Lena in Neuseeland #2: Road Trip nach Rotorua

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Lena aus Rheinland-Pfalz passt als Au-pair unter der Woche auf die beiden Kinder ihrer Gastfamilie – einen süßen zweijährigen Jungen und ein nettes fünfjähriges Mädchen – auf. Am Wochenende unternimmt die 19-Jährige gerne Ausflüge mit ihren Au-pair-Freundinnen. So handelt Lenas heutiger Blogpost von ihrem Road Trip nach Rotorua, inklusive Waschpulver-Geysir-Ausbrüchen, Seifenkistenrennen und langen Gesprächen im gemütlichen Outdoor Pool.

Road Trip – Tag 1

Let’s get it started!

Endlich war es soweit! Meine Freundin Julia, Annie (die Julia durch ihre Playgroup kennt) und ich starteten unseren ersten gemeinsamen Road Trip nach Rotorua.

Motorway in NeuseelandMorgens fuhr mich mein Hostdad zu Julia, die das Auto der Gastfamilie glücklicherweise auch am Wochenende benutzen darf. Von dort aus ging es gegen neun Uhr auf den Motorway. Wir waren von der ganzen weiten Natur rund um Auckland total beeindruckt. Teilweise fuhren wir fast 20 Minuten ohne auch nur ein einziges Haus zu sehen. Auch sonst kamen wir auf der ganzen Strecke nur vereinzelt durch größere Dörfer oder Siedlungen.

Nanu, es riecht ja gar nicht?!

Da man in Neuseeland höchstens 100 km/h fahren darf und auch das auf den meisten Straßen außerhalb von Auckland nicht möglich ist, benötigten wir für die 200 km mehr als 3,5 Stunden. Dennoch genossen wir es, zum ersten Mal aus Auckland raus zu kommen und etwas mehr von Neuseeland zu sehen. Als wir uns gegen Mittag Rotorua näherten, wurden wir direkt von den typischen Dampfwolken aus Tümpeln, Bächen, aber auch Kanaldeckeln begrüßt. Der Gestank, für den die Kleinstadt ebenfalls bekannt ist, blieb uns hingegen zuerst einmal erspart.

Lena am Lake Tarawera in NeuseelandWir legten einen kurzen Zwischenstopp in unserem Hostel ein, das uns bis auf die Größe unseres Zimmers positiv überraschte, bevor wir Richtung Green Lake, Blue Lake und Lake Tarawera aufbrachen. Auch wenn wir zuerst ein wenig enttäuscht waren, da die Seen doch nicht so farbig waren, wie im Internet beschrieben, liefen wir um den Blue Lake herum, da wir das tolle Wetter genießen wollten. Zudem wollten wir uns nach der langen Autofahrt doch mal ein wenig bewegen.

Spa Time

Gegen Abend kehrten wir ins Hostel zurück, wo wir uns erstmal ein paar Nudeln kochten, bevor wir den Abend gemütlich im Whirlpool des Hostels ausklingen ließen. Der Pool gefiel uns allen so gut, dass wir über drei Stunden darin verbrachten, was nachträglich vielleicht doch nicht die beste Idee war, denn wir fielen im Anschluss ziemlich erschöpft in unsere Betten.

Road Trip – Tag 2

Der Waschpulver-Geysir-Ausbruch

Der nächste Tag begann schon relativ früh, weil wir uns vorgenommen hatten pünktlich zum täglichen Ausbruch des Geysirs um 10:15 Uhr im thermalen Wunderland Wai-O-Tapu zu sein. Obwohl der Ausbruch durch eine Ladung Waschpulver verstärkt wird, waren wir begeistert.

Geothermales Wunderland Wai-O-Tapu in NeuseelandIm Anschluss schauten wir uns auch noch die übrigen Schwefelseen, Mud Pools, Krater etc. des Parks an, wobei mein absolutes Highlight der neongrüne See am Ausgang des Parks war. Immer wieder hatte man das Gefühl, über einen anderen Planeten zu laufen oder zu träumen.

Unser nächster Stopp waren die Huka Falls in der Nähe des Lake Taupo und es hat sich echt gelohnt, auch wenn sie natürlich etwas komplett anderes als der geo-thermale Park waren. Zum Abschluss genossen wir vom Ufer des Sees die Sicht auf die Berge und es ist echt erstaunlich wie unterschiedlich Neuseeland sein kann.

Ab in den Pool!

Obwohl wir uns eigentlich überlegt hatten, abends nochmal nach Rotorua reinzulaufen, verfielen wir wieder der Anziehungskraft unseres heißen Pools. Was gibt es Schöneres, als sich nach einem langen Tag in einen kuschelig warmen Outdoor-Pool zum Quatschen zurückzuziehen? Dieser machte unser Hostel eindeutig zu etwas ganz Besonderem und ich bin mir sicher, falls wir nochmal nach Rotorua fahren sollten, werden wir wieder dasselbe buchen.

Road Trip – Tag 3

Seifenkistenrennen

Auch für den dritten Tag unseres Road Trips hatten wir uns noch einiges an Programm vorgenommen: Vormittags fuhren wir mit der Seilbahn auf einen Berg, um die Luges – eine Art Seifenkisten – auszutesten, von denen uns vorher jeder vorgeschwärmt hatte und sie hatten wirklich nicht übertrieben. Es machte total viel Spaß, mit diesen Gefährten die drei unterschiedlichen Strecken herunter zu düsen, auch wenn wir ein wenig unter Zeitdruck standen, weil es leider wegen des Geburtstags der Queen total überfüllt war und wir mittags eine Tour in einem der Maori-Dörfer gebucht hatten.

Besuch eines Maori-Dorfs

Maori-GruppenfotoWir schafften es dann aber doch noch halbwegs pünktlich zur Tanzshow nach Whakarewarewa. Es war auf alle Fälle interessant, ein paar Traditionen der Ureinwohner Neuseelands zu sehen, auch wenn es auf uns Europäer ziemlich befremdlich wirkt.

Besonders die Gestik und Mimik bei den Gesängen und Tänzen waren einzigartig und so ließen wir es uns natürlich nicht entgehen, im Anschluss an die Show mit den Darstellern ein Foto zu machen.

Nachdem wir das Dorf, was bis heute noch von ca. 60 Maori bewohnt wird, ein wenig auf eigene Faust erkundeten, nahmen wir noch an einer Führung durch einen der Bewohner teil. Er brachte uns nicht nur die Aussprache des Dorfnamens bei, sondern erzählte uns viel über das Leben und die Wertvorstellungen der Maori. Immer wieder ließ er Geschichten aus seinem eigenen Leben einfließen und zeigte uns zum Abschluss die zwei Geysire, welche auch ohne Waschpulver stündlich hochgehen, und direkt neben dem Dorf liegen – ein gelungener Abschluss des Wochenendes!

Mein Fazit

Schließlich mussten wir uns auf den Rückweg Richtung Auckland machen… Mein persönliches Fazit: die Zeit in Rotorua war echt ein gelungener Start in unsere Road Trip-Serie, die wir bestimmt sehr bald fortsetzten werden. Nur so kann man möglichst viel von seinem »Zuhause auf Zeit« sehen und es tut auch echt gut, am Wochenende mal rauszukommen, wenn man die ganze Woche auf die Kids aufpasst. ;-)

Bis bald,
Eure Lena

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About Lena J.

Lena J.

Lena ist 19 Jahre alt und kommt aus Rheinland-Pfalz. Nachdem sie im Frühjahr 2016 ihr Abi bestanden hat, hat sie sich aufgemacht Richtung Neuseeland, um dort als Au-pair zu leben. Den Traum, nach Neuseeland zu gehen hatte Lena schon eine längere Zeit. Die einzigartige Natur und Kultur, aber auch die unzählige Zahl an Wassersportarten haben ihr Interesse für das schönste Ende der Welt geweckt. Da sie zudem gerne Zeit mit Kindern verbringt, ist ihr die Entscheidung dort als Au-pair zu arbeiten nicht schwer gefallen.


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