Luisa in England #9: Abschlussbericht über das Auslandspraktikum

  • Luisa in England #9: Abschlussbericht über das Auslandspraktikum

Luisa aus Mecklenburg-Vorpommern war drei Monate für ein Auslandspraktikum in London und uns die letzten paar Wochen in der Artikelserie »Luisa in England« daran teilhaben lassen. Nach einer aufregenden Preisverleihung ist sie wieder zurück in Deutschland und lässt ihre Zeit in London mit einem lachenden und einem weinenden Auge noch einmal Revue passieren, zieht ein Fazit über ihren Auslandsaufenthalt und gibt uns einen Ausblick in ihre Zukunftsplanungen.

Ein lachendes und ein weinendes Auge

London Skyline bei SonnenuntergangDas ist er nun also: mein Abschlussbericht über drei Monate = 13 Wochen = 91 Tage = etwa 2.180 Stunden London! Die Zeit ist wie im Fluge vergangen. Gerade eben war noch Abiball, ein aufregender Sommer, Vorbereitungen und packen und nun ist diese Zeit schon wieder vorbei.

Ich gehe definitiv mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die lachende Hälfte freut sich unglaublich, wieder zuhause zu sein und Familie, Freunde und Freund Christoph wieder zu sehen. Auch auf Mamas Essen ( :D ), Weihnachten, auf mein Zimmer zuhause, auf meine kleine beschauliche Heimatstadt Schwerin, darauf über den eigentlich so langweiligen Schweriner Weihnachtsmarkt zu schlendern, Akkordeon zu spielen, Auto zu fahren und und und, habe ich mich gefreut wie Bolle.

Die weinende Hälfte hingegen ist sehr traurig, London – diese geniale, tolle, große, wundervolle, aufregende, volle Stadt – zu verlassen. Denn ich habe sie lieben gelernt! In London ist immer etwas los und es ist für jeden etwas dabei – für Klein und Groß, für Jung und Alt! Diese Stadt bietet so viel – Museen, Theater, Märkte, Parks und einfach viele tolle Plätze.

Das beeindruckende Großstadtleben

Ich möchte noch einmal betonen, dass die Menschen in London echt nett und höflich sind. Sie entschuldigen sich für manche Dinge dreimal mit »Sorry!«, auch wenn sie gar keine Schuld trifft. Das hat mich im Gegensatz zu Deutschland echt beeindruckt.

Linda und Luisa vor dem Big Ben in LondonEbenso beeindruckt hat mich das Großstadtleben, was man aus einer Kleinstadt natürlich gar nicht kennt und sonst nur für einige Tage z.B. in Berlin mal erlebt hat. Wie viele Menschen gleichzeitig morgens zur Arbeit hetzen, wie voll eine U-Bahn oder wie viel Verkehr zur Rush Hour sein kann, wie viele Touristen gleichzeitig an einem Ort sein können, wie viel Feuerwehr- und Polizeisirenen man an einem Tag hört – es ist unglaublich und man muss es mögen – aber ich kann nach diesen drei Monaten sagen: Ich mag es! ;-)

Weiterhin habe ich in meiner Zeit in London viele tolle Menschen kennengelernt. Angefangen bei meinen Kollegen vom Praktikum, über meine WG-Mitbewohner, Charlotte vom Sprachkurs und vor allem Linda, mit der ich so viel erlebt und unternommen habe. Diese Menschen werden einem natürlich fehlen, aber wer weiß, vielleicht trifft man sich ja irgendwann mal wieder, denn wie heißt es so schön: »Man sieht sich immer zweimal im Leben.«

Aber wo wir gerade bei Menschen und Freunden sind. Wenn man mal eine gewisse Zeit weg von zuhause ist, merkt man, wem man wirklich wichtig ist, wer sich von sich aus bei einem meldet und mal nachfragt, wie es einem geht. Aber ich muss sagen: diese Prüfung haben die allermeisten meiner Freunde bestanden! Danke dafür!!

Mein nächster Punkt ist das WG-Leben. Ich glaube, ich hatte mit meiner WG echt riesengroßes Glück – sowohl mit dem Haus an sich, als auch mit meinen Mitbewohnern. Ich habe mich mit allen immer gut verstanden und kann bestätigen, dass alle echt ordentliche Personen sind. Ich hab auch eine andere WG gesehen und da sah es ganz anders aus, da war ich froh, dass ich dort nicht gewohnt habe – aber ein bisschen Glück gehört eben auch dazu!

Mein Praktikum in London

Uferpromenade South Bank LondonDoch nun dazu, warum ich eigentlich nach London gekommen war – mein Auslandspraktikum: Wie die meisten wohl mittlerweile wissen, habe ich dieses in der Sales & Marketing-Abteilung der Palmers Lodge Boutique Hostels absolviert. Die Arbeit hat (fast) immer Spaß gemacht. Nicht so gut fand ich nur, dass ich manchmal nicht so viel zu tun hatte (aber die freie Zeit habe ich anderweitig gut genutzt).

Meine Kollegen waren super nett und es hat Spaß gemacht, mit ihnen zu arbeiten. Ich kann nach diesem Praktikum nun sagen, dass ich mir durchaus vorstellen kann im Marketing zu arbeiten, ich hätte nur gern ein wenig mehr Kontakt mit Menschen, anstatt den ganzen Tag nur vor dem Computer zu sitzen.

Was ich gelernt habe

Nach meinem Praktikum kann ich mir durchaus vorstellen, im Marketing zu arbeiten. Während meiner freuen Zeit auf der Arbeit habe ich mir sechs Studiengänge an verschiedenen Unis rausgesucht, bei denen ich mich nun für das kommende Wintersemester bewerben werde.

Doch was habe ich noch gelernt? Selbstverständlich hat sich mein Englisch verbessert. Ich habe viele neue Vokabeln und Redewendungen dazugelernt und glaube, dass ich nun deutlich besser verstehen kann, wenn jemand etwas zu mir sagt. Was ich meine ist, dass ich am Anfang immer noch zweimal nachfragen musste, bis ich es komplett verstanden habe und das nun nicht mehr so ist.

Weiterhin habe ich, wie schon erwähnt, viele neue Menschen kennengelernt, die ich nicht missen möchte. Und ich denke, dass ich durch diese Zeit noch selbstständiger geworden bin. Dies meine ich hauptsächlich in Bezug auf Kochen, Waschen, Einkaufen und alles selbst zu organisieren.

Mein Rückflug

Tja, nun sind diese drei Monate, auf die ich so lange hin gefiebert hatte, schon wieder vorbei. Wie erwartet, war mein Koffer zu schwer. Aber wie gesagt – Engländer sind nett und die Dame am Schalter hat mich gefragt ob ich (»Darling«) 2,5 kg aus meinem Koffer rausnehmen könnte (ich hatte 25,5 kg statt 23 kg). Das habe ich dann getan und mein Koffer ging durch.

Das hieß aber wiederum auch, dass mein Handgepäck nun noch schwerer war. Neben meiner Handtasche mit meinem Laptop und meiner Kamera hatte ich auch noch eine recht große (und ziemlich schwere) Reisetasche als Handgepäck. Naja, nun musste ich ja nur noch zum Gate, in das Flugzeug und in Hamburg wieder aussteigen. Und dann bin ich zuhause angekommen und am Abend fix und fertig ins Bett gefallen. :-)

Und so geht es weiter

Im Moment freue ich mich schon sehr auf Weihnachten und werde die Zeit bis dahin mit diversen Terminen und Auftritten und einfach Zeit mit meiner Familie und Freunden verbringen. Bis Mitte Februar bin ich dann erstmal zuhause und dann geht es auf die nächste Reise – auf in die nächste Großstadt – auf nach PARIIIIIIS! Dort werde ich für vier Wochen an einem Französisch-Sprachkurs teilnehmen, den ich ebenfalls über Stepin gebucht und organisiert habe.

Luisa vor dem Louvre in ParisFür diese Zeit habe ich mir eine kleine Wohnung gemietet – ich bin gespannt und hoffe, dass alles klappt! Mitte März komme ich dann zurück nach Hause, wo ich zunächst nur eine Woche sein werde, denn in der darauffolgenden geht es mal wieder mit meinem Orchester los und das möchte ich doch nicht verpassen. ;-) Wenn ich wiederkomme, ist Ostern.

Ich werde noch eine Woche zuhause sein, bevor es nochmal für vier Wochen nach Frankreich geht. Dieses Mal in ein Bed & Breakfast in der Normandie. Dort werde ich ein wenig aushelfen, bekomme zwar keinen Lohn, dafür aber eine Unterkunft und das Essen gestellt. Ich bin auch hier gespannt, ob alles klappt.

Anfang Mai bin ich dann wieder zuhause und werde dann einige Universitäten und Hochschulen abklappern – schließlich möchte ich im Oktober anfangen zu studieren. Mein Plan ist ein Studium mit einer Mischung aus Kommunikation und Wirtschaft (z.B. Wirtschaftskommunikation oder Wirtschaftspsychologie). Dies kann man zum Beispiel in Lüneburg, Osnabrück, Hamburg, Greifswald oder Berlin – es bleibt also spannend, wohin es mich dann verschlägt – aber vermutlich bleibe ich in der Nähe von zuhause. ;-)

Nun habe ich viel geschrieben und ihr viel gelesen. Ich hoffe es hat euch gefallen. Lasst es Euch bis dahin gut gehen und kommt gut ins neue Jahr!

Eure Luisa

Luisas vorheriger Artikel Mehr Infos zum Programm

Share this Story

Verwandte Artikel

Ein Kommentar

  1. SandyF

    22. Februar 2016 at 14:26

    Hallo Luisa,

    toller Bericht. War wieder schön mal über London zu lesen. :) Ich habe ein Jahr lang in London gelebt. 2014-2015 habe ich ein Auslandsajhr da absolviert – tollste Zeit meines Lebens. Ich war auch schon früher in London und muss ehrlich sein: so gut hat es mir nicht gefallen. Ich war immer für 2-3 Tage dort und wollte alles schnell anschauen. Das geht nicht: man bekommt das „London Feeling“ einfach nicht, wenn man nur die Touri-Sachen anschaut und man rennen muss – natürlich im Regen ;). Als ich aber dann mehr Zeit da verbringen durfte ist sie meine absolute Lieblingsstadt geworden. Ich weiß noch wie ich am ersten Tag meines Auslandsaufenthalts angekommen bin und probiert habe einen Schukostecker in die englische Steckdose zu kriegen – natürlich habe ich einen Adapter vergessen -, mit Hilfe eines Youtube-Videos und eines Kugelschreibers. Ich bin jetzt seit 8 Monaten wieder in Deutschland und vermisse London sehr. Ich weiß, dass es eine teure Stadt ist, aber man kann auch einen guten Job finden – hoffe ich mal, da ich nachdem Studium nach London zurück möchte. :)

    VG
    Sandy

    Antworten

Hinterlasse einen Kommentar (mind. 10 Zeichen)

Deine E-Mail wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

About Luisa

Luisa

Luisa war 18, als sie ihren Heimatort in Mecklenburg-Vorpommern für ein dreimonatiges Auslandspraktikum verließ. Im Norden Londons durfte sie Marketing-Luft schnuppern und das Leben in einer der coolsten Metropolen Europas genießen. Wenige Monate später zog es Luisa dann für einen 1-monatigen Sprachkurs nach Paris.

Unsere Gratis-Kataloge

Zu unseren Programmen

Stepin auf Facebook

Stepin auf Instagram