Lena ist nun schon seit ein paar Wochen von ihrem Au-pair in Neuseeland zurückgekehrt. Obwohl sie die Zeit vermisst, ist sie froh, wieder bei ihrer Familie zu sein. In ihrem Abschlussbericht erzählt Lena von ihrer Reise durch Australien und versucht die schönste Zeit ihres Lebens in Worte zu fassen.

Back in Germany

Nach elf Monaten am anderen Ende der Welt, bin ich nun seit knapp drei Wochen wieder zurück in Deutschland. Natürlich war ich überglücklich meine Familie und meine Freunde wieder in die Arme schließen zu können, doch zugleich vermisse ich mein Leben in Neuseeland schon jetzt.

Abschied von Neuseeland

Der Abschied von Neuseeland fiel mir echt nicht leicht, als ich mich auf die letzte Etappe meiner Reise – nach Australien – machte. Meine Gastkinder Kyla und Cooper waren mir in den vergangenen 10 Monaten doch sehr ans Herz gewachsen, Auckland war zu meinem zweiten Zuhause geworden und ich genoss es einfach in diesem beeindruckenden Land zu leben, in dem es unendlich viel zu entdecken gibt. Daneben hatte ich auch einige richtig gute Freunde gefunden, mich daran gewöhnt, ständig Zeit am Strand zu verbringen und so viel unterwegs und am Reisen zu sein.

Lena und ihre Freundinnen auf Pferden

Doch alles Schöne hat nun mal ein Ende und so besuchte ich in meiner letzten Woche mit meiner Gastfamilie einen Freizeitpark, ging mit meinen Freundinnen Christina und Nadja am Strand reiten und verbrachte einfach nochmal viel Zeit mit meiner Gastfamilie und neugefundenen Freunden.

Immer wieder herrschte bei mir totales Gefühlschaos, denn einerseits wollte ich von hier nicht weg, doch zugleich freute ich mich auf die Zeit in Australien und Singapur, sowie auf alles, was mich zuhause erwarten würde. Nach einem tränenreichen Abschied am Flughafen ging es nach Melbourne, wo schon die nächsten Abenteuer auf mich warteten.

Auf Reisen in Australien

In den kommenden fünf Wochen reiste ich von Melbourne die Ostküste hoch bis nach Cairns. Die Zeit war nicht ganz einfach, da ich alleine unterwegs war, das Wetter nicht immer so mitspielte und ich realisierte, dass die Reise, auf die ich mich so lange gefreut hatte, nun zu Ende ging. Trotzdem erlebte ich auch dort noch einige Highlights, durfte wieder viele neue Leute kennenlernen und einiges für mein Leben lernen.

Lena schnorchelnd unter Wasser mit Cairns-Schild in der Hand

Neben meinen Tauchgängen am Great Barrier Reef, die einfach traumhaft waren, zählte auch die dreitägige Tour auf Fraser Island sowie der Ausflug zur Great Ocean Road zu meinen persönlichen Höhepunkten. Auch wenn gerade die Ostküste von Backpackern wirklich ziemlich überlaufen ist, hat sie landschaftlich doch einiges zu bieten und gegenüber Neuseeland eine unglaublich tolle Tierwelt, die mich echt begeistert hat.

Singapur

Meine allerletzten Tage verbrachte ich dann in Singapur. Eine Stadt, die mich mit ihrer Einzigartigkeit und Gegensätzlichkeit mehr als beeindruckt hat und ein meine Reise gelungen abrundete.

Beim letzten Essen gehen bevor ich nach Hause flog, ließ ich das vergangene Jahr mit allen Erlebnissen, Eindrücken, positiven sowie negativen Erfahrungen und Begegnungen mit so vielen netten Menschen nochmal Revue passieren. Ich konnte es selbst kaum glauben, was ich alles erlebt, gemacht und gesehen hatte und kann es immer noch nicht wirklich.

Lena vor der Skyline Singapurs

Ich liebe es, von meiner Zeit zu erzählen und hätte ich die Chance alles nochmal zu erleben, würde ich fast alles genauso machen wollen. Es war bis jetzt einfach die beste Zeit meines Lebens! Auch wenn ein Jahr im Ausland nicht immer nur schön und einfach ist, lohnt es sich gegen Heimweh anzukämpfen und sich auch schweren Situationen zu stellen: Denn alles, was ich dort erlebt habe, wird mir keiner mehr nehmen können.

Rückblick auf ein unvergessliches Jahr

Außerdem war meine Entscheidung als Au-pair zu arbeiten für mich genau die richtige, denn kein Tag war wie der andere. Gemeinsam mit meinen beiden Kids habe ich so viel erlebt und durfte ihnen beim Wachsen und Entwickeln zu sehen. Zugleich hatte ich dadurch aber auch ein festes Zuhause, mein eigenes, wenn auch kleines Zimmer, was ich wirklich geschätzt habe. Und vor allem auch zwei tolle Gasteltern, die mich in ihre Familie integrierten, für mich da waren und versuchten, mir die Zeit in Neuseeland so schön wie möglich zu machen.

Freunde und Familie heißen Lena am Flughafen willkommen

Mit Neuseeland hatte ich auch eindeutig das perfekte Reiseland gewählt. Denn auch wenn das Wetter vielleicht nicht immer toll ist, ist die Natur dort einfach ein Traum – so unterschiedlich und beeindruckend! Da fällt es mir schwer, mein persönliches Highlight auszuwählen und ich möchte auf alle Fälle eines Tages zurückkehren. Egal ob Strand, Berge, Seen, Wälder, Wiesen – hier findet man wirklich alles! Nicht selten rutschte mir das Wort »Wow« über die Lippen oder ich verstummte direkt vor Begeisterung. So standen wir gerne auch am Wochenende früh auf, um eine ganztägige Wanderung zu machen oder quälten uns zum x-ten Mal in Folge in unsere Wanderschuhe, um den nächsten Berg zu erklimmen. Es ist wirklich schwer die Landschaft in Neuseeland zu beschreiben ohne komplett ins Schwärmen zu geraten!

Doch neben der Natur ist auch die Freundlichkeit der Kiwis mehr als erwähnenswert, denn hier wird auch der 1.000ste Backpacker noch freundlich behandelt. In den Geschäften haben die Verkäufer – auch wenn es voll ist – Zeit für ein kurzes Gespräch und beim Aussteigen aus dem Linienbus darf ein Dankeschön an den Busfahrer nicht fehlen. Hier können wir Deutschen uns noch eine Scheibe abschneiden!

Fazit

Alles in allem hat mir das letzte Jahr wirklich mehr als gefallen und ich würde es gegen nichts anderes eintauschen oder gar missen wollen. Ich kann euch wirklich nur ans Herz legen, wenn ihr gerne eine längere Zeit ins Ausland möchtet – egal ob als Au-pair, Austauschschüler oder Work & Traveller – kämpft für euren Traum und erfüllt ihn euch, denn ihr werdet es auf keinen Fall bereuen!

Alle Gute
Eure Lena

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