Luisa in England #5: Mein Oktober in London

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Luisa war 2014 für ein Auslandspraktikum in London. Nach über einem Monat in England und ersten gesammelten Erkenntnissen über das Leben in London, berichtet Luisa von ihrem Besuch des Windsor Castles und einigen Museen. Im Oktober fand außerdem die »Staff-Party« ihrer Praktikumsfirma statt und sie durfte ihren Chef zu einigen Marketing-Veranstaltungen begleiten.

»Staff Party«

Im Oktober fand die »Staff-Party« (Staff = Belegschaft, Personal) der Firma statt, bei der ich mein Praktikum absolviert habe. Alle Mitarbeiter, die Lust hatten, haben sich in der Bar des Hostels getroffen. Dort gab es freie Getränke und etwas zu essen. Alle haben sich unterhalten und ausgetauscht. Insgesamt war es ein echt netter Abend.

Bei der »Staff Party« habe ich etwas erlebt, was ich erst hinterher verstanden, beziehungsweise herausgefunden habe: Als ich mich mit einer Arbeitskollegin unterhielt, setzte sich neben uns eine Frau und fing an, mit uns zu reden. Sie erzählte immer wieder irgendetwas vom ESC (Eurovision Song Contest) und dass sie die letzten 3 Jahre dort gewesen wäre. Sie sagte, sie käme aus San Marino und sei nun sei für 4 Wochen in London. Sie mache hier einen Sprachkurs, um ihr Englisch zu verbessern. Am nächsten Tag habe ich recherchiert und… tja, ich habe mich tatsächlich mit Valentina Monetta unterhalten, die die letzten drei Jahre zusammen mit Ralph Siegel, San Marino beim ESC vertreten hat. Nicht schlecht, oder?! :-)

Tate Britain und National History Museum

National History Museum London DinosaurierskelettAuch sonst ist meine Zeit gut verlaufen. Ich habe die Tate Britain besucht – eine Kunstgalerie, die zum Teil alte Gemälde (zum Beispiel von JMW Turner) ausstellt, zurzeit aber auch moderne Kunst beherbergt, die mit dem »Turner Prize« ausgezeichnet wurde. Dazu gehörte auch (was mich mehr als gewundert hat) ein Bild, das einfach nur schwarz war. Eine Leinwand, die komplett schwarz bemalt bemalt war. Nichts anderes. Gar nichts. Da habe ich mir nur gedacht: »Dafür würde ich auch gern einen Preis bekommen…!« :D

Außerdem habe ich das National History Museum besichtigt. Dort steht das Skelett eines riesigen Dinosauriers in der Eingangshalle. Schon ein bisschen beeindruckend… Ansonsten erfährt man dort, neben den Tierausstellungen, auch etwas über die Erde an sich: die verschiedenen Erdschichten, wie Erdbeben entstehen, Vulkane »funktionieren« usw. Das war insgesamt eigentlich echt interessant.

Auf nach Windsor

Windsor Castle in EnglandAn einem Samstag führte mich mein Weg nach Windsor. Dorthin fährt man von London-Paddington etwa eine halbe Stunde mit dem Zug (es liegt also etwas außerhalb). Nach 20 Minuten anstehen, war ich drin. Noch mit einem Audio Guide ausrüsten und los ging es.

Windsor Castle ist einer der Hauptwohnsitze der Queen und sie empfängt dort auch heute noch Staatsbesuche. Zunächst habe ich die Anlage kennengelernt. Ich hatte mir Windsor Castle als ein großes Gebäude vorgestellt, aber das ist es nicht. Es sind viele große Gebäude, die quasi eine Anlage bilden. Aufgebaut ist das Ganze wie eine Burg. Es steht auf einem kleinen Hügel, von wo aus früher die kommenden Feinde leichter entdeckt werden konnten.

Innerhalb Windsor Castle

Dann ging es weiter zu Queen Marys Puppenhaus. Das hört sich jetzt vielleicht doof an, aber es war echt cool. Das Puppenhaus ist bestimmt 1,80m hoch, wenn nicht noch größer und es ist total detailgetreu – ein Königspalast in Miniaturformat! Selbst die Teller auf dem gedeckten Tisch fürs Dinner sind aus echtem Silber. Und der Schmuck im Tresorraum selbstverständlich aus echten Diamanten… Außerdem sieht man neben den Privatgemächern von Queen und King auch die Räume von den Bediensteten… Alles in klein :-)

Parkanlage Windsor Castle bei blauem HimmelMein Weg führte dann weiter in die State Apartments, also die Staatsgemächer. Dort sind zunächst zum Teil Räume zu sehen, in denen früher Könige und Königinnen gelebt haben (zum Beispiel Charles II.) und man erkennt, wie sich die Gemächer mit der Zeit verändert haben (bzw. der Stil der Einrichtung). Zu den State Apartments gehört auch die St. George’s Hall. Diese wird auch heute noch für Staatsbankette genutzt. Sie ist so groß, dass an einer langen Tafel 160 Menschen sitzen und essen können.

Als nächstes habe ich die Semi-State Rooms besichtigt. Diese waren die Privatgemächer von George IV. und werden noch heute von der Queen für offizielle Zwecke genutzt. Meine letzte Station auf Schloss Windsor war die St. George‘s Chapel. Sie ist der Hauptsitz des Hosenbundordens und in ihr sind 10 ehemalige Könige/-innen begraben worden, unter anderem Henry VIII. Außerdem werden hier noch heute mehrmals täglich Gottesdienste gehalten.

Small Talk in Windsor

Anschließend bin ich etwas durch den Ort Windsor gebummelt. Auch hier gibt es natürlich eine Einkaufsstraße. Dort habe ich mich einen Moment auf eine Bank gesetzt, hab die Sonne genossen und ein Sandwich gegessen. Neben mir saß ein alter Mann (höchstwahrscheinlich ein Engländer) und meinte zu mir (auf Englisch natürlich): »Na zum Tee wirst du dann ja heute wohl nichts mehr essen oder?!« – das fand ich ziemlich putzig und typisch englisch.

Insgesamt hat mir Windsor richtig gut gefallen. Das Geld hat sich auf jeden Fall gelohnt und ich hatte einen schönen Tag.

Marketingveranstaltungen

Uferpromenade der Themse im Herbst in LondonAuch bezüglich meiner Arbeit konnte ich im Oktober einige Abwechslung vermelden: es gab zwei Marketingveranstaltungen! Linda (die andere dt. Praktikantin), Nico (unser Betreuer) und ich haben uns mit zwei Leuten der Marketingfirma unserer Hostels getroffen. Kurz zur Erklärung: Die Marketingfirma macht das Marketing für die Hostels, gestaltet zum Beispiel die Internetseite und stellt Ideen für neue Kampagnen bereit, um das Hostel bekannter zu machen. Und genau darum ging es bei diesem Treffen: Um neue Kampagnen, was verändert, was neu gemacht werden sollte und um die Bewerbung eines Preises für das Hostel. All das haben wir dort besprochen und Linda und ich durften unsere Ideen einbringen – echt cool!

Zum anderen Marketing-Event ging es in das Büro der Marketingfirma, wo ein Workshop zum Thema Content Marketing stattfand. Dabei geht es zum Beispiel darum, die Reichweite von Webseiten-Inhalten (zum Beispiel einem Produkt) zu vergrößern. Es war echt interessant, da hier wirklich Profis am Werk waren, auch wenn wir aufgrund der Fachbegriffe nicht alles verstanden haben.

Eure Luisa

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About Luisa

Luisa

Luisa war 18, als sie ihren Heimatort in Mecklenburg-Vorpommern für ein dreimonatiges Auslandspraktikum verließ. Im Norden Londons durfte sie Marketing-Luft schnuppern und das Leben in einer der coolsten Metropolen Europas genießen. Wenige Monate später zog es Luisa dann für einen 1-monatigen Sprachkurs nach Paris.

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