High School-Stipendiatin Mara ist von ihrem Schüleraustausch in den USA wieder zurück in Deutschland. Wann immer sie gefragt wird, freut sie sich über Amerika und all ihre Erlebnisse zu erzählen. Ihre Zeit in Michigan war das Beste, was ihr je passiert ist. Mara wurde von der amerikanischen Kultur geprägt und herzlich von allen aufgenommen. Wie waren ihre letzten Tage in den USA und wie hat sie die Eingewöhnungszeit »back home« wahrgenommen?

Abschied nehmen von der Gastfamilie

In der letzten Woche hat meine Gastfamilie mir gesagt, wir seien bei den Großeltern eingeladen. Dort angekommen waren aber noch viel mehr Familienmitglieder anwesend und als Überraschung gab es einen Kuchen mit der Aufschrift »Forever Friends Mara«.

 Mara mit ihrer Gastfamilie

Ich war unglaublich glücklich und habe mich sehr gefreut, denn die typisch amerikanischen Football-Sonntage mit der Familie gehörten immer zu meinen absoluten Highlights und ich habe sie alle in mein Herz geschlossen. In den Halbzeitpausen habe ich gelernt, Football zu spielen, da wir immer im Garten geübt haben. Das hat so viel Spaß gemacht!

Abschied nehmen von Freunden

Der Abschied von meinen Freunden fiel mir auch sehr schwer. Wir hatten ein letztes Team-Date im Olive Garden, unserem Lieblingsrestaurant. In meiner letzten Schulstunde habe ich ein super süßes Plakat von den Orchester-Schülern und ein Fotoalbum bekommen. Ich habe mich riesig gefreut und wollte einfach nicht gehen.

Mara zeigt ein Plakat mit »We will miss you Mara« und vielen Unterschriften und Grüßen

Mein letzter Tag in den USA

An meinem letzten Tag kamen noch einmal drei Freunde vorbei, bis ich schließlich mit meiner Gastfamilie zum Flughafen fuhr. Meine Gastschwester hat mir eine süße Karte gebastelt und auch ich habe meiner Gastfamilie eine Collage aus Erinnerungsbildern gebastelt, die im Laufe der Zeit entstanden sind. Ich wollte eigentlich nicht weinen, da ich so eine geniale Zeit hatte und dankbar für jeden Moment bin, doch beim Tschüss-Sagen ging es dann doch nicht mehr. Ich bin mir jetzt schon sicher, dass ich zurückkommen werde, um meine Gastfamilie und Freunde wiederzusehen.

Meine Zeit an der amerikanischen High School

Ich bin wirklich positiv begeistert von dem guten Lehrer/Schüler-Verhältnis, von dem in Deutschland nur zu träumen wäre. Der gesamte Schulzusammenhalt wurde durch die verschiedenen Sportteams enorm gestärkt. Jeder hat sich mit seiner Schule identifiziert. Ich werde für immer ein Saint-Clair »Saint« bleiben.

Eine typische Turnhalle an einer amerikanischen High School

Mir hat es außerdem gut gefallen, dass die Lehrer ihre eigenen Säle hatten und jeder individuell eingerichtet war. Man hat sich wie in einem großen Wohnzimmer gefühlt.

Eingewöhnungszeit »back home«

Die ersten Tage in der Oberstufe in Rheinland-Pfalz waren hart, da ich mich erstmal an die langen Schultage und die chaotischen Säle gewöhnen musste.

Jetzt bin ich sehr gespannt auf meine ersten Kursarbeiten, doch ich bin mir sicher, dass ich gut mitkommen werde, da ich eigentlich sofort, ohne großes Nachholen überall wieder den Anschluss gefunden hatte.

Mara mit ihren Eltern am Flughafen mit »Welcome Mara« Schild

Lasst euch nicht auf Grund von schulischen Bedenken die einzigartige Erfahrung eines Auslandaufenthalts entgehen, denn sie sind meist unbegründet und außerdem können sie die Erlebnisse niemals aufwiegen.

Mein Fazit

Ich bin Stepin unglaublich dankbar, denn nur durch mein Stipendium konnte mein Traum wahr werden. Wenn ich Erwartungen gehabt hätte, wären sie sicher alle erfüllt worden. Einen Tipp an alle, die ins Ausland gehen: Seid offen und probiert ganz viel Neues. Wer keine Erwartungen hat, kann nur positiv überrascht werden.

Was mir auch klar geworden ist, ich werde jetzt immer zwei Orte haben, die ich Zuhause nennen darf. Wo immer ich auch bin, ist ein leerer Platz in meinem Herzen, den ich als Erinnerung an die einzigartige Zeit mit mir herumtrage. Ich will ihn gar nicht schließen, nicht dass ich es könnte, doch ich genieße die Bilder, die er in meinem Kopf hervorruft. Dieser Preis ist keinesfalls zu hoch für die beste Zeit meines Lebens, die mich unglaublich geprägt und meine Blickwinkel erweitert hat. Es gibt nun viel mehr Denkansätze in meinem Kopf, ich verurteile Unbekanntes viel weniger und ich verstehe die Amerikaner einfach viel besser.

Ich liebe Amerika nun noch mehr als vor meiner Reise und wünsche jedem von euch den Mut, aus dem vertrauten Umfeld auszubrechen und etwas Neues zu erleben. Es lohnt sich!

Eure Mara

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