Lena in Neuseeland #6: Alleine unterwegs in Wellington

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Ein langes Wochenende ganz alleine in Neuseelands Hauptstadt? Ein wenig Überwindung hat Lena ihre erste Reise ohne Begleitung schon gekostet, doch hat sie ihre Entscheidung in keiner Sekunde bereut. Mit schnell neugewonnenen Bekanntschaften hat das Au-pair Wellington unsicher gemacht – sei es bei einem Besuch des Night Markets, einer feuchtfröhlichen Pub-Tour oder einer interessanten Ausstellung im Nationalmuseum. Erfahre aus erster Hand, warum die »kleinste coolste Hauptstadt der Welt« auch bei regnerischem Wetter auf keinen Fall bei einer Neuseeland-Reise fehlen sollte.

Mein spontaner Wochenendtrip

Ich möchte euch von meinem ersten Trip, den ich ganz alleine unternommen habe berichten, denn vorletztes Wochenende ging  es für mich relativ spontan für vier Tage nach Wellington. Gebucht hatte ich das Ganze nur etwa 1,5 Wochen vorher, nachdem mir meine »Hostmum« erzählt hatte, dass ich an diesem Wochenende auch Montag und Dienstag frei hätte. Auch wenn ich anfangs ziemlich aufgeregt war, weil ich noch nie alleine gereist war, war es im Nachhinein genau die richtige Entscheidung und ich hatte eine tolle Zeit. :-)

Airport Bus in Auckland, NeuseelandGestartet bin ich freitags, nachdem die Kids in Schule und Kindergarten abgegeben waren. Da ich mit Bus und Bahn zum Flughafen gefahren bin und man hier in Neuseeland nie weiß, ob diese auch fahren (10-15 Minuten Verspätung bei einem Bus ist hier keine Besonderheit), hatte ich extra eine frühe Verbindung rausgesucht.

Natürlich hat dann ausnahmsweise alles super geklappt. Aber naja, was soll’s. Besser so, als zu spät.

Tag 1 in Wellington – Spaziergang, Night Market & Pub Time

Nach einem nur 45-minütigen Flug bin ich gegen viertel vor vier in Wellington gelandet und habe den Airport-Shuttle in die Innenstadt genommen. Den übrigen Tag habe ich für einen Spaziergang durch die Stadt genutzt. Es war zwar – wie für Wellington typisch – sehr windig, dennoch war es gut, um einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen.

In meinem Hostel bin ich mit Katherine, einer Schottin, ins Gespräch gekommen, die abends mit einer anderen Deutschen verabredet war. Zu dritt haben wir uns auf den Weg zum Night Market gemacht, der zwar klein, aber dennoch sehr schön war. Den Abend ließen wir in einem coolen Pub ausklingen.

Tag 2 in Wellington – Sightseeing in der regnerischen Hauptstadt

Underground Market & Nationalmuseum

Underground Market in Wellington, NeuseelandSamstagmorgen wachte ich auf und es schüttete in Strömen. So begleitete mich Katherine wenig später auf den Underground Market, wo es wunderschöne selbstgemachte Sachen zu bestaunen gab. Ich hätte ewig dort bleiben können, doch ich wollte wegen meines begrenzten Gepäcks nichts kaufen.

Wegen des Wetters entschieden wir uns danach ins Te Papa, das Nationalmuseum Neuseelands, zu gehen. Erst war ich gemeinsam mit Katherine unterwegs, aber dann mussten wir uns verabschieden, weil sie weiter Richtung Norden reisen wollte. Die Ausstellungen waren wirklich interessant (besonders die in den oberen Etagen zu den Maoris, Ursprüngen Neuseelands und den Veränderungen bis heute…), aber insgesamt einfach viel zu groß, sodass mich die Lust irgendwann verließ, mir den Rest anzuschauen.

Cable Cars & Botanischer Garten

Glücklicherweise hatte es inzwischen aufgehört zu regnen und so lief ich zu den weltbekannten »Cable Cars« in der Innenstadt. In Bezug auf das Wetter hatte ich eine echte Pechsträhne und so fing es wieder zu regnen an, als ich gerade mein Ticket gekauft hatte.

Cable Cars in Wellington, NeuseelandNach einem kurzen Zwischenstopp im Cable Car Museum, entschied ich mich, mir den botanischen Garten trotz des Wetters nicht entgehen zu lassen. Es war zwar ein wenig nass, aber gleichzeitig super schön, da sich kaum ein anderer Tourist dorthin verirrt hatte. Ich hatte zwar nicht damit gerechnet, aber dies war wieder einer der Momente, der mir zeigte, weshalb ich hier unten am anderen Ende der Welt bin. Nach einiger Zeit war ich jedoch komplett durchnässt und kalt, sodass ich mich auf den Rückweg zum Hostel machte.

Abends ging ich spontan mit ein paar verrückten Südamerikanern feiern, zu denen mich ein anderer Deutscher mitnahm. Trotz oder vielleicht auch wegen des hohen Spanischanteils war es ein lustiger Abend.

Tag 3 in Wellington – Der Regen hört nicht auf…

Tour durchs neuseeländische Parlament

Am nächsten Morgen war ich wieder relativ früh wach, da es im Hostel sehr unruhig war. Weil es schon wieder Bindfäden regnete, entschied ich mich, eine Tour durchs Parlament zu machen. Bis ich dort ankam war ich zwar schon wieder komplett durchnässt, aber die Führung war echt gut: nicht zu lang und ich konnte einiges darüber erfahren, wie Neuseeland regiert wird.

Eine Enttäuschung: Wellington Museum

Nach der Tour unterhielt ich mich noch kurz mit zwei Empfangsmitarbeitern, die mir den Tipp gaben das Regenwetter doch für einen Besuch im Wellington Museum zu nutzen. Ich hatte zwar nicht so viel Lust schon wieder ein Museum zu besuchen, aber was blieb mir anderes übrig… Dieses Museum gefiel mir nicht im Ansatz so gut wie das Te Papa und so kürzte ich meinen Rundgang »ein wenig« ab.

Gar nicht mal so übel: Weta Caves

Lena mit einem Ork in den Weta Caves in Wellington, NeuseelandSpontan bin ich im Anschluss noch zu den Weta Caves gefahren, obwohl ich dort eigentlich gar nicht hinwollte. Ich dachte es dreht sich dort wieder alles nur um Hobbits sowie Herr der Ringe… Für alle, die mit dem Begriff Weta Caves nichts anfangen können, es handelt sich hierbei um eine Firma, die von einem Puppenbauerpaar gegründet wurde, und seit den Anfängen von Peter Jacksons Karriere Kostüme, Waffen und andere Requisiten für seine Filme herstellt. Mit der Zeit hat die Firma Berühmtheit erlangt und bekommt Aufträge aus der ganzen Welt (u.a. für Filme wie Narnia, Avatar und die Tribute von Panem).

Dort schaute ich mir den Film über die Geschichte sowie die Entwicklung der Weta Caves an, der mich total überzeugte. So kaufte ich mir kurzfristig doch noch ein Ticket für eine Führung, bei der ich viel über die Herstellung sowie die Filmtechnik erfuhr und viele Teile zu sehen bekam. Es war echt richtig gut gemacht und man konnte auch als Herr der Ringe-/ Hobbit-Laie viel mitnehmen.

Der restliche Abend war relativ entspannt. Ich habe noch ein paar Fotos von Wellington bei Nacht gemacht, mit einem Spanier gequatscht und bin dann relativ früh schlafen gegangen, weil ich echt müde war.

Tag 4 in Wellington – Endlich trocken!

Enttäuschender Mount Victoria-Aufstieg

Montag war bereits mein letzter Tag in Wellington, dafür aber der erste trockene. Zuerst lief ich auf den Mount Victoria, was echt anstrengend war, weil es so matschig war. Die Aussicht war eher enttäuschend, da es total diesig war, aber zumindest bin ich oben gewesen. :-)

Mein Highlight: Das Red Rock Reserve

Aus der City heraus nahm ich dann einen Bus zum Red Rock Reserve oder eher gesagt in die Nähe davon, denn ich musste noch 2,5 km laufen, bevor ich überhaupt dort ankam. Aber es hat sich total gelohnt, denn schon die Küste nahe meiner Bushaltestelle war richtig schön.

Red Rocks Reserve in Wellington, NeuseelandAm Strand fand ich einige riesige, wunderschöne Muscheln, für die Neuseeland bekannt ist, so habe ich nun auch ein ganz persönliches Mitbringsel von dem Trip. Aber das sollte nicht das einzige Highlight des Tages bleiben, denn die Natur im Reserve war noch besser. Auf der einen Seite die grünbewachsenen, steilabfallenden Berge und auf der anderen die schroffe Küste…

An diesem Tag hatten sich hierher glücklicherweise kaum Touristen verirrt und so begegnete ich nur wenigen Spaziergängern. Ich fühlte mich so frei und der Ausflug war der absolute Höhepunkt des Wochenendes. Nach einiger Zeit erreichte ich endlich die Red Rocks und wollte noch weiter zu den Seehunden laufen, die in einer wilden Kolonie nur ein Stück weiter leben. Doch dazu hätte ich einen Fluss durchqueren müssen, der wegen des ganzen Regens nicht gerade klein war. Da ich meine Kamera dabei hatte, alleine unterwegs war und abends pünktlich am Flughafen sein wollte, entschied ich mich dagegen und machte mich auf den Rückweg.

Zufällig entdeckte ich plötzlich auf dem Rückweg einen einzelnen Seehund und freute mich total darüber (denn immerhin war ich eigentlich wegen ihnen hier rausgefahren und gelaufen). Der restliche Weg zog sich dann trotz der tollen Natur ziemlich und ich war froh, als ich im Bus zurück in die Stadt saß.

Ein abwechslungsreicher Wochenendtrip geht vorbei

Lena im Hafen vor der Wellington-SkylineNachdem ich kurz nochmal am Hafen war, etwas gegessen und meinen Rucksack im Hostel geholt hatte, war es auch schon Zeit, zum Flughafen zu fahren. Dort traf ich coolerweise spontan auf Verena, die ich von meinen Orientierungstagen kannte, bevor es ins Flugzeug zurück nach Auckland ging.

So ging ein echt super Wochenende zu Ende, an dem ich lernte, dass es auch total toll sein kann, alleine zu reisen. Ich war allerdings auch ein wenig froh, wieder in meinem eigenen Zimmer schlafen zu können, denn das Hostel war echt nicht so der Bringer.

Dennoch ist Wellington eine tolle Stadt und ich bin mehr als froh, dass ich so viel Zeit dort hatte. Fazit: Die »kleinste coolste Hauptstadt der Welt« sollte auf einer Reise durch Neuseeland auf keinen Fall fehlen. ;-)

Bis bald,
Eure Lena

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About Lena J.

Lena J.

Lena ist 19 Jahre alt und kommt aus Rheinland-Pfalz. Nachdem sie im Frühjahr 2016 ihr Abi bestanden hat, hat sie sich aufgemacht Richtung Neuseeland, um dort als Au-pair zu leben. Den Traum, nach Neuseeland zu gehen hatte Lena schon eine längere Zeit. Die einzigartige Natur und Kultur, aber auch die unzählige Zahl an Wassersportarten haben ihr Interesse für das schönste Ende der Welt geweckt. Da sie zudem gerne Zeit mit Kindern verbringt, ist ihr die Entscheidung dort als Au-pair zu arbeiten nicht schwer gefallen.


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