Luisa in England #4: 10 Fakten über das Leben in London

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Am 5. Oktober 2014 ist Luisa schon etwa einen Monat in London. Während ihres Auslandspraktikums in England, erlebt sie das wahre Leben in der Metropole an der Themse, von dem sie im heutigen Artikel berichtet. Luisa hat für uns 10 Fakten aufgelistet, die ihr während ihres Aufenthaltes in London immer wieder aufgefallen sind: Von Verkehrschaos, Spartipps und anderen Faszinationen

1. Nette Engländer

(Fast) alle Menschen in London sind mega nett! Ein Beispiel: Man steht im Supermarkt an der Kasse und lächelt gerade mal nicht, schon wird man gefragt, wie es einem geht und ob alles okay sei. Ein anderes Beispiel ist mir auf offener Straße passiert: Ich bin aus Versehen in jemanden jemanden reingelaufen und eigentlich war es meine Schuld. Trotzdem entschuldigen sich die Londoner mindestens zweimal (»Sorry! Sorry!«), obwohl sie wirklich überhaupt keine Schuld trifft!

2. City View – fast geschenkt!

Wie eben schon gesagt, London ist ein teures Pflaster. Dennoch gibt es viele Dinge, die sich ganz leicht abwandeln lassen. Statt also zum Beispiel circa £25 für das London Eye zu bezahlen (na klar, das lohnt sich auch, aber…), kann man einfach auf die höchste, freistehende Säule der Welt (60m) klettern – »The Monument«. Nach 311 Stufen Aufstieg hat man (bei schönem Wetter, welches ich glücklicherweise hatte) einen schönen Blick von oben auf die Stadt, zum Beispiel auf die Tower Bridge. Und das Ganze für nur £4 – ich finde, die Anstrengung lohnt sich!

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3. Horror-Rush-Hour

Was fällt noch auf? Ganz klar die Rush-Hour! Ich hatte zunächst erwartet, dass diese zwischen 7:00 und 8:00 Uhr sei. Falsch gedacht! Am schlimmsten ist es gegen 8:30 Uhr! Zu dieser Zeit sind die U-Bahnen so voll, dass man zunächst zwei oder drei Bahnen fahren lassen muss, ohne einzusteigen – denn es ist wirklich kein Platz mehr und zwischen den Türen möchte man auch nicht eingequetscht werden. Also wartet man lieber, bis man als Erste einsteigen bzw. sich reinquetschen kann! Glücklicherweise muss ich immer erst gegen 9:00 Uhr zur Arbeit fahren, da ist es zwar immer noch voll, aber bei weitem nicht mehr so schlimm.

4. Laufbänder in U-Bahn-Stationen

Gut zu wissen ist, dass man immer ausreichend Zeit für die Fahrten mit der Tube einplanen sollte – nicht nur, weil es sehr voll sein kann. In der Rush-Hour braucht der Bus zum Beispiel schon mal statt einer halben, eine ganze Stunde, auch am Sonntag (damit hatte ich auch nicht gerechnet). – Manche Stationen (z.B. Waterloo) sind so groß, dass es Laufbänder gibt, um von der einen Linie zur nächsten zu kommen – da braucht man schon mal 10 Minuten zum Umsteigen…

5. Stay behind the yellow line!

Auch noch zum Thema U-Bahn: Wie auch in Deutschland, ist in London an der Bahnsteigkante eine Linie aufgemalt, die anzeigt, bis wohin man gehen darf bzw. sollte, wenn der Zug einfährt. Doch in Deutschland ist es eher so, dass alle weit von dieser Linie weg stehen und die vorbeilaufenden Menschen vor einem entlang gehen können.

Mind the gap in LondonIn London hingegen, der vollen U-Bahnen geschuldet, will jeder zuerst einsteigen und deshalb stellt man sich genau an diese (hier gelbe) Linie.

Die später kommenden Menschen gehen somit hinter einem lang – und das, obwohl die U-Bahnen zum Teil mit einer ziemlich hohen Geschwindigkeit in die Bahnhöfe einfahren – sonst stellt sich allerdings jemand vor dich und kommt somit zuerst in die Bahn und man selbst bleibt eventuell sogar draußen stehen, weil die Bahn zu voll war… Auch das musste ich erst lernen! – In diesem Sinne: »Mind the gap!« ;-)

6. Ampeln

Was hier außerdem noch interessant ist: Londoner drücken zuerst an der Ampel, gucken dann und wenn nichts kommt, gehen sie einfach über rot – und das auch an riesigen Kreuzungen. Das sollten wir als Deutsche, die Rechts- und nicht Linksverkehr gewohnt sind, aber dringend unterlassen, denn irgendwie können wir gar nicht erahnen, von wo die Autos überall kommen können – und die 2 Minuten, die man an einer Ampel steht, hat man dann auch noch Zeit.

7. Essen aus aller Welt für den kleinen Geldbeutel

English Breakfast mit Spiegelei und BaconWer tatsächlich mal hier ist und genügend Zeit hat, sollte auf jeden Fall mindestens einen der vielen Stadtteilmärkte besuchen. Zu nennen sind hier unter anderem der Portobello Road Market in Notting Hill, der Borough Market in Southwark, der Camden Town Market in Camden Town oder der Greenwich Market  in Greenwich.

Jeder überzeugt mit seinem jeweils eigenen Charme und auf jedem gibt es neben Trödelkram, Souvenirs, Kleidung und ähnlichem, viele viele Stände mit sehr leckerem Essen aus der ganzen Welt. Oft bekommt man dort etwas für relativ wenig Geld (für London-Verhältnisse natürlich – denn diese Stadt ist bekanntermaßen ein eher teures Pflaster).

Mein Lieblingsmarkt ist der Camden Town Market. Seeehr zu empfehlen! Viele kleine Stände mit echt schönen Sachen, schöne Atmosphäre und in einer Ecke des Marktes gibt es jede Menge Essens-Stände aus der ganzen Welt, alles frisch zubereitet. Echt lecker!

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8. Welche Linie? Welches Gleis? Welche Richtung?

Zurück zum Thema U-Bahn: In großen Städten findet man oft ein gut ausgebautes U-Bahn-Netz vor. So selbstverständlich auch in London. Es gibt hier 11 Underground-Linien, plus den Overground-Verkehr und DLR (Dockland Light Railway). Die Linien haben hier keine Nummern, sondern Farben und Namen.

Die Linie, mit der ich zum Beispiel immer zur Arbeit fahre, ist die Jubilee-Line mit der Farbe Grau. Das ist der erste Punkt, der es einfach macht, sich an den U-Bahn-Stationen zu orientieren – die unterschiedlichen Farben. Doch dann ist das Problem in großen Städten ja oft, dass man wissen muss, in welche Richtung man fahren muss.

In London wird dies etwas erleichtert durch die Angaben North-/ South-/ East- und Westbound (auf Deutsch: Richtung Norden/ Süden/ Osten oder Westen). Kennt man die Stadt also ein wenig und weiß ungefähr, wo etwas liegt (oder guckt kurz auf einen Plan), bekommt man ziemlich schnell heraus, auf welchen Bahnsteig man muss. Ich wohne zum Beispiel im Osten der Stadt und arbeite im Westen, also ist ziemlich schnell klar: ich muss morgens die Jubilee-Line Westbound nehmen. Man braucht sich also keine komplizierten Namen der Endhaltestellen zu merken – ich finde, dies erleichtert das U-Bahn fahren enorm!

9. Was ist los in London?

Um ebenfalls Geld zu sparen – warum nicht die kostenlosen Zeitungen mitnehmen, die an fast jeder U-Bahn-Station verteilt werden? Da gibt es zum Beispiel die Metro oder den Evening Standard – beides sind Zeitungen, die sowohl Informationen zum Weltgeschehen, als auch ein bisschen Klatsch und Tratsch, aber auch das, was am jeweiligen Tag so in London los ist, enthalten. Außerdem gibt es auch noch andere, wöchentliche Zeitungen, wie die Times Out – die lese ich am liebsten. Darin gibt es Film-, Buch- und Musikkritiken, Ankündigungen für die nächste Woche, Interviews mit bekannten Persönlichkeiten und noch so viel mehr… Und jeder kann sich einfach eine Zeitung nehmen und in der U-Bahn, auf der Arbeit oder zuhause lesen – völlig kostenfrei – das ist echt cool!

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10. Music in the City

Was ich außerdem immer toll und faszinierend finde: Oft sind, vor allem in den großen U-Bahn-Stationen Musiker anzutreffen. In den oft sehr langen Gängen (die zum Umsteigen von einer U-Bahn-Linie zur anderen führen) sind auf dem Boden oft extra Bereiche aufgezeichnet, wo sich Musiker mit ihren Sammelbüchsen hinstellen dürfen, um zu musizieren. Mit Erlaubnis quasi. Da hört man die unterschiedlichsten Klänge – Saxophon, Keyboard, Gitarre und »Absperrhütchen« – ja, ihr habt richtig gelesen! Einmal habe ich einen Mann gesehen, der auf so einem (ich weiß nicht, wie ich es anders nennen soll – ich hoffe, ihr wisst, was ich meine) Absperrhütchen gespielt hat – richtige Melodien und nicht mal schlecht. Das fand ich echt cool!

Eure Luisa

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About Luisa

Luisa

Luisa war 18, als sie ihren Heimatort in Mecklenburg-Vorpommern für ein dreimonatiges Auslandspraktikum verließ. Im Norden Londons durfte sie Marketing-Luft schnuppern und das Leben in einer der coolsten Metropolen Europas genießen. Wenige Monate später zog es Luisa dann für einen 1-monatigen Sprachkurs nach Paris.

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