging wie im Flug! »Car 3 rules« und »Tour guide Bretto is in the Ghetto!« Peace.

Auf den Whitsundays – Nur angucken, nicht mitnehmen!

Leinen los, es geht ins tiefe Blau. Auf einem der vielen Tour-Boote verließen wir den Hafen. Vor uns lagen drei Tage in den Whitsundays, eine Inselgruppe vor der Australischen Ostküste mit einem der weißesten Stränden der Welt – dem Whiteheaven Beach. Wer hier erwischt wird, Sand von der Insel mitgehen zu lassen, wird teuer zur Kasse gebeten. Denn der Sand ist Gold wert und wird geschützt. Nur angucken, nicht mitnehmen!

Tauchen auf den WhitsundaysDennoch kann man mit dem Sand so einiges anstellen. Er ist gut für die Haut, fürs Haar und sogar für die Zähne. Natürlich musste ich es ausprobieren und habe mir mit einer Hand voll Sand erst die Haare gewaschen und dann die Zähne geputzt. Und tatsächlich, mein Haar war danach deutlich geschmeidiger … die Zähne knirschten am Abend noch.

Auch schnorcheln kann man auf den Whitsundays wunderbar. So schwimmt man durch das glasklare Wasser, unter sich bunte Fische, die die vielfältigen Riffe der Inselgruppe bewohnen und man wünscht sich selber, Kiemen zu haben.

Extremster Stopp: Mission Beach

Von den Whitsundays führte mich mein Weg weiter nach Mission Beach, dem wohl extremsten Stop meiner Ostküstenreise. Erst ging es bergab bei einem abenteuerreichen »Extrem Rafting« in den reißenden Fluten des Tully Rivers, dann jedoch steil hinauf auf einen 14.000 Fuß hohen Fallschirmsprung mit anschließender Strandlandung.
Innerhalb von zwei Tagen muss mein Körper eine Adrenalin-Menge ausgestoßen haben, die für ein Jahr im Voraus gereicht hätte.

Freier FallEs ist schwer zu beschreiben, wie es sich anfühlt, erst 15 Minuten in die Höhe zu fliegen, um dann innerhalb von zwei Minuten wieder auf dem Boden zu landen. Doch das Gefühl des freien Falls ist kein Vergleich zur Achterbahnfahrt oder dem Sprungturm im Freibad. Ich muss immer noch lächeln, wenn ich mir die Videoaufnahmen meines Sprungs anschaue. Und wie werde ich erst denken, wenn ich mir die Videos mit 80 Jahren anschaue?

Great Barrier Reef – Mund zu beim Staunen unter Wasser

Von 14.000 Fuß Höhe ging‘s in die Tiefen des Great Barrier Reefs. In Cairns habe ich zwei Tauchkurse gebucht und konnte es kaum erwarten, die schwere Sauerstoffkapsel zu schultern und ins Blau zu springen. Man fühlt sich wie in einem Star Wars-Film auf einem anderen Planeten, dabei ist man nur acht Meter tief unter dem Meeresspiegel – so anders ist die Unterwasserwelt.

Korallenwelt unter WasserBlaue, gelbe, rote Korallen in den verschiedensten Formen reihen sich neben Muscheln so groß wie ein Tisch, alienartigen Meeresgurken und außerirdischen Seesternen. Hätte ich nicht meine Sauerstoffversorgung im Mund gehabt, hätte ich ihn vor Staunen kaum schließen können.

Bye, bye Ostküste

Dennoch, mit meinem letzten Stopp in Cairns endet für mich meine Ostküstentour.

Doch bin ich traurig darüber? Auf keinem Fall! Was ich gesehen und erlebt habe, wird mich mein Leben lang begleiten und ich werde wohl noch meine Kinder mit meinen Geschichten langweilen.

Jetzt im Rückblick fällt es mir schon schwer, mich an alles zu erinnern, was ich in den letzten Wochen erlebt habe, doch schaut man sich nur seine Fotos an, fällt einem plötzlich auf: WOW das habe ich ja auch gemacht! Und man freut sich, wie über ein Geschenk.
Besonders stolz bin ich darauf, dass ich mir alles, was ich unternommen habe, selber erarbeitet habe. Man lernt die Dinge wertzuschätzen, wenn man weiß, was man dafür geleistet hat.

Doch steht für mich eines fest: Australien ist groß, es gibt noch viel zu sehen. Und wenn man eines nicht kaufen kann, dann ist es Zeit! Also weiter geht’s!

Liebe Grüße,

Euer Max

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About Max

Max

Max ist 19 Jahre alt und kommt aus der Nähe von Hamburg. Nach 13 Jahren Schule hält ihn nichts mehr in der Heimat und so packt er seinen Rucksack, um als Backpacker die Welt zu erkunden.


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