Lena in Neuseeland #4: Segeln und Snowboarden im neuseeländischen Winter

  • Lena in Neuseeland #4: Segeln und Snowboarden im neuseeländischen Winter
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Lena hat in den vergangenen Wochen viel erlebt und den einen oder anderen Wochenendtrip unternommen. So war sie zusammen mit ihren Freundinnen für eine Segeltour und dem Winterfestival in Taupo und wurde von ihrer Gastfamilie ins Ferienhaus nach Ohakune eingeladen. In dem dortigen Skigebiet hat das Au-pair sich zum ersten Mal auf ein Snowboard gewagt. In ihrem heutigen Blogpost möchte sie uns von ihren Erlebnissen berichten und einige Fotos von ihren Ausflügen teilen.

Segelwochenende am Lake Taupo

Ich war zusammen mit Juliana, Chiara und Julia, die ich noch von der Au-pair-Orientation kenne, in Taupo. Wir hatten das große Glück, in der Ferienwohnung von Julianas Gastfamilie wohnen zu können und konnten so die Hostelkosten sparen. Um keine Zeit zu verlieren, machten wir uns bereits Freitagsabend nach der Arbeit auf den Weg.

Huka Falls und Craters of the Moon

Reisegruppe bei den Huka Falls in NeuseelandSamstagvormittag ging es zuerst noch einmal zu den Huka Falls, weil Chiara und Juliana dort noch nicht gewesen waren und man den Wasserfall einfach gesehen haben muss. Da direkt um die Ecke die Craters of the Moon ausgeschildert standen, machten wir noch einen kurzen Abstecher dorthin. Verglichen mit Wai-O-Tapu waren sie jedoch nicht besonders interessant.

Eine Segeltour auf dem Lake Taupo

Spontan hatten wir uns am Vorabend entschlossen, für Samstagnachmittag eine Segeltour auf dem Lake Taupo zu buchen. Wir hatten angenommen, dass es sich dabei um eine entspannte Bootsfahrt mit Picknick handelt. Doch die Kapitänin begrüßte uns damit, dass es bei dem heutigen Wind ein Abenteuer werden würde. Sie meinte, wir sollten unser Gepäck unter Deck verstauen und die dicken Fleece-Ponchos anziehen.

Segeln auf Lake Taupo in NeuseelandNachdem ich ihr zuerst nicht glauben wollte, entschloss ich mich nach kurzer Zeit doch ihrem Tipp zu folgen. Denn schon bei der Fahrt aus dem Hafen wehte uns ein starker Wind entgegen. Nachdem wir eine Weile entlang des Ufers gefahren waren, hissten wir die Segel und das Abenteuer konnte beginnen.

Erst schlugen nur ein paar Wellen gegen unser Boot, doch dann geriet es immer wieder so sehr in Schieflage, dass wir uns mit unser Füßen gegen die Seile, die als Begrenzung um das Boot gespannt waren, pressen mussten und ich mich noch an die Hände meiner Nachbarinnen klammerte, um nicht im Wasser zu laden.

EMaori Rock Carvings am Lake Taupo, Neuseelands machte super viel Spaß, war zugleich auf die Dauer jedoch auch ziemlich anstrengend. Wir kamen auch an den Maori Rock Carvings, für die der Lake Taupo bekannt ist, vorbei und ab dort beruhigte sich auch die See wieder ein wenig. Zum Aufwärmen gab es auf dem Rückweg für uns alle noch eine heiße Schokolade, bevor wir durchgefroren, aber glücklich zurück in den Hafen kehrten.

Winterfestival – Weihnachtsstimmung im Juli

Am Abend ging es noch in den Lichtergarten des Winterfestivals. Es war super schön anzuschauen und vermittelte ein wenig Weihnachtsstimmung mitten im Juli, auch wenn hierzu noch der Glühwein fehlte.

Den Sonntagmorgen starteten wir mit einem Pancake-Frühstück. Wobei wir typisch neuseeländisch die Pancakes mit Sahne, Bananen, roten Früchten und Bacon serviert bekamen – eher gewöhnungsbedürftig für uns!

Vier Mädels und ein platter Reifen

Hot Pools in Taupo, NeuseelandDen übrigen Tag wollten wir eigentlich ganz entspannt in den Hot Pools ausklingen lassen. Doch nachdem wir mal einige Zeit in den kuscheligen 40-42 Grad warmen Pools verbracht hatten sind, merkten wir, dass einer unserer Vorderreifen am Auto sehr platt war.

Statt Richtung Auckland, machten wir uns also erstmal auf zur nächsten Tankstelle. Leider begegneten wir diesmal nicht der Überfreundlichkeit der Neuseeländer, sondern bekamen von den Tankstellenangestellten nur unfreundliche Kommentare zu hören. Doch als wir vier Mädels, von denen noch keine jemals einen Reifen gewechselt hatte, gerade auf eigene Faust mit der Arbeit beginnen wollten, kam uns ein netter Mann zur Hilfe.

Als alles wieder repariert war, konnten wir endlich unseren Rückweg nach Auckland starten und so ging mal wieder ein sehr schönes Wochenende vorbei.

Winterfreizeit in Ohakune

Zwei Wochen später hatte ich die Möglichkeit mit meiner Gastfamilie in ihre »Bach«, so nennen die Neuseeländer ihr Ferienhaus, bei Ohakune in der Nähe des Mount Ruapehu zu fahren. Dies ist der einzige Berg auf der Nordinsel auf dem man Ski oder Snowboard fahren kann.

Nachdem am Freitagnachmittag alle Familienmitglieder zuhause waren, packten wir gemeinsam das Auto und fuhren am frühen Abend mit Sack und Pack los. Auch wenn die Kids zum Glück beide im Auto schliefen, war die Fahrt doch relativ anstrengend und wir alle sehr froh, als wir nach über 5 Stunden Fahrt endlich ankamen.

Im Haus angekommen, war ich über die kalten Temperaturen erst einmal ziemlich geschockt. Gefühlt war es drinnen kälter als draußen. Ich war froh, als mein Gastvater den Kamin im Wohnzimmer anmachte und sich das Haus langsam aufwärmte. Doch mein Zimmer schloss an den Flur an und so schlief ich, um in dieser Nacht nicht zu frieren, mit drei Decken, einer Wärmflasche, zwei Paar Socken, zwei Hosen und meinem dicksten Pulli. Aber dass es in den meisten neuseeländischen Häusern im Winter nicht besonders warm ist, weiß ich ja mittlerweile und bin gerüstet.

Snowboarden mit der Gastfamilie

Am nächsten Morgen suchten wir die Schneeklamotten zusammen und auch ich wurde komplett ausgestattet. Da ich weder Ski noch Snowboard fahren kann, durfte ich mir, bevor es auf den Berg ging, aussuchen, welche der Sportarten ich zuerst ausprobieren wollte. Ich entschied mich fürs Snowboarden, weil auch meine Gasteltern das Board den Skiern vorziehen.

Anders als in den meisten Skigebieten in Europa, mussten wir zuerst einmal einen Teil des Berges mit dem Auto hochfahren. An dieser Stelle mal wieder eine Geschichte zur Lebensart der Neuseeländer: Während wir mit unserem Auto den Berg gut hochkamen, war vor uns ein Auto, das kurz vor dem Parkplatz im Schnee steckenblieb. Doch anstatt hektisch zu werden, kam nur der nächstbeste Schneetruck vorbei, schob das Auto »vorsichtig« von hinten an und schon konnte die Fahrt weitergehen.

Lena beim Snowboarded in NeuseelandFür das letzte Stück des Berges nutzen wir einen Busshuttle, bevor es endlich in den Schnee ging. Leider war das Wetter nicht wirklich gut. Es war sehr windig und es schneite. Daher war ein Teil der Lifte geschlossen und Cooper, eines meiner Hostkids, wollte nicht in den Schnee.

Aber so nutzen mein Gastvater und ich die Zeit für einen Snowboard-Einführungskurs im Anfängerbereich. Auch wenn ich zu Beginn mehr durch den Schnee rollte als auf meinem Board zu stehen, machte es mir viel Spaß. Mit der Zeit wurde es dann aber langsam besser und ich war überglücklich, als ich zum ersten Mal den Hügel komplett herunterfuhr.

Doch das Wetter wurde leider immer schlechter und so entschieden wir wieder zurück zu unserem Haus zu fahren. Dort ließen wir den Tag entspannt vor dem Kamin ausklingen.

Schneemann bauen in Neuseeland

Als ich am Sonntag aufwachte, hörte ich die beiden Kleinen schon vor Freude jauchzend durchs Haus rennen. Noch bevor ich wirklich das Wohnzimmer betreten hatte, zog mich Kyla schon Richtung Haustür und zeigte mir, dass es in der Nacht geschneit hatte. Leider hieß dies aber zugleich auch, dass das Wetter auf dem Berg deutlich schlechter geworden war und das Skigebiet deswegen geschlossen hatte.

Nach einem gemütlichen Pancake-Frühstück ging es in den Garten, um einen Schneemann zu bauen, Schneeengel zu machen und durch den Schnee zu toben. Die Kinder hatten ihren Spaß, doch es war kein wirklich langes Vergnügen, da der Schnee recht schnell anfing zu schmelzen. Bevor wir aufräumten, packten und uns auf den Heimweg machten, gingen wir noch mit dem Hund an einem Fluss spazieren.

Auch wenn es natürlich etwas anderes ist, als mit seinen Mädels, macht es auch viel Spaß, mal mit der Gastfamilie wegzufahren. Denn dann merkt man eigentlich erst, wie man langsam zu einem Teil der Familie wird und ich freue mich schon auf eine Wiederholung. :-)

Bis bald,
Eure Lena

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About Lena J.

Lena J.

Lena ist 19 Jahre alt und kommt aus Rheinland-Pfalz. Nachdem sie im Frühjahr 2016 ihr Abi bestanden hat, hat sie sich aufgemacht Richtung Neuseeland, um dort als Au-pair zu leben. Den Traum, nach Neuseeland zu gehen hatte Lena schon eine längere Zeit. Die einzigartige Natur und Kultur, aber auch die unzählige Zahl an Wassersportarten haben ihr Interesse für das schönste Ende der Welt geweckt. Da sie zudem gerne Zeit mit Kindern verbringt, ist ihr die Entscheidung dort als Au-pair zu arbeiten nicht schwer gefallen.


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