Maltas Sehenswürdigkeiten: Die Insel der Riesen

Maltas Sehenswürdigkeiten: Die Insel der Riesen

Auf der Suche nach der unvergleichlichsten Insel im Mittelmeer sind wir auf den kleinen südeuropäischen 3-Inselstaat Malta gestoßen. Da Malta mit seinen zwei Nebeninseln Gozo und Comino auf jeden Fall einen Besuch wert ist, möchte die Weltneugier Redaktion Euch heute diese süße, kleine, aber vor allem recht ungewöhnliche Insel näher bringen. Für Euch haben wir Wissenswertes über die Geschichte Maltas, die Sehenswürdigkeiten auf Malta sowie Informationen über besonders schöne Ausflugsziele, spektakuläre Naturwunder und einsame Strände gesammelt und hier zusammengestellt.

Sehenswürdigkeiten auf Malta: Die Stadt VallettaCopyright: Matthew Boyle

Malta ist ein beliebtes Urlaubsziel, welches mit seinem südländischen Charme jährlich viele Besucher anlockt. Maltas Geschichte, die sogar bis ins 5. Jhdt. v. Chr. zurückverfolgt werden kann, ist von vielen unterschiedlichen kulturellen Ereignissen geprägt, die sicherlich zu der einzigartigen Atmosphäre des kleinen Inselstaats beigetragen haben.  Neben den Phöniziern, Griechen und Römern, hinterließen auch die Germanen, Ostgoten, Araber und Johanniter ihre Spuren auf der Insel. Bevor Malta zur britischen Kolonie wurde und schließlich 1964 die Unabhängigkeit erklärte, wechselte der Besitz der Insel noch zwischen den Sizilianern zu den Spaniern über.

Sehenswertes auf Malta
Viele dieser kulturellen Einflüsse erkennt man an den Sehenswürdigkeiten auf Malta: Antike Städte, wie beispielsweise die UNESCO geschützte Hauptstadt Valletta, die 1566 von den Rittern des Malteserordens erbaut wurde, oder die alte phönizische Stadt Mdina, können auf der Insel besichtigt werden. Valletta zählt zu einer der sichersten Städte der Welt, da zur Abwehr rings um die Stadt Mauern und Bastionen gebaut wurden. Vor allem an den Straßen, die ähnlich wie ein Schachbrett angeordnet sind, erkennt man, dass beim Bau der Stadt nichts dem Zufall überlassen wurde. Daher ist es auch nicht erstaunlich, dass Valletta mit prunkvollen Bauten, Plätzen und Straßen glänzen kann. Zu den Sehenswürdigkeiten auf Malta, denen man auf jeden Fall einen Besuch abstatten sollte, zählen die barocke St. Johns Co-Cathedral, der Großmeister Palast, das Fort St. Elmo und der Sitz des maltesischen Premierministers Auberge des Castille.

Auch gut erhaltene Tempelanlagen und Katakomben, die noch aus der Altsteinzeit stammen, kann man auf Malta bestaunen. Der wohl bekannteste Tempel, der auch von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde, ist der Ggantija Tempel. Laut einer maltesischen Legende wurde er von einer Riesin errichtet, was die gigantischen Ausmaße des Tempels erklären soll und ihm gleichzeitig seinen Namen gab.

Sehenswürdigkeiten auf Malta: Überreste der Ggantija TemplesCopyright: Boris Gass

Bei den Klippen von Dingli haben Forscher kuriose Abdrücke im harten Fels gefunden, die Schleifspuren sehr ähneln. Auffällig ist, dass sich diese Schleifspuren überall in der Nähe der alten Tempelruinen befinden und wahrscheinlich durch den Transport der schweren und großen Steine für die mannshohe Anlage entstanden sind. Viele Theorien zu ihrer Entstehung existieren – sie sollen auch als Beweis dafür gelten, dass früher tatsächlich einmal Riesen auf der Insel gelebt haben – jedoch konnte das Rätsel über die seltsamen Spurrillen bis heute nicht gelöst werden.

Sehenswürdigkeiten auf Malta: Spuren im FelsbodenCopyright: Glen Bowman

Ein erwähnenswertes Überbleibsel der Zeit der Phönizier sind die bekannten traditionell, in blau, rot und gelb bemalten Fischerboote, die sich „Luzzu“ nennen. Am Bug eines jeden Bootes befinden sich die Augen des Totengottes Osiris, die die Fischer bei ihrer Arbeit auf dem Meer vor Unheil beschützen sollen. Viele dieser Boote findet man in dem Fischerstädtchen Marsaxlokk.

Sehenswürdigkeiten auf Malta: Ein Luzzi in St. JulianCopyright: Kris Chapman

Die Amtssprache der Malteser – maltesisch – spiegelt ebenfalls die abwechslungsreiche Geschichte Maltas wieder, denn sie besteht aus einem arabischen Dialekt, der italienische, spanische und englische Einflüsse aufweist. Als Erbe aus der angelsächsischen Koloniezeit hat sich Englisch als zweite Amtssprache durchgesetzt, weswegen Sprachreisen auf Malta auch sehr beliebt sind.

Maltas spektakuläre Naturwunder und Strände
Neben den zahlreichen von Menschenhand errichteten Sehenswürdigkeiten auf Malta, gibt es auf der Insel aber auch spektakuläre Naturwunder. Dazu zählen vor allem die blaue Grotte, die blaue Lagune und das blaue Fenster von Gozo. Die auffällige Verbindung mit der Farbe Blau rührt von Maltas glasklaren, türkisen Wasser und der am Boden wachsenden Blaualgen her.

Sehenswürdigkeiten auf Malta: Das blaue FensterCopyright: Michael Kothe

Doch nicht nur diese außergewöhnlichen Anblicke laden zu einem Ausflug ein. Auch Maltas Strände lohnen einen Besuch. Überall auf der Insel gibt es schöne Sandstrände, die zwar nicht direkt an den Hotels liegen, aber mit Bussen oder Mietwagen gut anzufahren sind. Zu den schönsten Stränden zählt der Melliha Beach, der sich aufgrund des ruhigen Wassers, des feinen Sandes und der großen Auswahl an Cafés und Restaurants sowie Wassersportaktivitäten, ideal für einen schönen Strandtag eignet. Wer es allerdings ruhiger mag, der sollte auf die maltesische Insel Gozo übersetzen. Dort findet man noch idyllische Sandstrände, die selbst im Sommer nicht zu übervölkert sind.

Sehenswürdigkeiten auf Malta: Die blaue GrotteCopyright: Loeffle

Für Taucher und Schnorchler sind die Strände Sliema Rocky Beaches, Balluta Bay und Mgiebah Beach ideal. Wegen der unterirdischen Höhlen, den versunkenen Schiffwracks und felsigen Sandbänken ist die Unterwasserwelt vor den Küsten Maltas sehr ausgeprägt. Vielzählige Fischarten, wie Tintenfische, Kraken oder Moräne und Aale sind bei einem Tauchgang anzutreffen. Auch Korallenriffe mit einer unglaublichen Artenvielfalt kann man entdecken.
Der Golden Bay, die Bahar Ic-Caghaq Bay und Ghajn Tuffieha Bay eignen sich besonders gut zum Surfen und Segeln. Im Wassersportzentrum in Salina Bay kann man auch die passende Ausrüstung mieten. Außerdem kann man dort auch Wasserski und Kanu oder Kajak fahren. Im Vergleich zu anderen am Mittelmeer befindlichen Stränden sind Maltas Strände noch sehr ruhig, klein und naturbelassen.

Aufgrund Maltas Vielfältigkeit eignet sich die Insel sowohl als Destination für Kultur- als auch für Entspannungsurlaub. Malta hat also für den Geschmack eines jeden Reisenden etwas im Angebot.

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